Eggolsheim
Steilpass

Adrian Grinjuks: Heimatklub als Wohlfühloase

Mit der DJK Eggolsheim schaffte Adrian Grinjuks den Aufstieg in die Kreisliga, jetzt zieht es den 25-Jährigen zum Baiersdorfer SV.
Artikel drucken Artikel einbetten
Mit der DJK Eggolsheim schaffte Adrian Grinjuks den Aufstieg in die Kreisliga, jetzt zieht es den 25-Jährigen zum Baiersdorfer SV. Dort hofft er auf mehr Konstanz.
Mit der DJK Eggolsheim schaffte Adrian Grinjuks den Aufstieg in die Kreisliga, jetzt zieht es den 25-Jährigen zum Baiersdorfer SV. Dort hofft er auf mehr Konstanz.
+2 Bilder

Der Steilpass geht in eine kurze Sommerpause, zuvor berichtet Adrian Grinjuks von seinem wechselhaften Spieljahr. Bei Jahn Forchheim zog der 25-Jährige zur Winterpause die Notbremse und kehrte zu seinem Heimatklub DJK Eggolsheim zurück. Nach dem geglückten Aufstieg schließt sich der Außenspieler nun dem Baiersdorfer SV an und hofft mit Neu-Trainer René Ebert auf mehr Konstanz.

Wer hat Sie nominiert?

Adrian Grinjuks: Mich hat Patrick Schwesinger nominiert. Wir haben uns beim SC Eltersdorf kennengelernt und haben aus Nürnberg eine Fahrgemeinschaft gebildet. Dabei waren wir bei den Quecken sogar Konkurrenten um den Platz im rechten Mittelfeld, trotzdem sind wir gute Freunde geworden.

2016 haben Sie den Sprung in die Bayernliga gewagt. Warum kehrten Sie über Forchheim wieder in die Kreisklasse zu Ihrem Heimatverein zurück?

Nach zwei Jahren in Eltersdorf bin ich im vergangenen Sommer zum Jahn gewechselt, weil ich mir mehr Spielzeit erhoffte. Das hat aus diversen Gründen nicht geklappt und so traf ich im Winter die Entscheidung, den Klub zu verlassen. Ich wollte wieder mehr Spaß am Fußball haben, war allerdings mit meinem Studium und meiner zweiten Leidenschaft, dem Tennis, auch gut ausgelastet. Daher ging ich nach Eggolsheim zurück, wo ich mit meinen Freunden kicken und ein ruhiges Halbjahr verbringen konnte.

Mit Eggolsheim gelang nun der Aufstieg in die Kreisliga. Was bedeutet Ihnen dieser Erfolg mit dem Heimatverein?

Für mich ist es mittlerweile der dritte Aufstieg mit der DJK, das ist unglaublich. Schon als Kind spielte ich für den Klub, in dem ich jeden kenne. Zur Winterpause spielten wir oben mit, das Ziel war der Aufstieg und es fühlt sich großartig an, den Sprung in die Kreisliga zusammen mit meinen Freunden geschafft zu haben. Für mich war der Schritt zurück nach Eggolsheim absolut richtig, ich freue mich wahnsinnig für das tolle Team und den Verein, der mindestens in die Kreisliga gehört. Nun kann ich guten Gewissens wieder gehen und bin dankbar für die tolle Zeit.

Zur neuen Saison schließen Sie sich dem Baiersdorfer SV an. Ist das der letzte Versuch auf höherklassiger Ebene?

Als ich nach Eggolsheim kam, habe ich deutlich gemacht, dass ich es nochmal höherklassig probieren will. Jetzt hat sich mit dem Baiersdorfer SV eine optimale Gelegenheit ergeben, mit René Ebert übernimmt ein Freund aus Eltersdorfer Zeiten zur neuen Saison den Trainerposten. Für mich war eigentlich frühzeitig klar, dass ich zum BSV will, wenn René dort anfängt. Dass der Klub über die Relegation die Klasse gehalten hat, ist natürlich toll, gerade wenn man sich das Teilnehmerfeld der Landesliga Nordost anschaut. Uns stehen spannende Derbys gegen Erlangen-Bruck, Forchheim, Schwaig oder Stadeln bevor. Es wird für den Klub, aber auch für mich, ein echter Neustart.

In Baiersdorf laufen Sie binnen vier Jahren für den fünften Klub auf. Fürchten Sie, dass Ihnen das Image eines Wandervogels anhängt?

Das sehe ich ganz entspannt, solche Äußerungen kommen meist von Personen, die das nicht beurteilen können. Mein direktes Umfeld weiß, dass es mir nicht um Geld, sondern um das richtige Gefühl geht. Ich will und muss bei meinem Verein Spaß haben, das steht für mich über allem. Es hat mir nicht gefallen, Jahn Forchheim im Winter zu verlassen, der Abgang war jedoch die einzige Möglichkeit, um Spielpraxis zu bekommen. In Baiersdorf will ich gerne länger bleiben, es wird darauf ankommen, ob es menschlich klappt. Diesbezüglich bin ich aber optimistisch.

An wen spielen Sie weiter?

Ich nominiere Timo Noppenberger von Jahn Forchheim. Wir haben uns vom ersten Tag an super verstanden, es war eine tolle Zeit mit ihm. Ich freue mich natürlich besonders auf das Duell gegen den Ex-Klub, für Timo und seine Jungs wird es gegen uns aber nichts zu holen geben.

Steilpass-Regeln: Das Spielfeld bilden die Landkreise Erlangen-Höchstadt und Forchheim. Verboten sind Kurzpässe, also Zuspiele innerhalb des eigenen Vereins, und Rückpässe zu bereits angespielten Aktiven.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren