Forchheim
Leichtathletik

Hecht hat den Magen geschlagen

Trotz Übelkeit sprintet Moritz Hecht von der LG Forchheim bei der "Bayerischen" über 200 Meter auf das Podest. Noch steht ihm der Höhepunkt aber bevor.
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Moritz Hecht  Foto: Sportfoto Kiefner
Moritz Hecht Foto: Sportfoto Kiefner
Am Wochenende gingen die Leichtathleten der LG Forchheim bei den Bayerischen Meisterschaften an den Start. Diesen stellten schon im Voraus einen der Höhepunkte im Terminkalender dar, denn nun klingt die Saison langsam aus, es war eine eher unruhig verlaufene. Die Wettkampf-Termine waren 2016 für die anstehenden Olympischen Spiele ausgelegt. Viele wichtige Wettkämpfe wurden bereits sehr früh ausgetragen, damit die Leistungssportler ihre geforderten Qualifikationen erreichen konnten. Allerdings spielte das Wetter zu diesem frühen Zeitpunkt nicht mit, sodass viele Zeiten vom Winde verweht waren.

Die Forchheimer Leichtathleten mussten zudem viele Verletzungsausfälle hinnehmen, so dass die Frauen beispielsweise bis dato noch keine 4x100m- Staffel laufen konnten. Die Auftritte in Erding spiegelten diese durchwachsene Saison wieder.

Am ersten Tag gingen Janina Buck (U20) und Svenja Heid-ecke (U18) über die 100m an den Start.
Beide konnten wegen Verletzungen erst spät in die Saison einsteigen und keine ausreichende Wettkampfhärte aufbauen, die es aber braucht, um gegen die starke Konkurrenz zu gewinnen. Dennoch wurde Heidecke mit einer Saisonbestleistung von 13,24 Sekunden belohnt. Buck lief mit Gegenwind und Stolperer 13,11 Sekunden und landete damit wie ihre Teamkollegin im Mittelfeld. Später an diesem Tag sprang Veronika Prell bei den Frauen im Dreisprung mit einer guten Weite von 10,24 Meter auf den siebten Platz. Clemens Gundermann (U18) blieb im stark besetzten 3000-m-Lauf sensationelle zwölf Sekunden unter seiner Bestzeit, wurde erst auf den letzten Metern abgefangen und noch knapp auf Platz vier verwiesen.


Schwierige Bedingungen

Am Sonntagfrüh zeigte sich das Wetter nicht von seiner besten Seite. Bei 15 Grad nach einigen Regenschauern lief Lina Ende bei den Frauen ausgerechnet auf der unbeliebten Innenbahn die 400-m-Hürden. Die äußeren Umstände und die wenig nachvollziehbare Bahnverteilung ließ diesmal keine Bestzeit zu, so musste sie sich mit dem unliebsamen vierten Platz begnügen.

Am Nachmittag besserte sich das Wetter langsam, es wurde wärmer. Hannah Stöhr (U18) nutze die Bedingungen, lief in einer Bestzeit von 16,30 Sekunden die 100-m-Hürden und zeigte sich sehr zufrieden. Moritz Hecht (U20) ging es im Verlauf des Tages aufgrund plötzlicher Übelkeit immer schlechter. Nachdem er seinen 200-m-Vorlauf zwar souverän gewonnen hatte, war es zunächst unklar, ob er wegen seines Gesundheitszustands das Finale überhaupt antreten kann. Nachdem er eine Stunde geschlafen hatte, fasste er den Entschluss, doch noch an den Start zu gehen und kämpfe sich mit viel Herzblut auf einen tollen zweiten Platz in 22,77 Sekunden.

Janina Buck und Dominik Eckner (U20) hatten im Verlauf des Nachmittags mit immer wieder wechselnden Winden zu kämpfen, die den Weitsprung-Wettbewerb schwierig gestalteten. Beide hatten viele ungültige Versuche und mussten ihren Anlauf ständig an den Wind anpassen. Trotzdem schaffte Eckner die Endkampfteilnahme und sprang mit Gegenwind auf Platz 6 mit 6,43 Metern. Buck fand nur schwer in den Wettkampf und landete nach unregelmäßigen Sprüngen auf Platz 9.

Der Speerwurf-Wettbewerb lief am späten Nachmittag ebenfalls durchwachsen ab. Cosima Gundermann (U18), die sich zuletzt wieder mehr den Langstrecken zugewendet hatte und hier Erfolge erzielte, zeigte sich mit einer Platzierung im hinteren Mittelfeld beim Speerwurf unzufrieden. Dominik Eckner wurde mit 46,51 Metern Siebter im Speerwurffinale und blieb hier nur wenige Meter hinter seiner Saisonbestleistung.

Insgesamt zeigten sich die Trainer an diesem Wochenende jedoch zufrieden, zumal der Saisonhöhepunkt für Moritz Hecht noch ansteht. Er wird als einziger Forchheimer an der deutschen Meisterschaft in Mönchengladbach am Ende des Monats im 100-m-Sprint teilnehmen. Dafür drücken ihm seine Teamkollegen auch kräftig die Daumen.
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