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LKR Forchheim
Fußball

Drei wollen, aber nur zwei dürfen hinauf

In der A-Klasse 3 ER/PEG kämpfen drei Mannschaften um die zwei begehrten Aufstiegsplätze, in der A-Klasse 4 scheint die Meisterschaft schon vor Beginn der Rückrunde dagegen entschieden zu sein. In der A-Klasse 5 streitet sich ein Quartett um den Aufstieg - Eine Halbzeit-Analyse
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Gute Stimmung in Pretzfeld: In der frisch renovierten Kabine schwört Co-Trainer Florian Reichenberg (gelb) - bedingt durch die berufliche Abwesenheit von Haupttrainer Jörg Rösch - die SV-Kicker auf die Rückrunde ein, diese haben Spaß dabei. Fotos: Leo Hühnlein
Gute Stimmung in Pretzfeld: In der frisch renovierten Kabine schwört Co-Trainer Florian Reichenberg (gelb) - bedingt durch die berufliche Abwesenheit von Haupttrainer Jörg Rösch - die SV-Kicker auf die Rückrunde ein, diese haben Spaß dabei. Fotos: Leo Hühnlein
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A-Klasse 3 ER/PEG


Auf einen bis zum Ende spannenden Dreikampf deutet der Start aus der Winterpause in der A-Klasse 3 ER/PEG hin. Zwar stehen die mit 41 Zählern aus 16 Partien punktgleichen Willersdorfer und Pinzberger mit sechs Punkten Vorsprung vor Pretzfeld an der Spitze, aber die Kicker aus dem Kirschendorf haben ein Spiel weniger ausgetragen.

Bislang erlaubten sich vor allem die beiden Führenden keine gravierenden Ausrutscher und fügten sich lediglich in den beiden direkten Duellen jeweils die einzige Niederlage in dieser Saison zu, während Pretzfeld außerdem gegen die Reserve aus Moggast patzte. Am letzten Spieltag kommt es womöglich zum Showdown um einen der beiden direkten Aufstiegsplätze.
Da in dieser Saison keine weitere Chance über die Relegation nach oben vorgesehen ist, könnte das Gastspiel der Pretzfelder in Pinzberg sich als das Finale herauskristallisieren - und dem Unterlegenen die komplette Spielzeit vermiesen.

Das sieht auch Pretzfelds Abteilungsleiter Christian Dennerlein so: "Für uns gilt es, hochkonzentriert in die Restsaison zu gehen, damit wir zumindest an den beiden vorderen dranbleiben. Vor allem gegen die Reservemannschaften haben wir uns bislang nicht gerade leicht getan, in Schlaifhausen wird das auch kein Spaziergang." Die Frage, ob dies vielleicht an der Einstellung läge, eine zweite Mannschaft sei leicht zu knacken, verneint Dennerlein: "Die Reserven sind sehr gut organisiert, sie nehmen Strukturen der ersten Mannschaften auf. Von daher sind die meisten nahezu gleichwertige Gegner. Auch wenn im Führungsquartett keine Reserve vertreten ist, die Unterschiede werden kleiner."

Den Ausblick ans Saisonende sieht der Funktionär mit gemischten Gefühlen: "Von mir aus müsste die Partie in Pinzberg kein Endspiel sein, mir wäre lieber, der Ausgang hätte keine Bedeutung mehr. Und zwar im positiven Sinne für uns." Der Wunsch-Zieleinlauf erklärt sich demnach für Dennerlein von selbst, wenn auch nicht wirklich so erwartet: "Als Meister aufsteigen ist immer das Schönste, dann täte eine Niederlage auch nicht mehr weh, und die beiden anderen könnten den zweiten Platz unter sich ausmachen. Aber ich glaube, die sehen das ein wenig anders."

Den Mannschaften ab Platz 4, den die Sparta aus Pautzfeld mit zwölf Zählern Rückstand innehat, wird nicht mehr ernsthaft zugetraut, in den Kampf um die beiden Aufstiegsränge eingreifen zu können. Zumindest scheinen sich die Teams bis Rang 9, auf dem die Reserve aus Heroldsbach logiert, auf eine sorgenfreie Restsaison um die "goldene Ananas" einrichten zu können, während Reuth II bisher sieglos mit lediglich drei Zählern kaum mehr zu retten ist.

