Kersbach
Leichtathletik

Dreikönig mit Petrus im Bunde

Ein Unterschied von 20 Grad zum Vorjahr: In Kersbach herrschte schon frühlingshaftes Wetter - das schlug sich massiv auf die Teilnehmerzahl nieder.
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Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferte sich Sieger Jürgen Wittmann (r., TV Fürth) mit seinen Verfolgern Bernd Hagen vom TSV Neuhaus/Aisch (M./2.) und dem Dritten Markus-Kristan Siegler (l., LG Erlangen). Hitschfel
Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferte sich Sieger Jürgen Wittmann (r., TV Fürth) mit seinen Verfolgern Bernd Hagen vom TSV Neuhaus/Aisch (M./2.) und dem Dritten Markus-Kristan Siegler (l., LG Erlangen). Hitschfel
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Jürgen Wittmann heißt der Gewinner des 31. Kersbacher Dreikönigslaufs. Der für den TV 1860 Fürth startende Läufer kam im Hauptlauf mit einer schnellen Zeit von 32:33 Minuten ins Ziel. Als beste Frau wiederholte Lena Gottwald vom TSV Zirndorf, die auch für die Triathleten des SSV Forchheim startet, den Vorjahressieg und lief in 36:42 Minuten über die Ziellinie.

Zu den wohl bekanntesten Läufern im Landkreis zählt die Familie Gundermann/Niggemann aus Hausen, auch deshalb, weil die Vornamen aller Kinder mit dem Buchstaben "C" beginnen. Auch beim Dreikönigslauf ging die Familie wieder an den Start, zwar nicht komplett, aber große Teile davon. Neben Carlo (11) gibt es noch Charlotte (13), Carsten (15), Clemens (17) und Cosima (18).
Gemeinsam mit Mutter Heike Niggemann sieht man sie regelmäßig bei Laufveranstaltungen in der Region. Lediglich Carlo wirkte diesmal nicht mit. Für Clemens Gundermann lief es richtig gut. Er gewann den Jugendlauf in einer Zeit von 16:21 Minuten, Carsten wurde Dritter im Jugendlauf mit (18:34). Die Familie startet für die LG Forchheim. Doch mit zunehmendem Alter und anderen Verpflichtungen wird es immer schwerer, dass sich die Kids auch Zeit für das Training freischaufeln können. "Aufgrund des großen Terminplans wird es immer schwerer, sich selbst zu motivieren", sagt Mutter Heike. "Alle Kinder haben mit Handball und Leichtathletik angefangen und sind so zum Laufen gekommen", erzählt sie. Vor ungefähr neun Jahren fand sie selbst zum Laufsport. "Ich war immer dabei, wenn meine Kinder gelaufen sind. Da habe ich mir gedacht, ich probiere es einfach selbst aus", erzählt die 54-Jährige. Alle Gundermanns sind quasi in den Sport reingewachsen, sind eher "Ausdauer-Typen", weniger "Sprinter-Typen". Tatsächlich sieht sie bei dem einen oder anderen ihrer Kinder noch viel Potenzial. Aber: Druck will sie keinen aufbauen. "Bei uns gibt es keine Profi-Trainingspläne", sagt Niggemann, die genau weiß, dass bei noch mehr Druck der Spaß verloren werden kann.

Gewonnen wurde der Hauptlauf von Jürgen Wittmann (TV 1860 Fürth), gefolgt von Bernd Hagen vom TSV Neuhaus/ Aisch, der sich um 14 Sekunden knapp geschlagen geben musste. Drittplatzierter wurde Markus-Kristan Siegler von der LG Erlangen (33:31). Den Damen-Titel holte sich Vorjahressiegerin Lena Gottwald vom TSV Zirndorf (36:42). Vier Sekunden dahinter rangierte Sandra Haderlein vom SC Kemmern.

Im Hobbylauf lief Moritz Luber vom LAC Quelle Fürth mit 16:15 Minuten im Ziel ein. Schnellste Frau war Hanna Krauß vom Team Fahrrad Heilmann aus Hausen.

Die Bedingungen waren deutlich besser als 2017. Zeigte das Thermometer da noch zehn Grad unter Null an, lagen die Temperaturen heuer bei zehn Grad über Null, was einer Differenz von 20 Grad entspricht. 2017 lag noch Schnee. In diesem Jahr nahmen rund 400 Sportler in den Altersklassen teil, deutlich mehr als noch im vergangenen Jahr beim Jubiläumslauf, wo aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse nicht einmal die 250er-Grenze geknackt wurde.
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