Kunreuth
Fußball-Kreisliga

Hofmann verlässt die DJK Weingarts

Manche Trainerwechsel kündigen sich an, dieser eher nicht: Norbert Hofmann wird zur Rückrunde beim ASV Vach eine neue Stelle als Trainer antreten. Überraschend ist der Weggang aus Weingarts wegen mehrerer Faktoren.
Artikel drucken Artikel einbetten
Norbert Hofmann trainiert ab Januar den ASV Vach in der Landesliga Nordost.  Foto: Leo Hühnlein
Norbert Hofmann trainiert ab Januar den ASV Vach in der Landesliga Nordost. Foto: Leo Hühnlein
Norbert Hofmann und die DJK Weingarts gehen im neuen Jahr getrennte Wege: Der Trainer des Tabellen-Zweiten aus der Kreisliga 2 ER/PEG entschloss sich dazu, beim ASV Vach zur Rückrunde eine neue Herausforderung anzunehmen. Hofmann soll den Tabellen-13. aus der Landesliga Nordost vor dem Abstieg in die Bezirksliga bewahren. Seit Ende Oktober und der Entlassung von Reinhold Fischer war der ASV auf der Suche nach einem Nachfolger. Den Kontakt zu Hofmann hatte nun ausgerechnet Interims-Trainer Norbert Nein hergestellt, der sich mit dem Amtsantritt Hofmanns im Januar dann wieder auf das Training mit den Torhütern konzentriert.

Der Abschied des 63-Jährigen aus Weingarts kommt allerdings überraschend, nicht nur wegen des Zeitpunkts, mitten in der Saison. Die DJK hat als Zweiter ja auch beste Chancen auf den Bezirksliga-Aufstieg.
"Das ist natürlich eine überraschende Entwicklung, ich kann Norbert Hofmann aber auch verstehen, dass er das Angebot eines Landesligisten wahrgenommen hat", sagte DJK-Vorsitzender Matthias Götz. Die Entscheidung, die Zelte in Weingarts nach 3,5 Jahren abzubrechen, sei Hofmann nicht leichtgefallen, besonders nicht im laufenden Betrieb. "Bauchschmerzen habe ich deswegen schon. Ich hatte bis jetzt in Weingarts eine tolle Zeit und eine klasse Mannschaft. Und normal ist das auch nicht meine Art. Aber wer weiß, ob ich in meinem Alter noch mal so eine Chance bekomme, bei einem Verein mit so einer Perspektive zu arbeiten. Es könnte ja meine letzte Trainerstation sein", sagte Hofmann gegenüber unserem Partnerportal "anpfiff.info".

Ab- statt Aufstiegskampf

Mit dem ASV Vach trainiert er bald zwar einen Klub, der zwei Klassen höher spielt als die DJK Weingarts - allerdings wartet auf Hofmann dort Abstiegs- und nicht Aufstiegskampf. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich beide Mannschaften kommende Saison in der Bezirksliga über den Weg laufen, ist gar nicht mal so klein: Vier Punkte Vorsprung sind es für den ASV auf die direkten Abstiegsplätze, nur das bessere Torverhältnisse lässt Vach aktuell oberhalb der Relegationsplätze treiben. Hofmann weiß, was ihn erwartet: "Erst einmal müssen wir die Klasse halten. Dann kann man in der neuen Saison sicherlich von einer besseren Platzierung in der Tabelle sprechen. Auf alle Fälle hat mich natürlich die Marke Vach gereizt. Das ist ein Verein, bei dem man was bewegen kann, weil alle dahinter stehen."

Wie es nun in Weingarts auf der Trainer-Position weitergeht, ist aktuell noch unklar: Ein möglicher Kandidat wäre logischerweise Co-Trainer Hannes Decher, von Hofmann selbst vor dieser Saison installiert. Und er bekommt auch die Unterstützung seines Noch-Vorgesetzten. "Ihm traue ich das zu. Er hat die nötige Kompetenz, hat Sport studiert und das auch drauf. Vielleicht geht der Verein ja in diese Richtung", sagte Hofmann. So weit möchte Götz indes aber noch nicht vorgreifen. "Wir werden die Situation in aller Ruhe analysieren, es muss eine vernünftige Lösung im Sinne der DJK sein", sagte Götz, der sich an namentlichen Spekulationen nicht beteiligen wollte.

Für Hofmann neigt sich nun seine mehrjährige Amtszeit bei der DJK dem Ende entgegen, drei Spiele stehen in diesem Jahr noch an, natürlich mit Hofmann an der Seitenlinie. "Ich werde bis zum Schluss alles geben und versuche mit der Mannschaft, noch neun Punkte zu holen. Ich denke, dann kann ein neuer Trainer nach der Vorbereitung darauf aufbauen, der richtige Grundstock ist dann gelegt."

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren