Wolfsberg
inFranken-Kick

Hiltpoltstein spielt gegen das Wolfsrudel ohne Biss

Der SV musste sich im inFranken-Kick aus der Kreisklasse 3 der SG Wolfsberg/Geschwand geschlagen geben und verliert den Anschluss an die Aufstiegsplätze.
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Der Hiltpoltsteiner Fabian Sticht (li.) holt den Geschwander Florian Rückert von den Beinen. Der resultierende Freistoß führte zum zwischenzeitlichen 1:1 von Jürgen Igl. Foto: Uwe Kellner
Der Hiltpoltsteiner Fabian Sticht (li.) holt den Geschwander Florian Rückert von den Beinen. Der resultierende Freistoß führte zum zwischenzeitlichen 1:1 von Jürgen Igl. Foto: Uwe Kellner
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In der Kreisklasse 3 bleibt es beim Duell um den Aufstieg zwischen Pottenstein und Kühlenfels. Während der TSC kampflos punktete, da Gastgeber Henfenfeld nicht antrat, präsentierte sich der ungeschlagene SC beim 4:0 gegen die Pegnitzer Reserve in überzeugender Verfassung. Abstiegssorgen bleiben beim FC Thuisbrunn nach dem 0:1 in Hüttenbach, aber auch bei Weißenohe, das mit dem gleichen Resultat in Kirchenbirkig unterlag. Im Derby in Eschenau war Stöckach chancenlos. Das Verfolgerduell entschied die Spielgemeinschaft knapp für sich.


SG Wolfsberg/Geschwand - SV Hiltpoltstein 4:2

Wer am Samstagnachmittag nicht rechtzeitig am Sportplatz in Wolfsberg eintraf, verpasste den ersten Treffer eines kurzweiligen Derbys zweier Nachbarvereine, die sich nichts schenkten. Hiltpolsteins Trainer Christian Häring wollte nach seiner Verletzung eigentlich von der Bank kommen, musste aber sofort ran, da sich Daniel Hofmann beim Aufwärmen verletzte. Immerhin war Häring eine Art Ausgangspunkt für die frühe Führung seiner Mannschaft, weil er ein Zuspiel mehr oder weniger absichtlich durchrutschen ließ und hinter ihm Stephan Escherisch die Unordnung der Gastgeber ausnutzte. Er spitzelte den Ball weiter zu Kevin Sticht, welcher vor dem Torwart ruhig blieb und zur Führung einschob (3.).

Wenig später fehlte ihm diese Gelassenheit, denn Torwart Stephan Dresel ließ einen Freistoß von Daniel Friedrich prallen und Sticht stand allein vor dem Kasten. Dieses Mal schoss er vorbei. Im Gegenzug wachte das "Gschwonda Wolfsrudel" auf und zeigte erstmals, dass ihm die Lufthoheit gehört. Nach einer Ecke traf Sebastian Egloffstein den Pfosten. Die Zuordnung in der HSV-Abwehr fehlte wenig später auch beim Ausgleich: Nico Winter trat eine Freistoßflanke an das vordere Fünfer-Eck, womit Jürgen Igl rechnete und den Ball mit dem Fuß ins lange Eck verlängerte (23.).

Die Spieler merkten, dass der Schiedsrichter gerne weiterspielen ließ und testeten die Grenzen des Erlaubten aus. Es entwickelte sich ein Kampfspiel, in dem kurz darauf jedoch eine Grenze überschritten wurde. Maximilian Vetter war gegen Egloffstein einen Schritt zu langsam und lief seinem Gegner hinten in die Beine. Da das offensichtliche Foul im Sechzehner stattfand, gab es einen Elfmeter, den Florian Rückert gegen Torwart Matthias Weisdinger zum 2:1 verwandelte (27.). Dieser stand in der Kiste, weil Stammkeeper Markus Pfister krank passen musste.

"Wir hatten einen ganz guten Biss, obwohl wir unsere Fehler gemacht haben, wie beispielsweise vor dem ersten Gegentor. Danach haben wir eine Reaktion gezeigt und sind zurückgekommen, weil wir die Zweikämpfe angenommen haben. Dadurch haben wir uns, denke ich, den nötigen Respekt verschafft", konstatierte SG-Trainer Holger Feinermann zur Halbzeitpause, während Häring der Chance der 2:0-Führung nachtrauerte.

Jedoch erwischte Hiltpoltstein auch im zweiten Durchgang den besseren Start. Aus gut 35 Metern drosch Friedrich einen Freistoß, seine Paradedisziplin, zum 2:2 ins Tordreieck (48.). Aber auch dieses Mal ließ sich die SG nicht beeindrucken und entblößte die Abwehrschwächen des Gegners. Dresel schlug einen weiten Abschlag aus der Hand auf Igl. Weil sich die Verteidiger verschätzten, kam dieser zum Abschluss und markierte das 3:2 (54.). Genauso schlecht sah die HSV-Verteidigung bei einer Freistoßflanke auf Florian Kirsch aus, der per Kopf auf Igl ablegte, welcher dieses Mal jedoch nur den Pfosten traf.

