Ebermannstadt

Der TSV Ebermannstadt verpasst den Aufstieg

Pettstadt besiegt im Aufstiegsduell der Bezirksliga den TSV Ebermannstadt mit 78:65. Damit sind die Ebser Hoffnungen auf die höhere Liga passé.
Artikel drucken Artikel einbetten
Stefan Blos (re.) zeigte in Pettstadt sein Kämpferherz. Ihm gelangen 20 Punkte bei der 78:65-Niederlage gegen den SV, der das Aufstiegsduell für sich entschied. Archivfoto: TSV Ebermannstadt
Stefan Blos (re.) zeigte in Pettstadt sein Kämpferherz. Ihm gelangen 20 Punkte bei der 78:65-Niederlage gegen den SV, der das Aufstiegsduell für sich entschied. Archivfoto: TSV Ebermannstadt

Im allerletzten Spiel der Basketball-Bezirksliga Oberfranken ging es am vergangenen Samstag beim Duell des Zweiten SV Pettstadt gegen die punktgleichen Dritten vom TSV Ebermannstadt um den Aufstieg in die Bezirksoberliga. Die Pettstädter nutzten ihren Heimvorteil und gewannen wegen des starken ersten Viertels mit 78:65. Sie schafften damit die Überraschung als Aufsteiger aus der Bezirksklasse durch die Bezirksliga zu marschieren.

SV Pettstadt - TSV Ebermannstadt 78:65

Dass die Hausherren hoch motiviert und bestens vorbereitet waren, zeigte sich bereits vor dem Jump, denn mit einem Soundsystem inklusive Hallensprecher und Einlaufmusik wurde dem Spiel eine angemessene Atmosphäre bereitet. Den besseren Start legten jedoch die Ebser um Thomas Kurth hin, der prompt seine ersten zwei Dreier zum 6:0 einnetzte. In den folgenden Minuten fanden auch die Pettstädter ins Spiel und bestraften die Zonenabwehr der Gäste mit einigen Dreiern. Ein weiterer Dreier von Kurth brachte einen 13:13-Zwischenstand nach fünf Minuten. Gegen Ende des ersten Viertels spielte Pettstadt auf beiden Seiten etwas wachsamer, verhinderte so Körbe der Ebser und erzielte mit ihren schnellen Spielern leichte Fastbreak-Punkte. So setzten sich die Hausherren bis zum Ende des ersten Viertels schon auf 31:18 ab, was am Ende des Tages den Unterschied machen sollte.

Nachwuchstalent lässt hoffen

Das zweite Viertel gestalteten die Weiß-Blauen ausgeglichen. Vor allem der 16-jährige David Stadter ließ immer wieder seinen Gegenspieler aussteigen und punktete für den TSV. Auch David Schneider zeigte sich bis dahin gewohnt treffsicher und verkürzte Mitte des zweiten Viertels mit seinen ersten sechs Punkten auf 28:37. Dann wurde er jedoch von den Schiedsrichtern aus dem Spiel genommen. In der 17. Minute konnte er einen Foulpfiff gegen sich nicht glauben und wurde zusätzlich für eine Nichtigkeit mit einem technischen Foul bestraft, was TSV-Trainer Otto Hauser dazu zwang, ihn vorerst mit vier Fouls auf der Bank zu schonen. In einer Phase, in der die Wiesenstädter das Momentum auf ihrer Seite hatten, punkteten stattdessen die Hausherren einige Male von der Freiwurflinie und stellten ihre 13-Punkte-Führung aus dem ersten Viertel bis zur Halbzeit wieder her (47:34).

Stefan Blos setzt Akzente

Trainer Hauser forderte in der Halbzeit vor allem defensiv mehr von seinem Team. "Wenn wir rankommen wollen, dürfen die flinken Spieler nicht mehr so einfach zum Korb durchkommen. Mit harter Defense kommen wir Punkt für Punkt wieder ran", sagte er. Nach der Pause setzte vor allem TSV-Kapitän Stefan Blos Akzente in der Offensive, doch auch die beiden Topscorer der Pettstädter trafen weiter ihre Dreier und der Vorsprung blieb bestehen. Anschließend beherrschten vor allem die Schiedsrichter das Spielgeschehen. Fast jeder Körperkontakt wurde mit einem Foul geahndet, sodass für die restlichen fünf Minuten im dritten Viertel auf beiden Seiten nur noch Freiwürfe zu sehen waren. Auf Seiten des TSV verwandelten Blos und Florian Glöckner in dieser Phase zwar elf von zwölf Freiwürfen, doch der Mann des Spiels, Alexander Flügel ,beendete das dritte Viertel mit einem weiteren Dreier und baute die Pettstädter Führung erneut aus (66:49).

Keine Chance für Ebs

Der hohen Foulbelastung geschuldet mussten die Ebser nach und nach auf immer mehr Spieler verzichten. So war es weiterhin vor allem Blos, der mit vollem Kämpferherz versuchte, seine Mannschaft im Spiel zu halten. Da die Pettstädter ihre Freiwurfquote im vierten Spielabschnitt aber hochschraubten, kam der TSV nicht mehr heran und verlor mit 78:65.

Aufgrund des besseren Starts war es ein verdienter Sieg der Pettstädter, die nach der Schlusssirene ausgelassen mit ihren Zuschauern feierten, während die Ebser über die verpasste Chance mit hängenden Köpfen die Halle verließen. Für die Mannschaft und den Trainer gilt es nun, neu zu evaluieren, welche Spieler in der nächsten Saison noch zur Verfügung stehen, da für viele der Berufsstart nach dem Studium ansteht. Gleichzeitig haben die Nachwuchsspieler schon in dieser Saison mit ihren Einsätzen gezeigt, dass sie bereit für die Herrenkonkurrenz sind.oh

TSV: Amon (2), Blos (20), Glöckner (11), Gries, Günther (2), Kurth (13), Metzner (3), Schneider (6), Schnell, Stadter (8)

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren