Reuth

Großzügige Gastgeber

Zwei Drittel aller Heimpunkte hat die SpVgg Reuth an ihre Gegner verschenkt, dennoch hat die Mannschaft von Florian Kießling die Klasse gehalten. Eine Erklärung hat der 26-Jährige nicht.
Artikel drucken Artikel einbetten
+3 Bilder
Ein Spielfeld, zwei Tore und ein Ball. Die Voraussetzungen für ein Fußballspiel in der Kreisklasse 2 ER/PEG sind überall gleich. Trotzdem tat sich die SpVgg Reuth in der vergangenen Spielzeit ausgerechnet vor heimischer Kulisse äußerst schwer. Während die Mannschaft um Innenverteidiger Florian Kießling in der Ferne eifrig punktete, wurden die Zähler bei Heimspielen regelrecht verschenkt. Das soll sich zur kommenden Saison ändern.

Wer hat Sie angespielt?
Florian Kießling: Mein neuer Schwager Marco Josef, dessen Schwester ich vorletzte Woche geheiratet habe. Er kickt zur Zeit beim FC Schlaifhausen und ist seit etwa neun Jahren mit mir befreundet. Ich habe schon tausend Mal versucht, ihn nach Reuth zu holen. Leider ohne Erfolg. Marco ist ein überragender Fußballer, der sich vor allem durch seine Spielintelligenz auszeichnet.
Er würde wirklich perfekt nach Reuth passen.

Besonders in der Rückrunde hätte Ihre Mannschaft wohl noch Verstärkung gebrauchen können. Nach einer starken Hinserie sprang nur der zehnte Platz heraus.
Wir haben eine klasse Hinrunde abgeliefert, sind nach der Winterpause aber eingebrochen. Plötzlich lief der Ball nicht mehr, die entscheidenden Pässe kamen nicht an und die Defensive leistete sich den ein oder anderen Fehler. Wir verfügen über ein spielerisch starkes Team, das vor allem über den Ballbesitz in die Partie kommt. Wenn die Durchschlagskraft fehlt, nützt aber auch die größte Überlegenheit nichts. Warum es zu diesem Einbruch kam, kann ich mir nur schwer erklären. Klar ist, dass wir wieder unsere Bewegungsabläufe verinnerlichen müssen.

Zur kommenden Saison dreht sich in Reuth auch das Personalkarussell. Auf welchen Positionen sehen Sie noch Handlungsbedarf?
Nachdem die vakante Trainerstelle mit Josef Messingschlager besetzt worden ist, müssen wir auch noch einige Spieler ersetzen, denn Marco Ludwig ist zum 1. FC Burk, die Oldies Reinhard Niebler und Markus Schütz sowie Stürmer Philipp Burkel und Keeper Tobias Dötzer hören auf beziehungsweise pausieren. Zwei Spieler sind aus beruflichen Gründen noch fraglich.

Je nachdem, wie wir diese Abgänge kompensieren, könnte es eine sehr schwere Saison werden. Ich hoffe, dass sich bis zum Vorbereitungsbeginn diese Woche schon etwas getan haben wird. Ein schneller Flügelspieler würde unser Spiel noch variabler machen. Es wäre schon gut, kommende Saison mal nicht gegen den Abstieg kämpfen zu müssen.

Dafür muss aber auch an der Heimschwäche gearbeitet werden.
Das stimmt. Wir haben die Saison als drittbestes Auswärts-, aber auch als zweitschwächstes Heimteam beendet. Das ist schon außergewöhnlich und kurios. Aber es kann sich keiner erklären, womit das zusammenhing. Am Platz und an den Fans lag es jedenfalls nicht.

An wen passen Sie weiter?
Mein Steilpass geht an meinen früheren Teamkollegen aus der Forchheimer Jugend, Matthias Schuhmann. Leider haben wir kaum noch etwas miteinander zu tun. Umso mehr freue ich mich, wenn wir uns treffen. Er ist ein sehr angenehmer Zeitgenosse. Inzwischen ist er zudem auch eine feste Größe im Sturm des TSV Kirchehrenbach.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren