Eggolsheim
Absteiger-Check

Eggolsheim: Der Lift will nicht stillstehen

Mit dem Abstieg aus der Kreisliga 1 ER/PEG wechselt die DJK zum sechsten Mal in sieben Jahren die Spielklasse. Fluch und Segen für Abteilungsleiter Gößwein.
Artikel drucken Artikel einbetten
+1 Bild
Schon zwischen 2003 und 2007 erlebte die DJK Eggolsheim mit je zwei Auf- und Abstiegen ein Wechselbad der Gefühle. Nach drei Jahren Ruhe geriet das Pendel wieder in Schwingung, schlug zunächst Richtung A-Klasse aus, ehe unter Coach Michael Rödl der Durchmarsch in die Kreisliga gelang. Für eine Saison stand der Aufzug still, dann setzte er sich erneut in Bewegung. Zwar strebt der Verein nach mehr Konstanz, doch nach dem Abstieg vor wenigen Wochen will die DJK in der Kreisklasse verständlicherweise nicht nur um die Goldene Ananas spielen.

Abteilungsleiter Matthias Gößwein spricht im Absteiger-Check über die Gründe für den Misserfolg der vergangenen Monate in der Kreisliga 1 ER/PEG, die Veränderungen im Sommer sowie die Ziele in der kommenden Saison und macht damit den Auftakt in unserer Serie, die an dieser Stelle in den nächsten Wochen statt des Steilpass-Interviews erscheint.

Das 1:2 gegen Uehlfeld am vorletzten Spieltag hat den Abstieg besiegelt. Wie haben es Spieler, Trainer und Sie als Abteilungsleiter aufgefasst?
Matthias Gößwein: Natürlich waren alle enttäuscht, aber die Leistung hat nicht gereicht, deshalb war es verdient. Wären wir 90 Minuten überlegen gewesen und hätten trotzdem verloren, wäre es sicher noch bitterer gewesen. Wir haben den Klassenerhalt aber nicht in dieser Partie verspielt, sondern in der gesamten Saison.

Woran hat es gelegen?
Ich könnte sagen, dass wir einen Haufen Verletzte hatten, aber den hatten andere Mannschaften auch. Entscheidend war, dass wir gegen die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf Punkte liegen gelassen haben. Ich denke da an das 3:3 nach 3:1-Führung gegen Großdechsendorf oder das 1:1 gegen Oesdorf, als wir ein blödes Freistoßtor zum Ausgleich kassiert haben. Gegen die Spitzenteams haben wir dagegen oft gut gespielt und unglücklich verloren.

Der Abstieg war der dritte in den vergangenen sieben Spielzeiten, dazu kommen genauso viele Aufstiege. Wünschen Sie sich mehr Konstanz?
Wir wollten den Fahrstuhl endlich verlassen und uns in der Kreisliga etablieren. In den letzten Jahren standen wir quasi vom ersten bis zum letzten Spieltag unter Strom. Unser bisheriger Trainer Tobias Dachwald hatte in seinen zweieinhalb Jahren keine ruhige Minute. Schön wäre es mal, wenn drei Monate vor Saisonende nichts mehr passieren kann. Ich kann jetzt aber nicht sagen, dass ich in der Kreisklasse um Platz 8 bis 10 spielen will. Unser Ziel ist Platz 1 bis 5. Für den Aufstieg muss natürlich einiges zusammenkommen. Auf der anderen Seite hat man als Verein, der um den Auf- oder gegen den Abstieg kämpft, mehr Zuschauer und mehr Aufmerksamkeit in den Medien.

Spielertrainer Tobias Dachwald wurde durch Lutz Reinhold von der DJK Kersbach ersetzt, mit der er gerade in die Kreisliga aufgestiegen ist. Welche personellen Veränderungen gibt es sonst noch?
Lediglich zwei Akteure verlassen uns: Torwart Peter Weber geht zum ASV Niederndorf, Verteidiger Max Roppelt zum SV Moggast. Dafür stoßen Florian Kießling, Tim Zolleis und Thomas Brustmann von der SpVgg Reuth zu uns. Weitere Zugänge sind Alexander Löw vom SV Pretzfeld, Michael Wölfel aus Bammersdorf, Frank Galster von der DJK Weingarts II und Noah Saffer aus der eigenen Jugend. Wir wollten unseren Kader etwas auffrischen und die Etablierten kitzeln.

Ablauf: In den nächsten Wochen, bis die neue Saison beginnt, führen wir Gespräche mit verschiedenen Absteigern aus dem Fußballkreis Erlangen/Pegnitzgrund, die in der kommenden Spielzeit einen Neuanfang in einer tieferen Klasse machen müssen.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren