Gräfenberg
Hallenfußball

Club-Amateure wissen zu begeistern

Die zweite Mannschaft des 1. FC Nürnberg macht in der Gräfenberger Sporthalle viel Betrieb und holt sich zum zwölften Mal den Raiffeisen-Cup.
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Der TSV Gräfenberg (gelbe Trikots) durfte als Ausrichter wieder gegen die Großen ran - wie hier gegen den Landesligisten TSV Nürnberg-Buch. Fotos: Uwe Kellner/anpfiff.info
Der TSV Gräfenberg (gelbe Trikots) durfte als Ausrichter wieder gegen die Großen ran - wie hier gegen den Landesligisten TSV Nürnberg-Buch. Fotos: Uwe Kellner/anpfiff.info
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Es gab Regen statt Schnee, weswegen die zahlreichen Zuschauer ohne größere Probleme den Weg nach Gräfenberg und in die dortige Sporthalle fanden, wo als Teil einer Turnierserie des örtlichen TSV auch wieder der Raiffeisen-Cup ausgespielt wurde. Die Anreise hatte sich gelohnt, denn der Publikumsliebling, die U21 des Club, lief in bester Besetzung auf und zeigte klassischen Hallenfußball par excellence.

19 traumhaft herausgespielte Treffer erzielte der Regionalligist allein in den drei Vorrundenspielen und kassierte dabei kein Gegentor. Da konnte die Konkurrenz nur staunen. "Wir haben uns nicht viel ausgemalt und sind ohne Angst in die Duelle mit den Großen gegangen. Aber das war schon ein wahnsinniges Tempo, das der Club an den Tag gelegt hat", zollte Sven Rauh, der Hallentrainer des Kreisligisten SV Langensendelbach, dem späteren Turniersieger Respekt. Genauso wie für den SC Feucht, eine gemischte Mannschaft von Jahn Forchheim und Ausrichter aus Gräfenberg, war für den SVL nach der Gruppenphase Schluss.

Im ersten Halbfinale duellierte sich stattdessen Titelverteidiger ASV Vach mit Landesligist TSV Kornburg. Der ASV hatte dank einer Zeitstrafe gegen den TSV am Ende die Nase mit 3:2 vorn. Deutlicher fertigte der Club den TSV Buch im zweiten Halbfinale ab. 7:1 hieß es nach zweimal acht Minuten, aber zumindest erzielte Tarik Sormaz den Ehrentreffer. Der Club war also verwundbar.

Dessen war sich Vach vor dem Finale bewusst, hatte aus dem 0:6 im Gruppenspiel seine Lehren gezogen - und kassierte dennoch das 0:1. Nach der Pause drehte der Underdog jedoch auf und führte plötzlich mit 2:1. Erst jetzt besann sich der Club seiner Stärke und glich prompt aus. 37 Sekunden waren noch auf der Uhr, als der beste Spieler des Turniers, Fabian Nürnberger, mit seinem siebten Treffer dem Club den Sieg schenkte.

"In einem Finale herrschen immer andere Gesetze. Vach hat das gut gespielt. Trotzdem haben wir verdient gewonnen. Nach dem letztjährigen Ausscheiden im Halbfinale war es uns wichtig, wieder gut aufzutreten", sagte Nürnbergs Trainer Fabian Adelmann. Zum zwölften Mal siegten die Club-Amateure in Gräfenberg - und hinterließen glückliche Fans.

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