Forchheim
Handball

HC Forchheim gewinnt Vier-Punkte-Spiel

Es konnte nur besser werden: Nach der kuriosen Vorstellung in Regensburg und ohne drei Stammkräfte lief es für die Bezirksoberliga-Handballer des HC Forchheim gegen Aufsteiger Neutraubling in der ersten Halbzeit perfekt.
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Forchheims Tobias Hallmann (schwarzes Trikot) versucht, sich aus der Umklammerung eines Neutraublingers zu lösen. Foto: herzopress
Forchheims Tobias Hallmann (schwarzes Trikot) versucht, sich aus der Umklammerung eines Neutraublingers zu lösen. Foto: herzopress
Mit dem Wissen, gewinnen zu müssen, um nicht noch weiter abzurutschen, landete Forchheim einen verdienten Heimerfolg. Als es die HC-Akteure in der Schlussphase nach fortwährender Führung von sechs bzw. sieben Toren etwas lässiger angehen ließen, wurde die Partie allerdings noch einmal richtig spannend und nervenaufreibend. HC-Trainer Dirk Samel atmete hernach tief durch: "Wir haben in den ersten 30 Minuten hervorragend gespielt, die Jungs waren bis unter die Haarwurzel motiviert. Moritz Marx hat sensationell gehalten, die Defensive einfach super gestanden."

HC Forchheim - TSV Neutraubling 25:23

Beide Mannschaften traten ersatzgeschwächt an. Die Neutraublinger konnten nicht ganz an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen. Nach ihrer 1:0-Führung hatten sie dann bis zur 18. Minute Sendepause.
Zum einen deshalb, weil HC-Keeper Moritz Marx überragend hielt und die HC-Abwehr eine wahre Herkulesarbeit verrichtete. Zum anderen, weil Forchheim in der Vorwärtsbewegung sehr variabel agierte und von allen Positionen konsequent seine Möglichkeiten nutzten.
Die Gastgeber waren stets einen Tick schneller als der Gegner, holten sich z.B. alle Abpraller und schalteten sofort auf Steilangriff um. Vor allem aus dem Rückraum über die starken Tobias Hallmann und Markus Wolf bauten sie enormen Druck auf und setzten den abgezockten Tobias Radina in gute Position, der mit zwölf Toren (davon vier Siebenmeter) wesentlichen Anteil am Erfolg hatte.

Moritz Marx vernagelt sein Tor

Nach dem 5:1-Rückstand nahm TSV-Trainer Petrul eine Auszeit (9.). Er versuchte, seine viel zu zaghaft agierende Truppe aufzurütteln. Mit wenig Erfolg. Der HC blieb weiterhin souverän. Schulz, Radina, Sitzmann und M. Wolf mit einer Granate aus dem Rückraum bauten den Vorsprung auf 8:1 aus. Der großartig parierende Moritz Marx verhinderte auf der anderen Seite immer wieder mögliche Treffer des Gegners. Wie gut die HC-Defensive stand, belegt die Tatsache, dass den Gästen erst per Siebenmeter in der 19. Minute der zweite Treffer gelang.
Das HC-Spiel lief bis zur Pause wie an der Schnur gezogen, beim Stand von 12:5 hielt der eingewechselte Marcel Elsner einen Siebenmeter. Mit einer beruhigenden 13:6-Führung wechselte man die Seiten.
Auch im zweiten Abschnitt blieb der HC spielbestimmend. Bis zum 24:17 (48.) lief alles reibungslos und deutete auf einen hohen Sieg hin. Mit dieser klaren Führung im Rücken ließ man es nun etwas locker angehen, hatte aber nicht mit dem Aufbäumen der Neutraublinger gerechnet. Beim 25:20 (53.) hatte der HC sein Pulver total verschossen und blieb gegen die nun sehr offensiv operierenden Gäste bis zum Ende ohne Torerfolg, während Neutraubling - angetrieben vom überragenden Halblinken Marcel Elgeti (10/1) - Tor und Tor aufholte. Zum Glück für den HC unterliefen auch dem Aufsteiger Flüchtigkeitsfehler.
So rettete der HC dank einer ausgezeichneten ersten Halbzeit den verdienten Sieg ins Ziel. Die Partie fand in angenehmer Atmosphäre statt, wobei auch die Schiedsrichter ihren Teil dazu beitrugen. TSV-Trainer Petrul bemerkte hinterher launig: "Mein ,Kindergarten' hat euch in der Schlussphase fast noch aufgemischt, obwohl einige die Hosen voll hatten."

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