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Frauenfußball

Der Blick auf die anderen Spielfelder

Bezirksligist Schlaifhausen wird als Erstes nach Effeltrich blicken, sofern ein Sieg in Adelsdorf gelingt. Obertrubach wird bei der Konkurrenz vor Ort sein.
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Die DJK-FC Schlaifhausen (in grün) ist auf Schützenhilfe angewiesen, um den Abstieg aus der Bezirksliga zu vermeiden. Picturedreams
Die DJK-FC Schlaifhausen (in grün) ist auf Schützenhilfe angewiesen, um den Abstieg aus der Bezirksliga zu vermeiden. Picturedreams
Um den Abstieg aus der Bezirksliga zu vermeiden, muss der FC Schlaifhausen morgen bei Neuling Adelsdorf gewinnen und auf einen gleichzeitigen Punktgewinn von Lokalrivale Effeltrich hoffen. Obertrubach unterstützt in Schnaittach dessen Gegner Weilersbach, denn die SG hat im eigenen Spiel drei Stunden später nur noch eine Chance auf den Aufstieg in die Kreisliga, wenn die Gloria nicht verliert. Alles in der eigenen Hand hat Bezirksliga-Anwärter Burk bei alten Bekannten in Eggolsheim.


Bezirksliga Mittelfranken 1

SC Adelsdorf (10.) - FC Schlaifhausen (11.)
Sechs Mal in Folge verließ Schlaifhausen zuletzt den Platz nicht als Sieger. Will der FC sein erstes kleines Bezirksliga-Jubiläum feiern, ist am Samstag um 16 Uhr aber ein Dreier nötig. Und damit nicht genug: Nur wenn die SpVgg Erlangen II parallel in Effeltrich nicht gewinnt, dürfen die Walberla-Kickerinnen zum fünften Mal in Folge auf Bezirksebene ran. "Mir ist wichtig, dass wir ein gutes Spiel machen. Danach schauen wir, was drüben passiert ist", sagt FC-Trainer Kurt Finze mit Blick auf den Sportplatz des Rivalen, der knapp zehn Kilometer entfernt ist. "Wenn uns jemand über das Ergebnis in Effeltrich auf dem Laufenden hält, ist das in Ordnung, aber wir schauen in erster Linie auf uns."

Der FC geht mit einer 1:7-Hypothek gegen Schnaittach ins Erlangen/Pegnitzgründer Derby. "Schnaittach hat super Fußball gespielt und alles getroffen", erkannte Finze die klare Niederlage an. Zwar müsse der Coach derzeit auf einige Oldies zurückgreifen, dennoch glaubt er an den Klassenerhalt. "Wenn wir zurück in die Kreisliga müssen, ist das auch nicht tragisch. Dort hätten es unsere Nachwuchsspierlinnen leichter, im Erwachsenenbereich Fuß zu fassen", erklärt Finze, der sich den Trainerjob auch in der kommenden Saison mit Christian Groh teilt.

Dass die erste Mannschaft der "Spieli" in der Landesliga bereits als Absteiger feststeht, macht die Sache für Effeltrich und damit auch für Schlaifhausen nicht leichter. "Die Erlangerinnen haben schon beim 4:1 gegen Adelsdorf am vergangenen Wochenende gestopft", sagt der 54-Jährige. Wie man gegen die "Spieli"-Reserve gewinnt, hat der FC zwei Mal gezeigt. Dank dieses direkten Vergleichs würde Schlaifhausen ein Effeltricher Remis gegen dann punktgleiche Erlangerinnen reichen. "Aber wenn da fünf, sechs Landesliga-Akteurinnen mitwirken, wird es schwer", weiß der Kirchehrenbacher.


Kreisliga ER/PEG

DJK Eggolsheim (10.) - FC Burk (2.)
Wenn Eggolsheim am Samstag zwischen 17 und 18.45 Uhr ein Tor schießen sollte, wird Rainer Wagner nicht jubeln. Nicht nur, weil der Co-Trainer der DJK-Frauen seinen Spielerpass seit 2003 in Burk und für den FC an die 300 Partien in erster und zweiter Mannschaft bestritten hat, sondern auch, weil er sich übers Wochenende in Berlin aufhält. Während es für seine von Cheftrainer Johannes Amon betreute Mannschaft um nichts mehr geht, können die Gäste den ersten Aufstieg in die Bezirksliga seit ihrem letzten Gastspiel 2012/13 perfekt machen.

Rein tabellarisch sind die drei fehlenden Punkte für Burk Formsache, das Hinspiel endete klar mit 5:2. Allerdings stand es zur Pause 0:0 und bis zur 91. Minute nur 3:2. Zudem könnte die Psychologie diesmal eine noch größere Rolle spielen. Nicht nur Wagner wechselte von der Seetal an den Eggerbach, auch auf dem Platz werden mit Sabrina Giesinger und Stefanie Glas zwei ehemalige FClerinnen stehen. "Über Sabrina und Johannes bin ich nach Eggolsheim gekommen", erklärt der 37-Jährige, der in seiner aktiven Burker Zeit auch schon als Frauentrainer eingesprungen war.
Zwar werde die DJK nur "mit Ach und Krach elf Spielerinnen aufs Feld schicken" können, doch der Verein werde das bestmögliche Team aufbieten und wolle sich nichts vorwerfen lassen. "Wir nehmen weder von Burk noch von Reichenschwand irgendetwas an", sagt Wagner mit Blick auf das Fernduell zwischen dem Gegner am Samstag und dem Drittplatzierten, der zwei Punkte Rückstand hat und auf einen Burker Ausrutscher angewiesen ist.


Kreisklasse 2 ER/PEG

Obertrub./Kirchenb. (2.) - TSV Gräfenberg (5.)
Am Ende der vergangenen Saison rief die Kreisspielleitung kurzfristig ein Relegationsspiel zwischen den Zweiten der beiden Kreisklassen aus, um einen in der Kreisliga frei gewordenen Platz zu füllen. Die Spielgemeinschaft aus Obertrubach und Kirchenbirkig zog gegen Oberreichenbach den Kürzeren. Auf eine zweite Chance verlässt sich das Team nicht. "Stand jetzt wird es keine Relegation geben", sagt Trainer Nils Lukat.

Daher führt der Weg in die Kreisliga nur über die Rückkehr an die Tabellenspitze, wo die SG wochenlang stand. "Knackpunkt war das 1:3 in Stöckach vor zwei Wochen. Wir waren nur zu zehnt, in der letzten halben Stunde sogar zu neunt", berichtet Lukat. Am 1. Mai hatte sein Team zudem gegen Bärnfels den Kürzeren gezogen. "Das Derby kann man verlieren", zeigt der 48-Jährige Nachsicht.
Dass der neue Primus Schnaittach II, der trotz der Pleite in Obertrubach am vergangenen Samstag ganz oben steht, nicht gleichzeitig mit der Konkurrenz, sondern schon um 14 Uhr auf den Platz geht, veranlasste die SG zwar zu einem abgewiesenen Einspruch, gibt ihr aber eine einmalige Gelegenheit. "Wir werden nach Schnaittach fahren und den SV Weilersbach nach Kräften unterstützen", kündigt Lukat an, der pünktlich zum finalen Spieltag aus dem Türkei-Urlaub zurückkehrt. Gewinnt die Bezirksliga-Reserve nicht, ist der Weg für Obertrubach ab 17 Uhr gegen Gräfenberg frei. Das Hinspiel Anfang April entschied Kirchenbirkig mit 5:3 für sich.
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