Ebermannstadt

Ebermannstadt schießt den Gegner aus der Halle

Beim Kantersieg gegen Rattelsdorf II gelangen dem TSV fast doppelt so viele Punkte wie der Bayernliga-Reserve. Am Freitag peilt das Team Platz 2 an.
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Der Ebermannstadter Nachwuchsspieler Cornelius Günther (li.) beim Korbleger. Zwar blieb er gegen Rattelsdorf ohne Punkt, dafür half er seinem Team mit mehreren "Steals".  Foto: Tom Schneider
Der Ebermannstadter Nachwuchsspieler Cornelius Günther (li.) beim Korbleger. Zwar blieb er gegen Rattelsdorf ohne Punkt, dafür half er seinem Team mit mehreren "Steals". Foto: Tom Schneider

Der TSV Ebermannstadt hat das Verfolgerduell der Basketball-Bezirksliga Oberfranken klar für sich entschieden, mit den Gästen aus Rattelsdorf nach Punkten gleichgezogen und ist aufgrund des besseren Korbverhältnisses an der SpVgg vorbei auf Rang 3 gezogen. Mit einem weiteren Sieg am Freitag im Nachholspiel in Oberhaid würden die Ebser sogar den zweiten Platz des SV Pettstadt übernehmen.

Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit ließen die Wiesentstädter dem Team aus dem Landkreis Bamberg im zweiten Durchgang nicht den Hauch einer Chance. So verbuchte der TSV auch den direkten Vergleich für sich, obwohl das Hinspiel mit 17 Zählern Differenz verloren wurde.

TSV Ebermannstadt - SpVgg Rattelsdorf II 85:48

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Mit einem voll besetzten Zwölf-Mann-Kader trat die Mannschaft von Trainer Otto Hauser zum ersten Heimspiel des Jahres in der Gymnasiumhalle an. Von Anfang an waren die Hausherren hellwach und die Starting Five, Thomas Dippold, Stefan Blos, Sebastian Metzner, Thomas Kurth und Kilian Hack, erspielte frühzeitig eine kleine Führung. Vor allem Dippold ging immer wieder energisch zum Korb und punktete entweder mit Korblegern oder Freiwürfen.

Auch das Kapitänsduo sammelte fleißig Punkte: Metzner setzte sich immer wieder unter dem Brett durch und Blos zeigte ein lockeres Handgelenk von außen. Gleichzeitig überzeugten die "Weiß-Blauen" in der Defensive und es ging mit einem Fünf-Punkte-Vorsprung in die Viertelpause (18:13).

Thomas Kurth wie beim Slalom

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Der zweite Abschnitt war der einzige, in dem die Gäste ihre Offensive entfalten konnten. Dank Kurth, der in dieser Phase neben seiner gewohnten Rolle als Defensiv-Anker zusätzlich den Point Guard spielte, alle fünf Rattelsdorfer wie Slalom-Stangen hinter sich ließ und erfolgreich abschloss, hielten die Ebser die Führung. Auch Hack überzeugte auf der Centerposition und kam immer wieder zu Punkten. Nachwuchstalent David Stadter zeigte direkt nach seiner Einwechslung, dass er auf Abruf bereit ist und verwandelte mit seinem ersten Ballkontakt mit der Halbzeitsirene einen Distanzwurf zum 38:32.

Hauser lobte in der Pause die solide Abwehrarbeit und verlangte noch mehr Druck, um die Rattelsdorfer nicht zu einfachen Punkten kommen zu lassen. Die Art und Weise, wie seine Jungs diese Forderung umsetzten, überraschte den Coach möglicherweise selbst. Eigengewächs Cornelius Günther wurde mit der Spezialaufgabe betraut, dem Aufbauspieler der Gäste keinen ruhigen Ballvortrag mehr zu gewähren und klaute so einige Bälle. Auch die Zonenabwehr hinter ihm produzierte Ballgewinne am laufenden Band.

Angepeitscht von den Anfeuerungen der Bankspieler sowie den immer lauter werdenden Fans wuchs der Abstand Punkt um Punkt. Zu allem Überfluss für die SpVgg liefen die Ebser neben all den Fastbreak-Punkten auch von der Dreier-Linie heiß: Dippold, Metzner und Blos netzten von draußen ein. Mit 25:6 gewannen die "Weiß-Blauen" das dritte Viertel und der Sieg war in trockenen Tüchern (63:38).

Dennoch ruhte sich der TSV nicht auf der Führung aus. Vor allem in der Defensive erarbeiteten sich die Gastgeber mit Aggressivität Ballgewinne. Beeindruckt von der Ebermannstadter Überlegenheit gab Rattelsdorf auch die letzten zehn Minuten mit 10:22 ab. Mit derselben Einstellung im Nachholspiel beim Tabellenfünften am Freitag ist Platz 2 in greifbarer Nähe.

TSV: Schneider (6), Schnell, Günther, Dippold (25), Blos (12), Glöckner (7), Hack (12), Kurth (12), Wilhelm (2), Metzner (7), Stadter (2), Amon

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