Forchheim
Fußball

Der Jahn verdient sich das Annafest

Gegen den SC Schwabach überrascht Forchheim trotz Startschwierigkeiten. Der Baiersdorfer SV verkauft sich zwar gut, hat aber gegen Selb das Nachsehen.
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Jahn Forchheim mit Christian Städtler (rechts, gegen Michael Weiß) lässt den SC Schwabach kaum zur Entfaltung kommen. Zur Belohnung gibts einen 2:0-Sieg und einen Besuch beim Annafest. Foto: Sportfoto Zink
Jahn Forchheim mit Christian Städtler (rechts, gegen Michael Weiß) lässt den SC Schwabach kaum zur Entfaltung kommen. Zur Belohnung gibts einen 2:0-Sieg und einen Besuch beim Annafest. Foto: Sportfoto Zink

Absteiger gegen Geheimfavorit - so lauteten die Vorzeichen zur Landesliga-Partie des Jahn gegen Schwabach. Das Team von Christian Springer war nach bereits zwei Niederlagen schon etwas unter Druck, zeigte dem SC beim 2:0-Sieg aber, dass Aufgeben auch bei Startschwierigkeiten keine Option ist.

Jahn Forchheim - SC Schwabach 2:0

Die Schwabacher hatten zuletzt den anderen Bayernliga-Absteiger Erlangen-Bruck besiegt - für den Trainer des SC 04 und Brucker Legende Jochen Strobel natürlich ein besonderes Highlight. Auch für Forchheims Pressemann Christopher Fleith: "Es war von vorneherein klar, dass dies unser Annafest-Spiel ist." Sein Team startete etwas verunsichert in die Partie, Schwabach war besser und zielstrebiger. Offensiv entwickelte die Springer-Elf zunächst zu wenig Durchschlagskraft. Hinten im Tor hatten sie vor der Saison einen richtig guten Mann von der zweiten Mannschaft des 1. FC Nürnberg geholt: Axel Hofmann. Und der wurde dringend gebraucht und war vor allem bei der Großchance von Anton Shynder zur Stelle. "Wir mussten dann schon an einigen Stellschrauben drehen und das wurde mit der Halbzeitansprache auch gemacht", sagte Fleith.

Besonders gut hatte scheinbar Philipp Nagengast zugehört. Der Offensivmann nickte am langen Pfosten eine Flanke zur etwas glücklichen Führung ein (47.). "Das 1:0 hat den Jungs gut getan, das hat man gleich gesehen. Die Sicherheit war zurück", analysierte Fleith. Der Jahn war im Spiel angekommen und stellte hinten die Räume besser zu. Einzig Jakob Söder schlüpfte einmal hindurch, doch Hofmann war zur Stelle. Als Christopher Lee in der Nachspielzeit Tobias Spieß hart foulte, musste der Forchheimer Abwehrmann mit Gelb-Rot vom Platz. In der folgenden Rudelbildung fing sich auch Schwabachs Kapitän Selahattin Oktay die zweite Gelbe ein. Weil das kein schöner Schlusspunkt für das Annafest-Spiel gewesen wäre, legte Muhammed Abubakar mit seinem 2:0 die Kirsche auf die Torte. Perfekt von Drazen Misic netzte der Stürmer cool ein. "Das war ein geiles Ding", freute sich Fleith, der zusammen mit seiner Mannschaft den Tag am Jahn-Keller auf dem Annafest ausklingen ließ.StS

Jahn: Hofmann - Städtler, Petschner, Karsak, Misic, Rupp, Nagengast, Tatarevic (46. Abubakar), Güngör, N. Schwab, Lee

Baiersdorfer SV - Kickers Selb 2:4

Die erste gute Chance der Partie hatten die Hausherren, aber der Schuss von Nico Geier endete am Querbalken (27.). Wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff machte es Marco Joachim besser, der nach einem Freistoß von Nico Geier per Abstauber zur Stelle war und für die verdiente BSV-Führung sorgte (37.). Jedoch kam Selb mit dem Treffer von Petr Rehak, der nach einem schnell ausgeführten Freistoß vollendete, noch vor dem Seitenwechsel zum Ausgleich (41.).

Mitte der zweiten Hälfte ging wieder der Gastgeber in Führung und wieder war Joachim zur Stelle, diesmal köpfte er einen Freistoß von Geier unhaltbar ins Netz (63.). Der zweite Ausgleichstreffer für die Kickers fiel aus Sicht des BSV äußerst unglücklich, denn bevor Fabian Bösel zum 2:2 einschob, rutschte ein BSV-Verteidiger im eigenen Strafraum aus (70.). Doch es kam noch schlimmer für Baiersdorf, denn kurz vor dem Ende sorgte Kevin Winter mit einem Schuss ins kurze Eck für die erstmalige Gästeführung (84.). Der Ligaprimus nutzte die sich nun bietenden Räume und machten mit einem Kontertor von Johannes Hamann den Deckel auf dieses Spiel (89.).

"Es war eine ausgeglichene Partie, in der wir mindestens einen Punkt verdient gehabt hätten", sagte BSV-Trainer René Ebert. "Wir haben super gespielt, aber uns die Tore eigentlich selbst reingehauen. Diese leichten Fehler ziehen sich wie ein roter Faden durch unsere bisherige Saison. Wir haben nun dreimal gut gespielt und hätten auch den einen oder anderen Punkt mehr holen müssen. Wenn wir so weiterarbeiten, bin ich aber zuversichtlich, dass wir unsere Punkte bald noch holen werden."ffr

BSV: Fieber - Lehmann, Geier, Joachim, Dayan (57. Wächter), Schmitt, Heller, Popovic, Wurm, Hofmann, Reinhardt (76. Bajic)

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