Forchheim
Fußball-Landesliga

Nicht jedes Drama hat ein Happy End

Sieben Tore fallen in Kleinrinderfeld, doch diesmal schießt der Gegner eines mehr als die SpVgg Jahn Forchheim.
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David Mai (M.) und die SpVgg Jahn Forchheim unterlagen beim TSV Kleinrinderfeld mit 3:4.  Foto: Frank Scheuring
David Mai (M.) und die SpVgg Jahn Forchheim unterlagen beim TSV Kleinrinderfeld mit 3:4. Foto: Frank Scheuring
Geboten war einiges, doch am Ende jubelte nur der Baiersdorfer SV: Während die SpVgg Jahn Forchheim in der Nordwest-Gruppe erneut die Defensive nicht dicht bekam, holten die Krenkicker in der Nordost-Staffel im vierten Spiel den vierten Sieg.


Landesliga Nordwest

TSV Kleinrinderfeld - SpVgg Jahn Forchheim 4:3
Die Gründe für die Niederlage werden wohl auf ewig im Verborgenen bleiben. "Ich finde da einfach keine Erklärung", sagte Michael Hutzler mit einigen Stunden Abstand, grübelte nochmal und blieb dabei: "Unerklärlich, wie wir so ein Spiel verlieren können."

Es waren individuelle Fehler beim Jahn, die über den Ausgang der Partie entscheiden sollten. Präsent war Forchheim von der ersten Minute an. Als Adem Selmani (12.) und Sandro Gumbrecht (18.) in schneller Folge zum 2:0 trafen, sah Hutzler sein Team auf dem richtigen Weg.
Chancen gab es zuhauf, schon Mitte der ersten Halbzeit hätte Forchheim mühelos 4:0 führen können. Dann ließ aber Selmani seinen Gegenspieler nach einem Einwurf fahrlässig entwischen, Jahn-Keeper Alex Schulz griff ein, aber zu spät: Elfmeter. Diesen verwandelte Christ zum 1:2-Anschluss (26.). Auch beim 2:2-Ausgleich rund 13 Minuten später sah die Defensive auf der Rechten nicht gut aus, ebenso wie Keeper Schulz in der Mitte. Haller köpfte ein (39.). Als nach einer Ecke ein wildes Gewühl entstand und die Kugel irgendwie zum 3:2 ins TSV-Tor kullerte, "da hatte ich gehofft, dass wir uns wieder festigen", so Hutzler.

Das gelang seiner Mannschaft auch, ebenso wie das zigfache Herausspielen allerbester Möglichkeiten. Nur haperte es weiter an der Chancenverwertung: "Pfosten, Latte, mehrfach auf der Linie abgewehrt - ein Wahnsinn, was wir liegen gelassen haben", so Hutzler.


Klassisch ausgekontert

Was allerdings weiterhin funktionierte, waren die individuellen Patzer. So auch beim 3:3, als Keeper Schulz seinem Vordermann Weiler das Spielgerät auf den Rücken schoss, es dann direkt zu Endres flog, der nur noch ins leere Tor einschieben musste (59.). Also musste der Jahn wieder anrennen. "Wir hätten den Punkt auch verwalten können, aber das entspricht nicht unserer Philosophie", so Hutzler. Daher wurde gestürmt. Ein Ballverlust flog den hoch stehenden Forchheimern aber um die Ohren. Endres startete in der Schnittstelle und behielt im Eins-gegen-Eins mit Schulz die Übersicht - 4:3 (87.). tsc

SpVgg Jahn Forchheim: Schulz - Schäferlein, Gumbrecht, Weiler, Leim - Müller (83. Eisgrub), D. Mai (71. Titzmann), Göbhardt, Zametzer, Selmani - Burkel (63. Bajric).
Tore: 0:1 Selmani (12.), 0:2 Gumbrecht (18.), 1:2 Christ (26./FE), 2:2 Christ (39.), 2:3 Eigentor (44.), 3:3 Endres (59.), 4:3 Endres (87.). Zuschauer: 180. Schiedsrichter: Marx (Großwelzheim)
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