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Weisendorf
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Wolff-Rudel jagt die Weisendorfer

Ein spannenderes Finale hätte man sich für die Kreisliga 1 kaum ausdenken können. Vielleicht treffen der Erste und der Zweite bald wieder aufeinander.
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Christian Rösch (l.) fehlt dem SV Buckenhofen verletzt beim Showdown der Kreisliga 1 in Weisendorf. Manuel Wild (r.) ist mit 16 Treffern zweitbester Torschütze des ASV.  Foto: herzopress/Archiv
Christian Rösch (l.) fehlt dem SV Buckenhofen verletzt beim Showdown der Kreisliga 1 in Weisendorf. Manuel Wild (r.) ist mit 16 Treffern zweitbester Torschütze des ASV. Foto: herzopress/Archiv
Sollte der SV Buckenhofen das Spitzenspiel beim ASV Weisendorf gewinnen, gibt es ein Entscheidungsspiel um Rang 1.


Kreisliga 1 ER/PEG

ASV Weisendorf (1.) - SV Buckenhofen (2.)
Es war der 12. Juni 2016. Buckenhofen empfing zum letzten Spieltag den ASV, auch damals Tabellenführer. Mit einem 1:0 schickten die Buckis ihren Gegner nach Hause, Weisendorf musste in die Relegation und verpasste dort den Aufstieg. Auch heute geht es um den Sprung in die Bezirksliga, die Vorzeichen sind minimal anders. Die Erlangen-Höchstadter spielen diesmal daheim, ein Remis reicht den Gastgebern zur Meisterschaft, bei einem Erfolg des SV sehen sich die Konkurrenten am Donnerstag in Röttenbach zum Entscheidungsspiel wieder.
"Für mich spielt 2016 keine Rolle mehr", sagt ASV-Trainer Armin Appelt. "Ich werde es auch nicht zu Motivationszwecken verwenden." Wenn die Spieler eine Partie im Hinterkopf hätten, dann sei das die vom vergangenen Sonntag, als Weisendorf in Heßdorf in der 91. Minute das 3:3 kassierte und den vorzeitigen Aufstieg aus der Hand gab. Heute würde dieses Ergebnis zum Jubel führen. "Auf Unentschieden zu spielen, ist nicht möglich", stellt Appelt aber klar, der bis auf Manuel Lehner alle Mann an Bord hat. "Auch wenn es der Gegner liest: Wir werden unsere taktische Ausrichtung nicht ändern."

Dass es zum Aufstiegsspiel in Weisendorf kommt, hatten Appelt und SVB-Coach Helmut Wolff geahnt. "Als wir vor drei Wochen gegen Burk verloren haben, hat Helmut hinterher gesagt, dass die Entscheidung am letzten Spieltag bei uns fallen wird", erinnert sich der 49-Jährige. Vor besagter Begegnung hatte Buckenhofen noch acht Zähler Rückstand. Der psychologische Vorteil liege also bei den Gästen, doch Wolff wiegelt ab. "Weisendorf ist Tabellenführer, war von Anfang an der Topfavorit, hat mit Abstand die meisten Tore der Liga geschossen und ist die heimstärkste Mannschaft", zählt der Übungsleiter auf.

Für die Gäste geht es ab 16 Uhr um alles oder nichts. Gewinnen sie, dürfen sie weiter von der Rückkehr in die Bezirksliga träumen, holen sie keine drei Punkte, drohen sie, auf den undankbaren dritten Rang weitergereicht zu werden, denn Verfolger Adelsdorf tritt bei Schlusslicht Großdechsendorf an. "Die Vorgabe war Platz 3, den haben wir schon sicher", sagt Wolff, "dennoch ist unser Ziel ein Sieg." Er könne seinen Jungs allerdings keinen Vorwurf machen, wenn sie ausgerechnet im letzten Rundenspiel die erste Pleite des Jahres kassierten.

Wie die "Buckis" gewinnen können, weiß der 47-Jährige, der im vergangenen Jahr noch nicht auf der Trainerbank des SVB saß, nach dem 1:1 im Hinspiel: "Wir haben fast keine Chancen zugelassen, hätten allerdings kurz vor Schluss das 2:1 machen müssen." Er wisse, dass Buckenhofen nur deshalb noch eine Chance auf den Aufstieg habe, weil die anderen Teams zu inkonstant gewesen seien. "Wir fahren völlig unbeschwert nach Weisendorf", versichert Wolff, der auf die Langzeitverletzten Christian Rösch, Daniel Lauger und Philipp Hoffmann verzichten muss. rup

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