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Forchheim
Fußball-Bayernliga Nord

Roas rettet zumindest den Punkt

Gegen den SV Erlenbach vergaß die SpVgg Jahn Forchheim wie so oft in dieser Saison, sich zu belohnen. Dank eines Treffers von Thomas Roas in der Nachspielzeit stand der Jahn zumindest nicht mit leeren Händen da.
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Thomas Roas (in blau) traf in der Schlussminute für Jahn Forchheim zum umjubelten Ausgleich. Allerdings hätte sich seine Mannschaft schon viel früher belohnen müssen.  Foto: Sebastian Baumann
Thomas Roas (in blau) traf in der Schlussminute für Jahn Forchheim zum umjubelten Ausgleich. Allerdings hätte sich seine Mannschaft schon viel früher belohnen müssen. Foto: Sebastian Baumann
Unnötig hat die SpVgg Jahn Forchheim einen möglichen Sieg im Kellerduell der Fußball-Bayernliga Nord gegen Erlenbach hergeschenkt. Eine Überraschung gelang unterdessen Aufsteiger Don Bosco Bamberg, der den bisherigen Tabellenführer VfB Eichstätt mit 6:4 bezwang.


SpVgg Jahn Forchheim - SV Erlenbach 1:1

Chancen hatten die Oberfranken genug, um die Partie zu entscheiden, musste aber auch froh sein, dass es noch zu einem Unentschieden reichte. "Unfassbar, weil wir ein richtig gutes Spiel gemacht haben", fand SpVgg-Trainer Michael Hutzler, der mit ansehen musste, wie seine Mannschaft den Gegner nach allen regeln der Kunst auseinanderlegte - aber eben das Tor nicht traf.


Entweder scheiterten die Jahn-Kicker am sehr gut aufgelegten Keeper Christos Patsiouras, wie Dominik Zametzer nach einer Minute aus kurzer Distanz oder wenig später Kapitän Max Bauernschmitt mit einem strammen Schuss aus knapp 20 Metern, oder die Forchheimer hatten ihr Visier nicht richtig eingestellt.


Platzverweis stört den Jahn nicht

In der 18. Minute hätte Tobias Dietrich nach schöner Vorarbeit von Thomas Roas den wichtigen Führungstreffer ebenso erzielen können wie der Vorlagengeber selbst, der kurz zuvor nur knapp verzogen hatte. Selbst eine vertretbare Ampelkarte gegen Hendrik Hassa, der sich innerhalb von 13 Minuten zwei verwarnungswürdige Fouls erlaubte, sorgte nicht für einen Bruch im Spiel der Heimelf, die die biederen Gäste weiter mühelos im Griff hatte.

Senad Bajric und Roas waren kurz vor der Pause dem 1:0 sehr nahe, doch einmal stand ein Abwehrspieler im Weg, das andere Mal zirkelte Roas knapp am linken Pfosten vorbei. Erlenbach dagegen hatte in der kompletten ersten Hälfte nur zwei Chancen: Nach einem Patzer von Sandro Gumbrecht setzte Philipp Traut die Murmel nur an die Latte und nach dem Platzverweis kam Lukas Retsch freistehend zum Schuss und setzte das Spielgerät deutlich drüber.


Auch ein Erlenbacher fliegt

In der zweiten Halbzeit ging es fast genauso weiter, jedoch spielte der Jahn nicht mehr ganz so zwingend. In der 62. Minute kam Erlenbach besser ins Spiel, vielleicht auch weil sich Torwart Patsiouras zu einer Tätlichkeit gegen Bauernschmitt hinreißen lies und mit der roten Karte vom Feld musste. Der personelle Gleichstand hätte der Hutzler-Elf eigentlich noch mehr Oberwasser verleihen müssen.

Nach einem schlampigen Befreiungsschlag von Jahn-Schlussmann Tugay Akbakla hatte der SV aber auf einmal eine gute Gelegenheit, der zu Wiederanpfiff eingewechselte Marcel Fleckenstein nutzte diese mit einen cleveren Lupfer (77.). Die Heimelf spielte unermüdlich weiter nach vorne und erzwang den Ausgleich. Zunächst setzte der ebenfalls neu ins Spiel gekommene Adem Selmani noch mit einem schönen Schlenzer, der neben das Gehäuse ging, doch Roas machte es in der letzten Minute besser und wuchtete den Ball nach einem Tänzchen an der Strafraumkante zum umjubelten Ausgleichstreffer ins linke Eck.


Gegentor selbst aufgelegt

Kein Wunder, dass Michael Hutzler nach der Partie mit der Einstellung seiner Mannschaft hoch zufrieden war, auch wenn kein Sieg gelang. "Wir waren 90 Minuten die bessere Mannschaft und hatten ein Chancenverhältnis von 10 zu 1. Die eine Chance, die Erlenbach hatte, haben wir dem Gegner selbst aufgelegt", analysierte der 46-Jährige.

"Ansonsten habe ich bis zur letzten Minute eine klasse Leistung meiner Jungs gesehen, die mit viel Herzblut gespielt haben. Wir haben uns richtig viele Chancen herausgespielt und nach hinten fast nichts zugelassen. Nach der bitteren Niederlage bei Tabellenführer Eichstätt ist die Mannschaft so zurückgekommen und mit Glauben ins Spiel gegangen. Der Glaube ist nach wie vor groß bei uns, deswegen bin ich mir sicher, dass wir den Klassenerhalt schaffen", erklärte Hutzler.

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