Effeltrich
Tischtennis

Effeltricher Neuzugang gewinnt nur die Herzen

Der japanische Gastspieler der SpVgg holte einen Einzelsieg im Entscheidungssatz, konnte die Gesamtpleite vor begeistertem Publikum aber nicht verhindern.
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Bei seinem ersten Spiel für Effeltrich musste der Japaner Yutaka Kashiwa zwei Mal über die volle Distanz und gewann. Im zweiten Einzel unterlag er dem Leiselheimer Topspieler in vier Sätzen.  Foto: Picturedreams
Bei seinem ersten Spiel für Effeltrich musste der Japaner Yutaka Kashiwa zwei Mal über die volle Distanz und gewann. Im zweiten Einzel unterlag er dem Leiselheimer Topspieler in vier Sätzen. Foto: Picturedreams

Vor großer Kulisse im heimischen Gamble-Dome und erstmals mit ihrem an Position 1 gesetzten japanischen Gastspieler Yutaka Kashiwa haben die Tischtennis-Herren der SpVgg Effeltrich gegen den Tabellenführer 3. Liga mit 3:6 den Kürzeren gezogen und behalten die rote Laterne. Der Vorjahresaufsteiger kann sich fünf Wochen lang aufs Training konzentrieren und die Ergebnisse der Konkurrenz beobachten. Bis zum nächsten Heimspiel am 23. März gegen den TTC Wohlbach wird feststehen, ob das Team um Spielführer Alexander Rattassep drei oder vier Siege aus den letzten fünf Saisonspielen benötigt, um das Wunder Klassenerhalt doch noch zu schaffen.

Einen Tischtennismarathon absolvierte die SpVgg Heroldsbach in Nürnberg. Die erste Männermannschaft besiegte den bis dahin ungeschlagenen Tabellenzweiten der Bezirksoberliga Mittelfranken-Nord nach viereinhalb Stunden und rückt dem Gegner näher auf die Pelle.

Männer, 3. Bundesliga Süd: SpVgg Effeltrich - TV Leiselheim 3:6

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Die Gastgeber gestalteten die Partie gegen den Spitzenreiter zunächst ausgeglichen und kamen durch die neu formierte Kombination Kashiwa/Martin Guman zu einem 3:2-Erfolg über Stehle/Stankevicius, während es Marius Zaus und Alexander Rattassep nicht schafften, dem Gästeduo Cioti/Sriram die erste Niederlage der Rückrunde zuzufügen (1:3).

Dem 18-jährigen Kashiwa merkte man zu Beginn seine Nervosität insbesondere beim Rückschlag an, doch nach zwei verlorenen Sätzen biss er sich gegen Stehle in die Begegnung. Nach dem Satzausgleich war die Spannung in der Halle kaum zu toppen. Als der SpVgg-Zugang in einem unvergleichlichen Nervenkrimi des Entscheidungsdurchgangs mit 22:20 die Oberhand behielt, hatte er alle anwesenden Fans für sich gewonnen. Dennoch ging Effeltrich mit einem 2:4-Rückstand aus der ersten Einzelrunde, da Guman gegen Cioti (0:3) und Zaus gegen Stankevicius (1:3) etliche Satzbälle nicht verwerteten. Auch Rattassep verlor gegen Sriram (1:3).

Im Duell der beiden Spitzenspieler gegen den langjährigen Bundesliga- und rumänischen Nationalspieler Constantin Cioti präsentierte sich Kashiwa nach dem deutlich verlorenen ersten Satz ebenfalls auf Augenhöhe, vergab aber bei drei Satzbällen im vierten Durchgang die Siegchance (1:3). Mit seinem sympathischen Auftreten - insbesondere in der Niederlage - und seinem spielerischen Potenzial ist der Japaner ein Glücksfall für den Tabellenletzten.

Zwar musste der nicht schlecht aufspielende Stehle gegen Guman in der Verlängerung des Entscheidungssatzes seine zweite Pleite einstecken, doch Materialexperte Sriram beendete die Gesamtpartie mit seinem 3:0 über Zaus zugunsten der Wormser Vorstädter.jüw

Männer, Bezirksoberliga: SC Nürnberg - SpVgg Heroldsbach 7:9

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Beide Mannschaften traten in Bestbesetzung an. Den Grundstein für den Erfolg legten die Gäste in den Doppeln. Benjamin Prade/Peter Büttner holten den ersten Punkt gegen das starke Nürnberger Einser-Duo (3:0). Jürgen Bögelein/Johannes Kugler mussten in den Entscheidungssatz, den sie mit 11:9 für sich entschieden. Philipp Kugler/Heiko Patz zeigten ebenfalls eine gute Partie und gewannen mit 3:1.

In den Einzeln zeigte der SC, warum er in der Tabelle so weit oben steht. Das vordere Paarkreuz erkämpfte gegen J. Kugler (3:1) und Bögelein (3:2) die ersten beiden Zähler für die Heimmannschaft. In der Mitte ging es sowohl für P. Kugler (3:2) als auch Prade (2:3) über die volle Distanz, der knappe Vorsprung von einem Spiel hatte Bestand. Ähnlich lief es auf den Positionen 5 und 6: Büttner behauptete sich im Entscheidungssatz, Patz war chancenlos (0:3).

Im zweiten Durchgang blieb es spannend. In allen Paarkreuzen gab es jeweils einen Sieg für beiden Mannschaften. Die Kugler-Brüder Johannes (3:0) und Philipp (3:2) sowie Patz (3:0) siegten, Bögelein und Büttner unterlagen deutlich (beide 0:3), Prade musste sich erneut im Fünften geschlagen geben. Ein Remis und damit ein Zähler war Heroldsbach sicher, im Schlussdoppel ging es nach Mitternacht noch um den Gesamtsieg.

Nach einem Abtasten gewannen Bögelein und Johannes Kugler die Sätze 2 und 3. Weil Nürnberg den hart umkämpften Vierten mit 12:10 für sich entschied, ging auch die letzte Begegnung des Tages in die Verlängerung. Nach furiosem Start führte die SpVgg beim Seitenwechsel mit 5:3. Diesen Vorsprung gaben die Gäste nicht mehr her und sorgten mit 11:5 dafür, dass sich der Aufwand gelohnt hatte.jhö



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