Es ging umkämpft weiter und die Zuschauer wurden gut unterhalten. Die Vorentscheidung für die Gastgeber war auch gleichzeitig das erste herausgespielte Tor des Tages. Johannes Eckert legte zurück auf Nico Winter und dieser traf die Murmel goldrichtig, sodass sie zum 4:2 im Winkel einschlug (76.).
"Bei uns fehlten Attribute wie Einsatz- und Kampfbereitschaft. Darüber werden Derbys in der Kreisklasse eben entschieden", bedauerte Häring. Feinermann hat nun erst recht den dritten Tabellenplatz im Visier: "Zu meinem Verständnis von Fußball gehört, dass man nicht aufgibt. Das haben die Jungs heute sehr gut gemacht. Die Leidenschaft und der Wille waren da."
SG: Dresel - Dümler, Hofmann, Rückert, Distler, Amon, Eckert, Egloffstein, Igl, Kirsch (Zellmann, Yildirici)
SV: Weidinger - Kolb, Leibold, Rabe, Arnold, Vetter, Fabian Sticht, Kevin Sticht, Friedrich, Häring, Escherich (Brütting, Ruder)
Schiedsrichter: Horst Szeiler (DJK Eibach) / Zuschauer: 160

SpVgg Hüttenbach -
FC Thuisbrunn 1:0
In dem umkämpften Abstiegsderby kamen die Hausherren zu einem etwas glücklichen Erfolg. Beide Mannschaften kämpften um jeden Ball, spielerische Akzente kamen erwartungsgemäß zu kurz. Den entscheidenden Treffer erzielte Spielertrainer Manuel Scharrer nach einer knappen halben Stunde durch einen platzierten Freistoß. Thuisbrunn hatte in der turbulenten Schlussphase genügend Möglichkeiten, um die Partie zu kippen. jk
SV Kirchenbirkig -
SpVgg Weißenohe 1:0
Bereits in der dritten Minute fiel durch Felix Grembler aus dem Gewühl heraus der spielentscheidende Treffer. Vor der Pause waren die Regenthaler klar besser, sodass die knappe Führung zu diesem Zeitpunkt verdient war. Als der Unparteiische Thomas Rudroff von der Heimelf mit Gelb-Rot vom Platz stellte (40.), witterten die Gäste ihre Chance. Sie hatten jetzt auch leichte Vorteile, erarbeiteten sich aber nur wenig Torgelegenheiten. jk

SC Kühlenfels -
ASV Pegnitz II 4:0

Gegenüber dem Hinspiel waren die Pegnitzer deutlich geschwächt, sodass Kühlenfels letztlich keine Mühe hatte, um sich sicher zu behaupten. Während der 90 Minuten hatte der ASV kaum eine echte Torchance. Für die recht konsequent auftretende Heimelf erzielten Dahl (24.) auf Zuspiel von Speckner und Speckner (34.) auf Zuspiel von Christopher Schraml die Treffer zur beruhigenden 2:0-Pausenführung. Nach dem Wechsel trafen Schraml auf Vorarbeit von Speckner (64.) und Thomas Wölfel (83.). jk

FC Eschenau -
FC Stöckach 4:0

Nach der klaren Niederlage sind die Abstiegssorgen der Stöckacher wieder gewachsen. Eschenau präsentierte sich in ansprechender Form, ließ nie Zweifel am Heimsieg aufkommen. Auch vor der Pause waren die Gastgeber das spielerisch klar bessere Team, taten sich gegen die tief stehenden Gäste aber schwer. Lediglich Blöchl (22.) traf vor der Pause. Nach dem 2:0 durch Liebel (49.) musste Stöckach offensiver spielen. Dies eröffnete Kontermöglichkeiten für die Heimelf, die von Korbacher (79.) und Engelbrecht (90.) zum Endstand genutzt wurden. jk

FC Troschenreuth -
ASV Michelfeld 3:2

Vor der Pause hatte Michelfeld deutlich mehr vom Spiel. Wiederholt musste der aufmerksame FC-Keeper Dettenhöfer bei gefährlichen Aktionen gegen Daniel Meier, Florian Beyer und Dominik Schleinitz klären. Bei einem der wenigen Gegenangriffe wurde Julian Oberst vom Gästeschlussmann zu Fall gebracht. Den fälligen Elfer verwandelte Neumam (39.) zum 1:0. Nach der Pause übernahm der ASV durch Tore von Beyer (68.) und Schleinitz (78.) die Führung. In der turbulenten Schlussphase setzte der FC alles auf eine Karte und wurde belohnt: In der 90. Minute traf Bickel zum Ausgleich und in der Nachspielzeit erzielte Oberst sogar den Siegtreffer. jk



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