145 Sportler gingen bei der 2. Auflage des Wiesenttal-Trails "Neideck 1000" an den Start. Sogar aus Hamburg und Österreich waren Teilnehmer angereist, um den anspruchsvollen Kurs zu bewältigen. Das Orga-Team um Robert Stein hatte gute Arbeit geleistet. Ein sonniger Oktobersonntag sorgte für gute Bedingungen und ein herrliches Farbenspiel im Wiesenttal.

Um 10 Uhr wurden die Teilnehmer auf die Strecke geschickt. Der "Neideck 1000" fackelt nicht lang. Nach 500 Metern geht es schon steil bergan, der Sonne entgegen Richtung Engelhardsberg. Durch den bunten Blätterwald schimmerten die Sonnenstrahlen. Hier hieß es, sich das Tempo gut einzuteilen. Wer am Anfang schon zu schnell losläuft, wird es auf der zweiten Hälfte bereuen. Eine alte Läuferregel, die auch beim Wiesenttal-Trail gilt.

Schnell teilte sich das Feld. Eine Läuferschar schlängelte sich durch den Wald. Erfahrene Läufer aus Bamberg, Bayreuth, Großenseebach, Kemmern, Stadtsteinach und Vorra waren am Start. Auch das Erlebnislauf-Team aus Pretzfeld war beim "Heimspiel" gut vertreten. Der Vorjahressieger Sven Starklauf vom DJK-LC Vorra musste kurzfristig wegen einer Erkältung absagen. Er hielt mit 1:53 Stunden die Bestzeit auf dem Trail, der ganzjährig belaufen werden kann. Bei der Einsendung des GPS-Tracks wird jeder Läufer in eine Bestenliste des "Neideck 1000" aufgenommen.

Die wellige Route mit etwa 1000 Höhenmetern führte weiter über Quakenschloss und Adlerstein zur Versturzhöhle Riesenburg. Der Untergrund war meist von Wurzeln und Steinen übersät. Das Herbstlaub gab zwar farblich ein schönes Bild, machte es aber für die Trailrunner zusätzlich schwer. Immer mussten sie mit Steinen oder rutschigen Stellen rechnen.

Der Trail hat seinen Namen zurecht: Feldwege, Wiesen, Wurzelwege, Treppen und die rutschigen Steine forderten ständige Aufmerksamkeit. Immer wieder gab es den Ausblick auf das Wiesenttal. In einer stetigen Folge von steilen An- und Abstiegen führte der Lauf über Streitberg und an der Ruine Neideck vorbei. In Trainmeusel wurden die Teilnehmer von einer begeisterten Schar Zuschauer angefeuert.

Dann ging es wieder über steinige Wurzelwege und Treppen hinab zum Muggendorfer Bahnhof und von dort ins Ziel. Bei der liebevoll organisierten Veranstaltung gab es alles, was das Läuferherz begehrt.

Bei den Herren siegte Florian Genser (Oberwarmensteinach) in 1:53 Stunden vor Christian Schlapp (Vorra/1:56) und Florian Kühnert (Vorra/2:01.). Bei den Damen lief Kim Schreiber (LG Bamberg/2:07) auf Rang 1, gefolgt von Arina Altvater (2:23) und Brigitte Frenzel (Wernberg/2:25).
Wer sich bei der Siegerehrung umguckte, sah nur zufriedene Gesichter und hörte lobende Worte über die Veranstaltung. Zum Abschluss lud Stein zur 3. Auflage 2018 ein. Der genaue Termin steht noch nicht fest. Weitere Infos im Internet unter: www.wiesenttaltrail.com.