Forchheim

Jahn Forchheim hat es erwischt

Chancen verballert, dumme Fehler begangen: Jahn Forchheim, bisheriger Überflieger der Liga, ist von der SpVgg Ansbach beim 0:4 mehrmals auf dem falschen Fuß erwischt worden.
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Für Jahn Forchheim um Tobias Eisgrub (Nummer 3) und Florian Clausnitzer (r.) setzte es gegen Ansbach eine 0:4-Schlappe.  Foto: herzopress
Für Jahn Forchheim um Tobias Eisgrub (Nummer 3) und Florian Clausnitzer (r.) setzte es gegen Ansbach eine 0:4-Schlappe. Foto: herzopress
Erfolgsserie adieu: Die SpVgg Jahn Forchheim hat nach vier Siegen zum Auftakt nun die erste Niederlage in der Bayernliga Nord kassiert. Gegen die SpVgg Ansbach setzte es eine 0:4-Heimniederlage.

SpVgg Jahn Forchheim - SpVgg Ansbach 0:4

Eine optimale Spielvorbereitung sieht anders aus, aber was will man machen, wenn die Autobahn dicht ist? Die SpVgg Ansbach steckte im Stau fest, der Anpfiff wurde um einige Minuten verschoben. Mehr als eine kurze Aufwärmphase blieb den Gästen nicht. Gab es also Startschwierigkeiten? Nein!

Ansbach spielte frech mit, betrieb einen hohen Aufwand und störte die Forchheimer immer wieder erfolgreich im Spielaufbau. Ein Offensivfeuerwerk war es eingangs nicht, vieles spielte sich zwischen den Strafräumen ab.
Mit der ersten richtigen Chance traf Ansbach dann aber direkt ins Schwarze: Nach einem Doppelpass zwischen Kroiß und Herzner tauchte Haltmayer vor Beck im Jahn-Tor auf und traf zum 1:0 (23.). Geschockt wirkten die Forchheimer nicht, dafür wurden die Angriffe nun etwas wütender. Und prompt entstand Gefahr: Roas (32.), Becker (35.), Selmani (38.) oder Göbhardt mit zwei Kopfbällen (40./45.) - die Chancen waren da, nur ins Tor wollte der Ball vorerst nicht.

Vorn vergeben, hinten kassiert

Sollte es also wieder einmal Dominik Zametzer richten? Der Edeljoker kam nach 52 Minuten für Eisgrub ins Spiel. Nur wenige Sekunden später hatte Zametzer tatsächlich den Ausgleich auf dem Schlappen, lief alleine auf Keeper Körner zu - und vergab. So sehr der Jahn nun auf den Ausgleich drückte, in der Abwehr wirkten die Forchheimer alles andere als sattelfest. Haltmayer brach alleine durch, da rettete Beck noch (59.), holte aber kurz darauf die Murmel zum zweiten Mal aus den Maschen: Einen Konter schloss Kroiß humorlos zum 2:0 ab (61.). Und hätte Störzenhofecker nicht versucht, Frank Mill zu imitieren, dann stünde es nach 73 Minuten schon 3:0. Die Moral der Forchheimer schien mittlerweile einen gehörigen Knacks bekommen zu haben, Trainer Hutzler löste quasi die Innenverteidigung auf, setzte alles auf eine Karte. Das merkte Ansbach, und das nutzte die SpVgg auch erbarmungslos aus: Kroiß legte sechs Minuten vor dem Ende seinen zweiten Treffer zum 3:0 nach, natürlich wieder nach einem Konter.

Irgendwie schien es ein Tag, an dem aus Forchheimer Sicht alles schief lief. Ein weiterer Beleg dafür sind die Schlussminuten: Anstatt ins Tor, knallte Roas einen Freistoß an die Latte. Das hätte zwar nur den 1:3-Anschluss bedeutet, aber zumindest verhindert, das Ansbach mit 4:0 den Platz verlässt: Genau dies war aber der Fall, nachdem der eingewechselte Romano das Spielgerät in der Nachspielzeit nochmals hinter Beck im Tor platzierte. "Vieles, was wir heute versucht haben, war einfach brotlose Kunst", sagte Abteilungsleiter Besnik Avdiji.

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