Forchheim

Ein Kraftakt ist vonnöten

Ohne den urlaubenden Trainer Michael Hutzler müht sich die SpVgg Jahn Forchheim zu einem 2:1-Sieg gegen den FC Eintracht Bamberg.
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Die beiden Torschützen im Duell: Sven Wieczorek (vorn) traf in der zweiten Halbzeit zum 1:1-Ausgleich, Andre Jerundow hatte zuvor die 1:0-Führung der Gäste erzielt.  Fotos: Sebastian Baumann
Die beiden Torschützen im Duell: Sven Wieczorek (vorn) traf in der zweiten Halbzeit zum 1:1-Ausgleich, Andre Jerundow hatte zuvor die 1:0-Führung der Gäste erzielt. Fotos: Sebastian Baumann
Mehr Mühe als erwartet hatte die SpVgg Jahn Forchheim im Nachbarderby der Fußball-Landesliga Nordwest gegen den FC Eintracht Bamberg 2010. Im Duell der beiden Bayernliga-Absteiger gewannen die Forchheimer knapp mit 2:1.

SpVgg Jahn Forchheim - FC Eintracht Bamberg 2:1
Die tief stehenden Gäste lauerten die ganze Spielzeit auf Konter und belohnten sich mit dieser Spielweise auch in der ersten Hälfte. Bis dahin war der Jahn optisch die bessere Mannschaft, schaffte es aber nicht, das Abwehrbollwerk des FC Eintracht zu knacken. Lediglich zwei Schüsse von Sandro Gumbrecht und Andi Mönius, dessen Versuch von Keeper Matthias Kühhorn stark pariert wurde, wurden richtig gefährlich.
Besser machte es Andre Jerundow, der vor der Halbzeit humorlos abzog und zur umjubelten Führung der Gäste traf (40.).


Jahn macht Dampf

Der Jahn, der ohne den urlaubenden Trainer Michael Hutzler angetreten war, kam viel besser aus der Kabine und war mit dem ersten Versuch erfolgreich. Nach einer schönen Kombination war es der Ex-Bamberger Sven Wieczorek, der zum 1:1-Ausgleich ins lange Eck traf (46.). Der Flügelflitzer blühte danach richtig auf und hatte noch zwei gute Schusschancen, die aber allesamt nichts einbrachten. Doch in der 52. Minute klingelte es dann erneut im Kasten der Gäste: Andi Mönius war von Maximilian Göbhardt prima freigespielt worden und brachte die Vorlage zum 2:1 im Tor unter. Nach einer Flanke von Sebastian Schäferlein stand Senad Bajric in der Luft, köpfte den Ball aber am langen Pfosten vorbei. Das war es vorerst mit der offensiven Herrlichkeit. Erst in der Schlussphase des Spiels wurde es wieder unterhaltsamer. Dominic Zametzer scheiterte an Keeper Kühhorn, der Nachschuss von Göbhardt verfehlte das Tor nur um Zentimeter. Das wäre wohl die Entscheidung gewesen. Urplötzlich hatten die Gäste in der Schlussphase auch noch Offensivaktionen, die aber nichts brachten, so dass es beim hart umkämpften Heimsieg blieb.

"Es war das erwartet schwere Spiel. Bamberg hatte schon angekündigt, dass es mit einer Fünferkette spielt. Am Ende waren es fünf oder sieben in einer Reihe. Die Eintracht hat immer auf Konter gespielt und das teilweise nicht schlecht gemacht. Aber wir haben sie natürlich auch eingeladen durch viele Fehler im Spielaufbau. Der Sieg geht natürlich in Ordnung, weil wir mehr Chancen hatten", sagte Co-Trainer Dennis Weiler.

FCE-Trainer Georg Lunz ärgerte sich ein wenig, es war ja mehr drin gewesen: "Ein paar schlafmützige Minuten hatten wir, in denen uns die Bissigkeit und Giftigkeit gefehlt hat, um in den Zweikampf zu kommen. Das hat dann zu den Toren geführt. Am Anfang war der Jahn sehr gut. Wir haben fast alles richtig gemacht, bis auf fünf Minuten. Das ist ärgerlich."
SpVgg Jahn Forchheim: Schulz - Eisgrub, Bauernschmitt, Roas (83. Titzmann), Bajric (65. Zametzer), Gumbrecht, Schäferlein, Wieczorek (74. Selmani), Weiler, Mönius, Göbhardt
FC Eintracht Bamberg: Kühhorn - Trautmann, Enk, Ott (87. Becker), Jerundow (66. Oppelt), Bube, Großmann, Linz, Bugar, Tscherner, Hegewald (83. Schwinn)
SR: Hamper (Kulmbach) / Zuschauer: 489 / Tore: 0:1 Jerundow (40.), 1:1 Wieczorek (46.), 2:1 Mönius (52.

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