Eltersdorf
Steilpass

Bernd Eigner hat mit Eltersdorf viel vor

Die "Quecken" und ihr Trainer orientieren sich am TSV Aubstadt, einem Klub, der sich Jahr für Jahr weiterentwickelt.
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Acht Jahre nach dem verletzungsbedingten Ende seiner Laufbahn als aktiver Spieler, die ihn bis in die Fußball-Bundesliga führte, ist Bernd Eigner im nunmehr dritten Jahr beim SC Eltersdorf tätig. Bei den "Quecken" fühlt sich der 46-Jährige sichtlich wohl und genießt das familiäre Umfeld. Den Traum von der Regionalliga hat der gebürtige Bamberger indes noch nicht abgeschrieben.

Wer hat Sie angespielt?

Bernd Eigner: Das war Christian Springer. Unsere Wege haben sich immer wieder gekreuzt, wir spielten beim SC 08 Bamberg, in Vestenbergsgreuth und beim FC St. Pauli zusammen. Heutzutage sehen wir uns in der Bayernliga regelmäßig, wir schätzen uns.

Sie haben als Spieler viele Stationen durchlaufen und drei Aufstiege in die 2. Liga gefeiert, hat Ihnen in ihrer Laufbahn etwas gefehlt?

Grundsätzlich bin mit meiner Karriere zufrieden, ich habe mit Disziplin und dem nötigen Erfolgswillen viel aus mir herausgeholt und bei tollen Vereinen Fußball gespielt. Natürlich hatte ich auch Pech mit Verletzungen, die mir die eine oder andere Chance verbaut haben. Trotzdem absolvierte ich viele Partien auf hohem Niveau und habe Höhen und Tiefen erlebt, die mich stark geprägt haben.

Warum hat es Sie bei ihren Vereinen nie allzu lange gehalten?

Es waren stets andere Gründe ausschlaggebend, schließlich gehören immer zwei Seiten dazu. Als Spieler hat man nur eine begrenzte Zeit, in der man auf hohem Niveau Leistung bringen kann - und diese Zeit wollte ich immer bestmöglich nutzen. Beim SC 08 musste ich aufgrund einer Insolvenz gehen, in Vestenbergsgreuth lief es dann sportlich nicht so wie gewünscht. In Frohnlach kam das Angebot von St. Pauli, das ich unbedingt annehmen wollte. Dort lief es für mich hervorragend, ich bekam diverse Anfragen. Ich entschied mich für Arminia Bielefeld, wurde jedoch von Verletzungen ausgebremst und nach Hannover ausgeliehen.

Nach meiner Rückkehr durchlebte ich eine schwierige Phase und ging nach Braunschweig, wo ich mich ebenfalls sehr wohl fühlte und sogar zum zweiten Kapitän ernannt wurde. In der Vorbereitung zur Rückrunde erlitt ich einen Innenbandriss im Knie, danach brauchte ich eine längere Zeit, um wieder Fuß zu fassen. Über Paderborn und den Bonner SC, wo sich der mir in Aussicht gestellte Einstieg ins Trainergeschäft als Blase erwies, wechselte ich zu Waldhof Mannheim und assistierte nebenbei in der Geschäftsführung.

Schließlich kehrte ich aber nach Franken zurück und bekam bei Erlangen-Bruck die Möglichkeit, als spielender Co-Trainer aktiv zu sein.

Über den FC Sand sind Sie dann nach Eltersdorf gekommen und halten den SC nunmehr im dritten Jahr konstant im oberen Tabellendrittel der Bayernliga. Wie zufrieden sind Sie mit der Bilanz?

Ich bin derzeit zufrieden, unser Anspruch muss eine Platzierung zwischen Rang 4 und 7 sein, da sind wir als aktuell Fünfter auf einem guten Weg. Wir haben einen relativ kleinen Kader, das muss man beim SCE immer bedenken. In meinem ersten Jahr habe ich den Verein und die Spieler gut kennengelernt, letzte Saison spielten wir eine überragende Hinrunde und waren lange Zeit ganz oben dabei. Für uns muss ein Klub wie der TSV Aubstadt, der sich Jahr für Jahr weiterentwickelt, als Vorbild gelten. Der Wunsch, den Sprung in die Regionalliga zu packen, ist mittelfristig schon vorhanden.

Als zweikampfstarker Abwehrspieler machten Sie sich früh einen Namen. Wie weit würde es der zum Innenverteidiger umgeschulte Bernd Eigner im heutigen Profifußball schaffen?

Ich war tatsächlich relativ zweikampfstark, war aber nicht der klassische Ausputzer, sondern durchaus imstande, den Ball sauber herauszuspielen. Der Fußball hat sich natürlich stark weiterentwickelt, es ist viel mehr Tempo im Spiel und auch im athletischen Bereich wurde ein Riesenschritt gemacht. Ich denke aber, dass - wenn ich konsequent auf mein Ziel hingearbeitet hätte - die zweite Liga auch in der Neuzeit für mich drin gewesen wäre.

An wen spielen Sie weiter?

Ich nominiere Gerd Klaus, er war von 2007 an für drei Spielzeiten mein Trainer beim FSV Erlangen-Bruck und dementsprechend sehr wichtig für mich.

Steilpass-Regeln: Das Spielfeld bilden die Landkreise Erlangen-Höchstadt und Forchheim. Verboten sind Kurzpässe, also Zuspiele innerhalb des eigenen Vereins, und Rückpässe zu bereits angespielten Aktiven.



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