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Eckental
Tennis

Mayer und Krawietz stehen im Viertelfinale

Mit dem Bayreuther und dem Coburger haben zwei Franken den Einzug in die Top 8 des ATP-Challenger-Turniers perfekt gemacht.
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Kevin Krawietz profitierte im Achtelfinale von Eckental von der Aufgabe seines Gegners.  Foto: Bertram Wagner
Kevin Krawietz profitierte im Achtelfinale von Eckental von der Aufgabe seines Gegners. Foto: Bertram Wagner
Das ATP-Challenger-Turnier in Eckental biegt mit dem topgesetzten Florian Mayer auf die Zielgerade ein: Im letzten Achtelfinalspiel besiegte das Zugpferd des "Bauer Watertechnology Cups" in drei Sätzen den Karlsruher Yannick Hanfmann, der ebenfalls mit einer Wildcard ins Hauptfeld kam.

Neben dem Favoriten-Sieg gab es eine zweite sehr erfreuliche Nachricht aus fränkischer Sicht: Als "Lucky Loser" kam Kevin Krawietz ins Hauptfeld, konnte dann unbeschwert aufspielen, besiegte erst den an Nr. 6 gesetzten Lukas Lacko. Und nun setzte sich die Erfolgsmeldung des Coburgers fort, auch wenn er bei einer 4:2-Führung von der verletzungsbedingten Aufgabe von Marius Copil (ROU) profitierte. Insgesamt dauerte dieses Achtelfinale nur 18 Minuten oder 35 Ballwechsel. Ungeachtet des überraschenden Endes präsentierte sich Krawietz in guter Form, servierte sechs Asse, breakte den Osteuropäer gleich im ersten Spiel.
Es hatte den Anschein, dass der Franke dieses Break bis zum Satzgewinn retten könne. So weit kam es nicht: Copil musste seiner Handverletzung Tribut zollen.

Auch im heutigen ersten Viertelfinale auf dem Center Court (11.30 Uhr) trifft der "Teilzeit-Profi" auf einen weiteren Osteuropäer. Daniil Medvedev ist an Nr. 2 gesetzt und damit eine hohe Hürde. Der vor zwei Tagen 20 Jahre alt gewordene Russe mit Wohnsitz in Südfrankreich hatte in seiner Achtelfinalpartie kein leichtes Spiel. Erster Satz, Tiebreak 1:4, der schlaksige Tennisprofi stand gegen den Qualifikanten Alexey Vatutin mit dem Rücken zur Wand, konnte sich befreien (4:4), wehrte noch zwei Satzbälle ab, ehe er die "Verlängerung" in diesem russischen Grundlinien-Duell mit 8:6 gewann. Im zweiten Durchgang war die Widerstandskraft des Qualifikanten schon früher gebrochen. Ein Medvedev-Break zum 3:2 war der Schlüssel zum Zweisatzsieg. Nun heißt es also Medvedev gegen Krawietz.

Wer im "Spiel des Tages" mit Florian Mayer gedacht hatte, dass nach dem 6:3-Satzgewinn ein schnelles Happy End für den Ex-Davis-Cup-Spieler, der unbedingt bis zum Jahresende unter die Top 50 kommen will, folgen werde, wurde eines Besseren belehrt. Der neun Jahre jüngere und über 250 Ränge auf der ATP-Rangliste schlechter platzierte Yannick Hanfmann überraschte in Durchgang zwei und hielt glänzend dagegen: 3:0, 4:1, 6:1 - eine Sensation lag nach einer knappen Stunde in der Luft. Doch Mayer kam in diesem "Achterbahnfahrt"-Spiel wieder in die Erfolgsspur zurück (3:0) und ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. 5:3 und 0:30, dann vier Mayer-Punkte, der Favoritensieg war nach 86 Minuten mit dem ersten Matchball perfekt.

"So oft habe ich nicht die Gelegenheit, in meiner Heimat zu spielen. Umso mehr freue ich mich hier zu sein. Als klaren Favoriten sehe ich mich nicht, auf dem schnellen Boden gibt es viele gute Spieler. Entscheidend ist, dass ich meine Leistung abrufe", so Mayer.

Die spannendsten Minuten am vierten Hauptfeldspieltag produzierten Jürgen Melzer und Tobias Kamke. 6:3, 6:6, Melzer führt im Tiebreak 6:1 - für den 18-fachen Titelsammler auf der Profi-Tour schien der Weg in die Top 8 schon perfekt zu sein. Doch siehe da: Der Hamburger wehrte sich nach Leibeskräften, parierte alle fünf Matchbälle (6:6). Die nächsten beiden Punkte verbuchte aber wieder Melzer und beendete den Krimi mit dem sechsten Matchball.

Wie am Donnerstag ist auch der dritte Eckental-Auftritt von Florian Mayer am Freitag für 17.30 Uhr eingeplant. Er trifft auf den Kroaten Franko Skugor.

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