Forchheim
Stadttriathlon

Läuft bei dir, Forchheim

Nach 500 Metern Schwimmen und 19 Kilometern Radfahren noch fünf Kilometer Laufen? Lena Drummer beruhigt: Bei der finalen Disziplin gibt es Verpflegung.
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Beim Laufen gibt es anders als beim Radeln eine Verpflegungsstation. Lena Drummer greift darauf bei Kurzstrecken-Triathlons in der Regel nicht zurück.  Fotos: Barbara Herbst
Beim Laufen gibt es anders als beim Radeln eine Verpflegungsstation. Lena Drummer greift darauf bei Kurzstrecken-Triathlons in der Regel nicht zurück. Fotos: Barbara Herbst
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Dass es beim Forchheimer Stadttriathlon erst während der letzten der drei Disziplinen eine Verpflegungsstation gibt, liegt nicht nur daran, dass die Teilnehmer nach zwei Dritteln des Wettbewerbs frische Energie brauchen. Im Schwimmbecken trinkt man sowieso genug Chlorwasser, findet der ungeübte Triathlet. Und auf den Radrunden durch die Innenstadt ist es wohl ein bisschen zu gefährlich, im dichten Starterfeld nach dem Becher am Straßenrand zu greifen. "Auf der Kurzstrecke ist Verpflegung nicht unbedingt nötig", erklärt Lena Drummer, die Erfahrung aus etlichen Rennen jeglicher Länge mitbringt, dem Sportredakteur.


Wasserstelle für durstige Läufer

Dennoch: Auf den 2,5 (Schüler und Fitness) sowie fünf Kilometern (Jedermann) zu Fuß gibt es eine Stelle, die die Läufer in der Sebald-Kopp-Straße mit Wasser verköstigt. Um diesen Rettungsanker zu erreichen, begeben wir uns aus der Wechselzone am südöstlichen Ende des Königsbads - anders als mit dem Rad - durch einen provisorischen kleinen Ausgang direkt auf die Willy-Brandt-Allee. Diesmal geht es Richtung Süden bis zur Einmündung Hans-Böckler-Straße, wo mir Drummer einen Pfad zeigt, der den Glauben in meine Forchheimer Ortskundigkeit erschüttert.

"Hier war ich auch noch nie", räumt die 29-Jährige schmunzelnd ein. Etwas unterhalb der Brandt-Allee laufen wir auf einem bewucherten Schotterweg in die Gegenrichtung. Vor der Trubach biegen wir links ab und erreichen über besagte Sebald-Kopp-Straße wieder die Zivilisation. "Das ist viel angenehmer als stur geradeaus zu laufen", sind wir uns einig.

Erneut in der Hans-Böckler laufen wir Richtung Osten bis zum "Schuh-Profi". Da der Stadttriathlon an einem Sonntag stattfindet (18. Juni), haben wir den Parkplatz des Geschäfts, wo sich der Wendepunkt befindet, für uns. Hier erhalten die Triathleten ihre Haargummis, die ihnen im Ziel als Beweis für die gelaufenen Runden dienen. "Haargummis sind bunt, dadurch gut sichtbar und leicht ums Handgelenk zu stülpen", erklärt Drummer. Die Farbe bleibt natürlich bis zum Start geheim, damit vor allem die weiblichen Teilnehmer nicht ihre Kosmetiksammlung durchstöbern und mit mitgebrachten Utensilien tricksen.


Durch das "geschlossene" Tor

Zurück auf die Böckler gehen wir südwärts, vorm TÜV wieder in die Sebald-Kopp und durch die Wassergasse (bzw. ein Gehweg an deren Rand) auf die Äußere Nürnberger Straße. Über die Käsröthe gelangen wir zurück zum Königsbad, wo wir an der Westseite erneut ein eigentlich geschlossenes Tor zum Eintritt nutzen. Die Jedermann-Teilnehmer dürfen an den Zuschauern vorbei über den kleinen Weg am Südende des Bads auf die zweite Runde.

"Wer nach dem Radeln vergessen hat, sein Startnummernschild vom Rücken auf den Bauch zu drehen, kassiert womöglich eine Verwarnung", erzählt Drummer grinsend, Ihr sei dieser Fauxpas schon mal passiert. Ihre Zwischenzeit erfahren die Sportler dank eines Chips am Fußgelenk, den eine Matte beim Darüberlaufen registriert. Rüdiger Hecht sorgt für die notwendige Technik und Auswertung.

Was neben der Siegerehrung auf die Finisher wartet, erfahren Sie kommende Woche.
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