Forchheim
Fußball

Sogar den Club-Fans hat's gefallen

Schon der Besuch von normalen Heimspielen des FC Bayern ist für Markus Mamat etwas Besonderes. Wenn die Anreise mit einem Bus des FCB erfolgt und dann noch Manuel Neuer wartet, erst recht - auch für die mitgefahrenen FCN-Fans.
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Der Welttorhüter gab sich die Ehre: Bayern-Keeper Manuel Neuer (M., mit Jacke) beim Meet & Greet mit Markus Mamat (links daneben) und Begleitung.  Foto: Markus Konvalin/BR
Der Welttorhüter gab sich die Ehre: Bayern-Keeper Manuel Neuer (M., mit Jacke) beim Meet & Greet mit Markus Mamat (links daneben) und Begleitung. Foto: Markus Konvalin/BR
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Mit einem Bus des FC Bayern zu einem Heimspiel des deutschen Rekordmeisters fahren, auf besten Plätzen das Spiel gegen Hertha BSC (2:0) verfolgen - und dann auch noch Welttorhüter Manuel Neuer persönlich treffen: Für Markus Mamat aus Forchheim und zehn Begleitpersonen wurde dieser Traum am Samstag wahr, einem Gewinnspiel des Radiosenders Bayern 3 sei Dank. Im Interview spricht der 42-Jährige - einst selbst für den VfB Forchheim und die SpVgg Jahn Forchheim II am Ball - über einen ganz besonderen Ausflug, erklärt, was Pep Guardiola mit fast jedem Amateur-Trainer gemeinsam hat - und warum so viele Club-Fans ihn begleitet haben.

Herr Mamat, wie fühlt es sich eigentlich an, mit einem Bus des FC Bayern in die Allianz Arena einzufahren?
Markus Mamat: Es war schlicht und ergreifend großartig, eine tolle Aktion und super organisiert.
Insgesamt waren es mit mir drei Gewinner, wir wurden morgens um 9.30 Uhr zuerst abgeholt, die anderen Sieger stiegen in Fürth und Georgensgmünd zu. Unterwegs wurden wir im Bus mit Essen und Trinken versorgt, durften dann kostenlos in die FC-Bayern-Erlebniswelt und hatten überragend gute Sitzplätze in der Arena, direkt zwischen den Trainerbänken in Reihe 2, sozusagen als verlängerter Arm der Mittellinie. Man ist so unfassbar nah am Geschehen und versteht praktisch alles, was Spieler und Trainer sagen, wie sie manchmal mit Schiedsrichterentscheidungen hadern oder Mitspieler aufmuntern. Es ist ständig Emotion und Herzblut im Spiel, es wird gestikuliert und gezetert - genau so, wie man es auch bis in die A-Klasse kennt.

Sie durften zehn weitere Personen mit nach München nehmen. Auf wen fiel die Wahl?
Das waren ausnahmslos Familienmitglieder. Manche davon, etwa mein Bruder und sein Sohn, sind sogar Fans des 1. FC Nürnberg. Auch die mitgefahrenen Club-Fans haben sich riesig gefreut und fürs Mitnehmen bedankt. Wir sehen es bei uns nicht so eng mit der Rivalität, da gibt es keine sogenannten Bayern-Hasser. Uns verbindet die Freude und das Interesse am Fußball, und das ist doch das Wichtigste. Ich habe mich als Bayern-Fan auch beispielsweise enorm über den Club-Sieg am Wochenende gefreut.

Der eigentliche Höhepunkt sollte aber nach dem Spiel folgen, das Treffen mit einem Bayern-Profi...
Wir wussten ja im Vorfeld gar nicht, auf wen wir treffen würden. Nach dem Spiel warteten wir in der Coaching Zone, Ordner haben uns ganz genau beobachtet, dass wir auch ja nicht den Rasen betreten. Als kein Geringerer als Welttorhüter Manuel Neuer frisch geduscht auf uns zu kam, waren wir alle baff. Das war das i-Tüpfelchen eines genialen Tages. Die wenigen Minuten mit ihm gingen aber leider viel zu schnell vorbei, das war wie im Zeitraffer.

Bis vor wenigen Jahren waren Sie noch bei der Reserve der SpVgg Jahn Forchheim aktiv, haben sich dann aber aus dem lokalen Fußball verabschiedet. Auf den Trainerjob hatten Sie wohl keine Lust?
Es ist auch eine Frage der Zeit. Wir haben zwei kleine Kinder, zwei und sechs Jahre alt, ihnen gehört meine ganze Aufmerksamkeit, die beiden halten mich ja auch auf Trab. Gänzlich losgelassen vom Fußball habe ich aber nicht, einmal pro Woche kicke ich in der Freizeit mit Bekannten in einer Soccerhalle. Gegen den Ball zu treten macht einfach zu viel Spaß, um ganz aufzuhören.




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