LKR Forchheim
Tischtennis

Effeltrich bleibt in der 3. Bundesliga

Die SpVgg hat ihren Endspurt mit dem Klassenerhalt gekrönt. Bei der Spvgg Hausen schlagen sowohl die Männer als auch die Frauen künftig eine Liga tiefer auf
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Yutaka Kashiwa macht die Faust. Mit drei Siegen und einem Unentschieden aus den letzten vier Partien schaffte die SpVgg doch noch den Klassenerhalt in der 3. Liga.  Foto: Picturedreams/Archiv
Yutaka Kashiwa macht die Faust. Mit drei Siegen und einem Unentschieden aus den letzten vier Partien schaffte die SpVgg doch noch den Klassenerhalt in der 3. Liga. Foto: Picturedreams/Archiv

Sieben Herren-Mannschaften, drei Mal Jubel, ein Mal Trauer. Bei der SpVgg Effeltrich stehen zur kommenden Tischtennis-Saison einige Änderungen an. Den größten Erfolg feierte die erste Mannschaft mit dem Klassenerhalt in der 3. Bundesliga Süd, wodurch der Landkreis Forchheim mindestens ein drittes Jahr in der dritthöchsten Spielklasse vertreten sein wird.

Effeltrich II und III verlassen VOL

Die Reserve steigt von der Verbands- in die Verbandsoberliga auf, wo sie auf die DJK Eggolsheim trifft. Das Team konnte sich am letzten Spieltag sogar die dritte Niederlage in Folge leisten, die Meisterschaft stand bereits seit ein paar Wochen fest. Aus derselben Spielklasse geht es für die Dritte runter in die Landesliga. Die Effeltricher holten lediglich zwei Siege gegen Schlusslicht TV 48 Erlangen II. Als Meister schaffte es die Fünfte in die Bezirksklasse A.

Negativ endete die Saison für Hausen. Die Männer kamen zum Ausklang der Bezirksliga Nordwest bei der bereits zuvor abgestiegenen SpVgg Zeckern nicht über ein Remis hinaus. Mit einem Erfolg hätte die Spvgg zumindest die Relegation erreicht. Auch die Frauen hatten am letzten Spieltag noch die Chance auf Rettung - zumindest theoretisch. Allerdings hätte es zum Erreichen des Schleuderplatzes in der Verbandsoberliga eines 8:0 gegen Neunkirchen inklusiver hoher Siege in den einzelnen Partien bedurft. Das 8:5 war zumindest ein Achtungserfolg.

Die Männer des TTC Neunkirchen sicherten sich den Verbleib in der Bezirksoberliga aufgrund der Pleite des CVJM Erlangen, taten mit zwei Erfolgen zum Abschluss aber auch noch was fürs Punktekonto. In der Spielzeit 2019/20 bekommen es der TTC und die SpVgg Heroldsbach mit der SpVgg Jahn Forchheim zu tun, die sich den Titel in der Bezirksliga Nordwest vor dem TSV Frauenaurach und Effeltrich IV sicherte. Die Lücke füllt die Neunkirchener Zweite als Meister der Bezirksklasse A.

3. Bundesliga Süd: SV Schott Jena - SpVgg Effeltrich 2:6

Gutes Timing: Dank des klaren Erfolgs im Endspiel beim direkten Konkurrenten verließ Effeltrich zum ersten Mal in diesem Kalenderjahr die Abstiegsränge. Nach dem enttäuschenden 5:5 in Mühlhausen vor zwei Wochen schienen alle Hoffnungen auf den Klassenerhalt dahin, doch die SpVgg erhöhte nochmal das Trainingspensum. Zudem präsentierten sich insbesondere Marius Zaus und Martin Jaslovsky in den entscheidenden Saisonspielen in Bestform. Auch die Teamkollegen überraschten mit mentaler Stärke: Bei allen acht Partien der vergangenen vier Spiele, die im finalen fünften Durchgang entschieden wurden, gingen die Effeltricher als Sieger vom Tisch.

In Jena liefen die Gäste mit breiter Brust auf, während die Thüringer durch den langfristigen Ausfall ihres Spitzenspielers Frantisek Placek gebeutelt waren. Die Doppel verliefen zunächst ausgeglichen, wobei die Kombinationen Kashiwa/Guman auf der einen und Mego/Rezetka auf der anderen Seite 3:1-Erfolge verbuchten. Da die Hausherren wie vermutet ihren tschechischen Frontmann aus taktischen Gründen nominierten, führte die SpVgg automatisch mit 2:1, als Yutaka Kashiwa gegen Pavol Mego antrat. Der japanische Gastspieler demonstrierte seine Bereicherung für die Oberfranken, bewies in einer hochklassigen Partie beim 0:3-Rückstand im Entscheidungssatz kühlen Kopf und war in diesem Schlüsselspiel mit 11:6 erfolgreich.

Der souveräne Marius Zaus mit einem 3:0 über Leonhard Süß sowie am Nebentisch Abwehrstratege Roman Rezetka für Jena (3:1 gegen Martin Jaslovsky) transportierten den knappen Vorsprung in die zweite Einzelrunde. Durch den kampflosen Sieg von Kashiwa über Placek, der seine Einzelbilanz dadurch auf 7:4 schraubte, entschied Martin Guman die Gesamtpartie mit seinem 3:0 über den letztlich resignierenden Mego zugunsten der SpVgg.

Durch den lange Zeit unklaren Saisonausgang lagen die Planungen für die neue Runde weitgehend auf Eis, mit umso mehr Freude gegen die SpVgg-Verantwortlichen nun ans Werk. "Marius und ich bleiben sicher. Beim Rest sieht es auch gut aus", berichtet Spielführer Alexander Rattassep. Sogar auf zeeitweise Aushilfe des Japaners dürfen die Oberfranken wieder hoffen. Dank der Aufstiege von Versbach und Bayern München warten zwei zusätzliche bayerische Duelle auf Effeltrich.

Ein Abstieg der SpVgg hätte sich auf alle Teams des Vereins ausgewirkt, denn ab der Regionalliga wird zu sechst gespielt. "Dann hätten jeweils zwei Leute eine Mannschaft nach oben rücken müssen", erklärt Rattassep, der nach dem Remis gegen Mühlhausen II den Glauben an ein gutes Ende verloren hatte. "Die Hoffnung war aber immer da", sagt der Kapitän.jüw/rup



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