Forchheim
Handball

HC Forchheim kommt schwer ins neue Jahr

Spiel verloren und den ersten Rang in der Bezirksoberliga eingebüßt: Forchheim zieht gegen Nabburg selbstverschuldet den Kürzeren.
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Der HC Forchheim (weiße Trikots) verlor gegen Nabburg unglücklich mit 28:29.  Foto: herzopress
Der HC Forchheim (weiße Trikots) verlor gegen Nabburg unglücklich mit 28:29. Foto: herzopress
Die Vorzeichen für den HC Forchheim waren nicht so schlecht beim ersten Spiel des Jahres. Zwar fehlten fehlten mit Tobias Hallmann und Dominic Hecht zwei wichtige Rückraumspieler. Trotzdem war der Kader voll besetzt, im Gegensatz zur HSG, die mit nur neun Spielern zurechtkommen musste. Dennoch setzte der HC das Spiel mit 28:29 in den Sand.

HC Forchheim - HSG Nabburg/S. 28:29

Mit der Tabellenführung im Rücken hätte die Mannschaft eigentlich mit einem breiten Kreuz und einem gesunden Selbstbewusstsein auftreten können. In der Realität sah das aber anders aus. Die Gastgeber legten einen veritablen Fehlstart hin, nach zehn Minuten leuchtete auf der Anzeigetafel ein 1:6-Rückstand auf. Bereits hier fanden sich alle Zutaten für die spätere Niederlage: Überhastete Angriffe, die den gut aufgelegten Gästetorwart nicht wirklich vor unlösbare Aufgaben stellten, gepaart mit Pech (zweimal Pfosten) und Unvermögen (Strafwurf vergeben).

Die Oberpfälzer hingegen kamen mit ihrem schlichten und geradlinigen Spiel, das konsequent auf die groß gewachsenen Rückraumschützen ausgerichtet war, zu einfachen Treffern. Folgerichtig gab es die Auszeit durch das Forchheimer Trainerduo. Dies schien zunächst die erhoffte Wirkung zu haben, die Abwehr stand besser, auch im Angriff war etwas mehr Struktur erkennbar. Bis zur 20. Minute gelang der Ausgleich zum 7:7. Wer hoffte, der HC würde nun die Kontrolle übernehmen, sah sich jedoch getäuscht. Eine doppelte Unterzahl nutzten die Gäste, um sich mit 8:11 wieder etwas abzusetzen. Diese Führung hielt bis zum Pausenpfiff, ehe Sekolec noch das 13:15 gelang.

Die zweite Hälfte ging im gleichen Stil weiter, das zerfahrene HC-Spiel wurde nicht besser. Nabburg erspielte sich bis zur 40. Minute einen Vier-Tore-Vorsprung (15:19). Zumindest kämpferisch konnte man den Flippers nichts nachsagen. In der 55. Minute gelang Engel der erneute Ausgleich (25:25). In den letzten fünf Minuten nahmen Hektik und Dramatik nochmals deutlich zu. Die Gastgeber konnten eine doppelte Überzahl nicht nutzen und mussten sogar zwei Tore hinnehmen, Ochs scheiterte beim 27:28 am Pfosten, Nabburg rettet den 28:29-Sieg ins Ziel.

Während die Gäste ihren Auswärtserfolg feierten, gab es auf Forchheimer Seite nur frustrierte Gesichter, bei Trainern und Spielern gleichermaßen. Zu wenig Positives ließ sich aus dieser Partie mitnehmen. In dem unsauberen Spiel - Forchheim bekam fünf Zweiminutenstrafen, Nabburg deren neun - konnten Überzahlsituationen durch die Gastgeber nicht entscheidend genutzt werden, die Strafwurfquote (2/5) ist ein weiteres Indiz für den Mangel an Konzentration. Dass auch das notwendige Quentchen Glück fehlte, ist dann schon fast normal.
Fazit: Eine ärgerliche, weil unnötige Niederlage, umso mehr, weil damit auch die Tabellenführung abgegeben wurde. Und das, obwohl auch die Konkurrenz nicht glatt ins neue Jahr gestartet war. men

HC Forchheim: Müller, Albrecht - Wiebe; Sekolec (8), Mückusch (2/1), Regelmann (1), Kiesel (3), Epp, Engel (1), Schindler (6/1), Bauer (3), Klingert, Ochs (4), Fürch.
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