Leutenbach
Absteiger-Check

Leutenbach hat zu viele Matchbälle vergeben

71 Tore haben nicht gereicht. Am letzten Spieltag hat die SpVgg Reuth den FC Leutenbach auf einen Abstiegsplatz und nach nur einem Jahr zurück in die A-Klasse verdrängt.
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Markus Geck, Vorsitzender des FC Leutenbach  Foto: privat
Markus Geck, Vorsitzender des FC Leutenbach Foto: privat
Nur an fünf Spieltagen der vergangenen Saison stand der FC Leutenbach auf einem Abstiegsplatz der Kreisklasse 2. Da auch der 30. und letzte darunter war, geht es für die Mannschaft von Trainer Walter Horsch nach nur einem Jahr zurück in die A-Klasse. Der Vorsitzende des Vereins, Markus Geck kennt die Gründe. Deshalb will Markus Geck auch gar nicht viel ändern. Nur einen spielenden Co-Trainer hat Horsch künftig an seiner Seite.

Welche Gründe haben Sie für den Abstieg ausgemacht?
Markus Geck: Es lag vor allem am Verletzungspech. Verteidiger Julius Galster hat sich im ersten Spiel den Knöchel gebrochen. Ob Andreas Dorsch oder Torwart Willi Egelseer - wir hatten durchgängig verletzte Leistungsträger und nie den kompletten Kader zur Verfügung. Auch der Abgang von Alexander Büttner in der Winterpause war schmerzhaft.
Er schoss bis dahin 12 Tore.

Trotzdem standen Sie nur an fünf Spieltagen auf einem Abstiegsplatz.
Aber leider eben auch am letzten. Wir haben viele Matchbälle vergeben. In der vorletzten Begegnung in Mittelehrenbach haben wir eine Führung verschenkt. Am letzten Spieltag hatten wir beim Stand von 4:4 gegen Hallerndorf mehrere Chancen auf den Sieg.

Die SpVgg Reuth gewann gleichzeitig 4:0 gegen den SV Moggast. Sind Sie sauer auf den Meister?
Unser Verhältnis zu Moggast ist nach wie vor gut. Deren Vorsitzender Thomas Merz hat mich nach dem Spiel angerufen und unseren Abstieg bedauert. Beim SV haben beide Spielertrainer gefehlt. Und wir sollten die Schuld nicht bei anderen suchen. Reuth hat es sich letztlich verdient.

71 Tore haben Leutenbach nicht gereicht. Moggast brachte es auf 72.
Da bewahrheitet sich der Spruch "Der Angriff gewinnt Spiele, die Abwehr Meisterschaften." Wir haben mit 86 nämlich auch die drittmeisten Gegentore kassiert.

Sind Sie freiwillig wieder in die A-Klasse 4?
Ja, wir haben dort in der vorletzten Spielzeit gute Erfahrungen gemacht. Nicht nur wegen des Aufstiegs. Die Sportplätze sind in Top-Zustand. Die Leute super nett. In der A3 hätten wir zwar mehr Derbys, dafür aber oft gegen zweite Mannschaften.

Bleibt die Mannschaft zusammen?
Wir haben nur einen Abgang: Sebastian Bail geht zurück nach Kirchehrenbach. Er hat aber nur zwei Partien für uns bestritten. Dafür kommen Christian Pirmer aus Kunreuth, Stephan Zehner von Weingarts II und ein Spieler aus der eigenen Jugend.

Wessen Idee war die Installation des Co-Trainers Hannes Messingschlager?
Trainer Walter Horsch - der in seiner Karriere übrigens zum ersten Mal abgestiegen ist - wollte ein wenig Entlastung. Bei unserer hohen Trainingsbeteiligung tun sie sich zu zweit leichter. Zudem soll Hannes Messingschlager, der vom SV Langensendelbach kommt, die junge Mannschaft führen und ihr Stabilität geben.

Was ist in der kommenden Saison möglich?
Wir werden nicht viel verändern. In der Mannschaft und im Verein passt alles. Wir packen es wieder an und wollen oben mitspielen. Der Aufstieg ist aber kein Muss
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