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Heroldsbach
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Heroldsbach zieht die Mauer hoch

Früh getroffen, dann clever verteidigt: In einem intensiven Topspiel setzt sich die SpVgg mit 1:0 gegen den TSV Ebermannstadt durch.
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Alexander Kapp vom TSV Ebermannstadt (r.) wurde im Topspiel gegen Heroldsbach permanent in Zweikämpfe verwickelt, wie hier von Stefan Schleicher. Am Ende setzte sich die SpVgg knapp mit 1:0 durch.  Foto: Kellner
Alexander Kapp vom TSV Ebermannstadt (r.) wurde im Topspiel gegen Heroldsbach permanent in Zweikämpfe verwickelt, wie hier von Stefan Schleicher. Am Ende setzte sich die SpVgg knapp mit 1:0 durch. Foto: Kellner
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Mit einem knappen 1:0 hat sich die SpVgg Heroldsbach die Tabellenführung vom TSV Ebermannstadt geholt. Gut drauf sind Langensendelbach und Schlaifhausen. Bei der DJK Kersbach läuft aktuell wenig zusammen, erneut gab es keinen Sieg zu bejubeln.

SpVgg Heroldsbach - TSV Ebermannstadt 1:0
Zehn Minuten vor Spielbeginn war die Zuschauerzahl beim Gipfeltreffen der beiden ungeschlagenen Spitzenmannschaften noch überschaubar. Bei eisigem Wind wurde die Kulisse erst zum Anpfiff der Bedeutung des Spiels gerecht und kratzte an der 300er Marke. Viel später hätten die interessierten Besucher auch gar nicht kommen dürfen, denn das einzige Tor des Tages fiel bereits in der siebten Minute. Heroldsbachs Trainer Stefan Hiltl musste seinen urlaubenden Stürmer Alexander Vogt ersetzen und bot im Angriff das Duo Phillip Götz und Andreas Brandmeier auf.
Nach einem Ballgewinn der Hausherren waren es genau diese beiden, die zur Führung erfolgreich waren. Phillip Götz marschierte über rechts mit Tempo Richtung Grundlinie und schoss eine scharfe, flache Hereingabe vor das Ebermannstädter Tor. Schlussmann Felix Bischoff wollte diesen Querball unterbinden, bekam aber nur die Fingerspitzen an die Murmel, so dass Andreas Brandmeier zum 1:0 abstauben konnte (7.).

Der Partie sollte das Tor gut tun, für Ebermannstadt war der Rückstand jedoch ein Handicap, denn Heroldsbach konnte sich einen Tick mehr aufs Verteidigen konzentrieren. "Nach dem Rückstand machen wir trotzdem aus meiner Sicht ein gutes Spiel und waren die aktivere Mannschaft. Wir hatten gute Chancen, aber letztlich fehlte uns das Quäntchen Glück", äußerte sich Roland Beck, Ebermannstadts Trainers. Beispielsweise wurde Patrick Hutzler im letzten Moment von Tormann Tobias Gügel vom Ball getrennt, oder Aktivposten Alexander Kapp verfehlte das Gehäuse mit einem seiner Schüsse. Eben dieser Kapp war gleichzeitig der meist gefoulte Spieler auf dem Feld. "Das eine Foul gegen den Alexander heiße ich nicht für gut, da müssen wir nicht die Grätsche auspacken. Zum Glück hat er wieder spielen können, sonst hätte unser Sieg heute einen faden Beigeschmack gehabt", meinte Hiltl zu einem üblen Foul vor der Halbzeitpause. Mit dem Pausenpfiff hatte Ebermannstadt seine beste Chance. Eine Flanke von Hutzler fasste Marcel Heinemann am zweiten Pfosten ab, doch Keeper Gügel war zur Stelle und rettete vor der Torlinie.

Im zweiten Durchgang ging es intensiv weiter. "Wir waren giftig in den Zweikämpfen", lobte Hiltl, wodurch seine Mannschaft dem spielerisch starken Gegner den Schneid abkaufte. Fünf gelbe Karten gegen Heroldsbach und keine gegen Ebermannstadt verdeutlichen dies. Wieder war es der Ebser Kapp, der von Klaus Kainer bedient vor dem Heroldsbacher Tor auftauchte, aber um Haaresbreite vorbeischob. Hannes Feeß und Stefan Schleicher bauten fortan um sich herum einen Abwehrriegel auf, den die Gäste nicht mehr durchbrachen. "In der zweiten Halbzeit hätten wir unsere Konter besser ausspielen können, aber wir haben viel durchwechseln müssen, weil die Spieler entweder angeschlagen oder richtig platt waren", sagt Hiltl, dessen Jungs bis an ihre Grenzen gingen, um den Dreier in Heroldsbach zu behalten. "Am Ende lag die Niederlage heute an einem individuellen Fehler nach wenigen Minuten. Danach rennen wir einem Rückstand hinterher", ärgerte sich Beck und ergänzte: "Wenn man in einem Spitzenspiel mit 1:0 gewinnt, dann kann das gar nicht unverdient gewesen sein. Trotzdem wäre ein Unentschieden meiner Meinung nach gerecht gewesen." In Heroldsbach war die Freude nach dem Abpfiff durch den gut aufgelegten Schiedsrichter Wilfried Teichmann riesig.

SpVgg Heroldsbach: Gügel - Marquardt, Feeß, Schleicher, Steube - Baumer, Safra, Mideck, Brandmeier - Schramm, Götz (Sommermann, Müller, Dotzler).
TSV Ebermannstadt: Bischoff - Max Wunder, Marvin Wunder, Brütting, Gräbner - Heinemann, Götz, Hutzler, Kapp - Jungwirth, Striegel (Ziegler, Krappmann, Kainer).

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