Eckental
Tennis

Eckental: Steve Darcis ist erster Achtelfinalist

Der belgische Gewinner von 2016 hat als erster Spieler des ATP-Challenger-Turniers die Runde der letzten 16 erreicht. Am Dienstag kam auch ein zweiter Deutscher weiter.
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Julian Lenz zog gestern als zweiter Deutscher in die Runde der letzten 32 ein. Fotos: Bertram Wagner
Julian Lenz zog gestern als zweiter Deutscher in die Runde der letzten 32 ein. Fotos: Bertram Wagner
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Am Dienstagnachmittag brandete deutscher Jubel auf dem Center Court im House of Sports auf: Nach Tobias Kamke, der am Vorabend in einem deutsch-deutschen Duell Mischa Zverev in zwei Sätzen ausgeschaltet hatte, erreichte am Dienstag Julian Lenz aus Gießen die nächste Runde beim 23. ATP-Challenger-Tennisturnier in Eckental. Im ersten Satz gegen den Qualifikanten Viktor Durasovic (Norwegen) merkte man dem 26-Jährigen, der erstmals im Landkreis Erlangen-Höchstadt aufschlug, doch noch leichte Umstellungsprobleme auf dem Teppichboden an, so dass erst der Tiebreak für ihn die Entscheidung brachte.

Aufschlag spielentscheidend

In der Folgezeit servierte er zunehmend platzierter und auch seine Returns wurden besser, so dass die Frage nach dem Sieger schnell beantwortet wurde (6:2). "Letztlich war mein Aufschlag spielentscheidend. Zudem machte ich die wichtigen Punkte und behielt die Übersicht", bilanzierte ein zufriedener Julian Lenz, der heute auf den an Nummer 11 gesetzten Finnen Emil Ruusuvuori trifft.

Das nötige Quäntchen Glück beziehungsweise nur ein paar Bälle fehlten Johannes Haerteis und Tobias Simon zu weiteren deutschen Erfolgen am zweiten Turniertag, an dem 14 Begegnungen ausgespielt wurden. Der Nürnberger Lokalmatador Haerteis lieferte sich mit dem Australier John-Patrick Smith ein wahres Tiebreak-Festival. Hochspannung bis zum Ende des dritten Durchgangs, den er 5:7 verloren gab.

22 Asse reichen nicht

Mit dem gleichen Ergebnis musste sich der Münchner Simon geschlagen geben und zwar gegen den ATP-Sieger von Hamburg vom vergangenen Sonntag, Botic Van de Zandschulp. Simon servierte sage und schreibe 22 Asse, aber zwei Mini-Breaks im Schlussakkord verhinderten den durchaus möglichen bayerischen Erfolg.

Als erster Spieler bereits im Achtelfinale des 64er-Hauptfelds am Donnerstag steht der belgische Daviscup-Akteur Steve Darcis. Bei seinem zweiten Sieg binnen 24 Stunden eliminierte er den an Nummer 13 gesetzten Federico Gaio. Der Gewinner von 2016 präsentierte sich in seiner gewohnt guten Eckental-Form, spielte mit seiner 16-jährigen Tour-Erfahrung seine Trümpfe aus und gewann in zwei Sätzen innerhalb einer knappen Stunde.

Neue Rekordzahl an Spielen

Am Montag 13 Partien, am Dienstag 14 und am Mittwoch folgt ein neuer Rekord bei dieser 23. Auflage der internationalen deutschen Hallenmeisterschaften: 15 Begegnungen stehen ab 10 Uhr im House of Sports auf dem Programm. Danach stehen alle Teilnehmer der Runde der letzten 16 fest. Am Mittwoch schlagen die ersten Vier der Setzliste auf: Kamil Majchrzak, Henri Laaksonen, Lloyd Harris und der Münchner Peter Gojowczyk. Werden sie ihrer Rolle gerecht oder gibt es ein "Favoritensterben"?

Ergebnisse: Smith (Australien) - Haerteis 7:6 (3), 6:7 (2), 7:6 (5); Machac (Tschechien) - Kotov (Russland) 6:3, 6:4; Cressy (USA) - Guttau 6:3, 7:5; Lenz - Durasovic (Norwegen) 7:6 (2), 6:2; Van de Zandschulp (Niederlande) - Simon 6:4, 6:7 (6), 7:6 (5), Karlovskiy (Russland) - Maden 6:4, 6:3; Darcis (Belgien) - Gaio (Italien) 6:2, 6:3.

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