Forchheim
Fußball

Firat Güngör erzielt ein Auswärtstor für Forchheim

Durch ein 1:1 bei den Würzburger Kickers II hat sich die SpVgg Jahn alle Chancen für das Rückspiel am Samstag offen gelassen. Güngör traf per Freistoß.
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Forchheims Sandro Gumbrecht (li.) versucht vor 260 Zuschauern, Würzburgs Offensivspieler Marios Dimitrakopoulos vom Ball zu trennen. Die Gäste erkämpften sich im Hinspiel bei den Kickers II ein 1:1.  Foto: Frank Scheuring
Forchheims Sandro Gumbrecht (li.) versucht vor 260 Zuschauern, Würzburgs Offensivspieler Marios Dimitrakopoulos vom Ball zu trennen. Die Gäste erkämpften sich im Hinspiel bei den Kickers II ein 1:1. Foto: Frank Scheuring
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Mit einem 1:1 bei der Reserve des frischgebackenen Zweitliga-Aufsteigers Würzburger Kickers hat sich die SpVgg Jahn eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel der ersten Runde der Bayernliga-Relegation erarbeitet. Ausgerechnet Firat Güngör, der die Forchheimer nach nur einem Jahr wieder verlassen wird und in 29 Einsätzen für den Jahn nur ein Mal traf, sorgte per Freistoß für den im Europapokalmodus wichtigen Auswärtstreffer. Und ausgerechnet Hayri Özdemir, der sich gemeinsam mit Güngör einen neuen Verein sucht, unterlief ein Eigentor zum Ausgleich.


FC Würzburger Kickers II - SpVgg Jahn Forchheim 1:1

Bei den Gastgebern fehlte überraschend der Ex-Mainzer Christian Demirtas auf dem Spielberichtsbogen. Der andere Ex-Profi in Reihen der Kickers, Christopher Bieber, saß nur auf der Bank.
Ob das den Gästen Mut machte? Jedenfalls lieferte Forchheim, das ohne neun verletzt ausfallende Stammspieler auf die Würzburger Sieboldshöhe gekommen war, starke erste 45 Minuten ab.

"Würzburg hatte in der ersten Halbzeit keine Torchance", erklärte Jahn-Trainer Michael Hutzler. Doch auch seine Mannschaft kombinierte sich nicht gerade vor das FC-Tor. Eine Standardsituation brachte der Sportvereinigung das Auswärtstor, das in der im Europapokalmodus ausgespielten Relegation entscheidend sein könnte.

Linksfuß Firat Güngör legte sich das Leder etwa 25 Meter vor dem Gehäuse zurecht und zirkelte es zum 0:1 über die Mauer (22.). "Unhaltbar war der Freistoß nicht. Ich denke, der Torwart hat den Ball zu spät gesehen", sagte der 24-Jährige. Damit hatten die Gäste einen frühen Schock bestens weggesteckt, denn Jahn-Keeper Tugay Akbakla hatte sich bei einem Klärversuch am Knöchel verletzt (17.). "Er musste ins Krankenhaus und fällt für das Rückspiel definitiv aus", sagte sein Coach.

Erst nach dem Seitenwechsel und der Einwechslung von Bieber erhöhte Würzburg das Tempo, für das 1:1 sorgte aber der Jahn. Sowohl Abwehrchef Hayri Özdemir als auch der für Akbakla eingewechselte Marcus Kredel wollten einen langen Ball klären, sodass dieser von Özdemirs Hinterkopf im verwaisten Forchheimer Kasten landete. Mehr ließ die SpVgg aber nicht zu.

Hutzler war die Erleichterung nach dem Schlusspfiff deutlich anzumerken: "Eigentlich sind wir viel zu dünn besetzt, haben aber das wichtige Auswärtstor gemacht. Würzburg muss also im Rückspiel kommen." Sollte der Jahn seinen "Vorsprung" am Samstag um 18 Uhr verteidigen, käme es in der zweiten Runde zum Aufeinandertreffen mit Güngörs vorherigem Verein VfL Frohnlach, der zunächst ein Freilos hat. rup/dg
SpVgg: Akbakla (17. Kredel) - Leikam, Gumbrecht, Özdemir, Bauernschmitt, Boateng (91. Eisgrub), Dietrich, Güngör (80. Bajrami), Strohmer, Selmani, Bajric
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