Wer den zweiten Abstiegsplatz einnimmt, ist noch längst nicht geklärt. Ebermannstadt II hat momentan die schwächsten Argumente, ist aber noch in Schlagweite zu den davor stehenden Mannschaften und hofft auf die positiven Energien, die in der Winterpause gebündelt worden sind. Die drei (Reserve-) Mannschaften vom Walberla, mit Weilersbach, Kirchehrenbach und Schlaifhausen auf den Rängen 10 bis 12, haben ebenfalls nur scheinbar Luft nach hinten und müssen gut aus den Startlöchern kommen.


A-Klasse 4 ER/PEG: Die Jäger des SV Kirchenbirkig bringen sich in Stellung

Die Tabelle der A-Klasse 4 offenbart vor dem Start in die Rückrunde auf den ersten Blick eine deutliche Führung des SV Kirchenbirkig-Regenthal, der mit 41 Punkten und elf Zählern Vorsprung vor Leutenbach oben thront. Die Regenthaler haben sich nach einigen vergeblichen Anläufen - darunter zwei gescheiterte Relegationen zum Aufstieg in den letzten beiden Jahren - die Rückkehr in die Kreisklasse auf die Fahnen geschrieben und wollen dies nach siebenjähriger Zugehörigkeit zur A-Klasse nun auch endlich zu Ende bringen.

Geht es nach Meinung des Leutenbacher Trainers Walter Horsch, dürfte die Restsaison dennoch kein Selbstläufer für die Regenthaler werden: "Dazu habe ich im Fußball schon viel zu viel erlebt. Wir haben ein Spiel weniger ausgetragen, Thuisbrunn sogar zwei weniger, und im Falle von Siegen in unseren Nachholspielen würde der Vorsprung schon mal auf acht, beziehungsweise sieben Punkte schmelzen - und wir alle hätten noch zehn Partien vor uns."

Entscheidend sei, so Horsch, wie der SV aus den Startblöcken komme: "Wenn sie die ersten drei, vier Spiele gewinnen, dann ist es gelaufen. Aber geht bei den ersten Spielen eins oder zwei in die Hose durch Niederlagen oder Unentschieden, dann kommen die Nerven dazu und der Druck auf die Akteure steigt, da plötzlich dieser riesige Vorsprung in Gefahr ist."

Auch der SV Bieberbach rechnet sich nach dem klaren 7:1-Kantersieg in Obertrubach wieder Chancen aus, einen der beiden direkten Aufstiegsplätze zu erreichen, wie Klaus Krügel, "Mister Universal" beim heimischen SV bilanziert: "Durch den Sieg in Trubi sind wir bis auf fünf Punkte an Leutenbach dran. Der zweite Platz wird bis Saisonende von der halben Klasse umkämpft sein. Ganz oben denke ich, wird sich Kirchenbirkig durchsetzen, wenn sie gut starten. Aber dadurch, dass sich die Mannschaften vorne gegenseitig die Punkte abnehmen, wird es sehr interessant bleiben."

Der 45-jährige Allrounder, früher gefürchteter Bezirksliga-Torjäger, bekleidet derzeit noch drei eminent wichtige Posten auf einmal im Verein: als Vorsitzender, Abteilungsleiter und Trainer. Doch nicht mehr bis Ultimo, die Entlastung naht: "In der kommenden Saison übernimmt das Traineramt Frank Krasser, er ist mit 37 Jahren noch sehr fit und wird auch spielen. Unsere Truppe wird von seiner Erfahrung profitieren. Ganz wichtig dabei ist zu wiederholen, dass Sebastian Vollmeier unser Co-Trainer bleiben wird. Dies wurde nicht deutlich genug kommuniziert in der kürzlich veröffentlichten Meldung, weshalb nicht nur er, sondern auch wir vom Verein ein wenig genervt waren von den ständigen Anfragen an ihn."


Gößweinstein II abgeschlagen

Das hintere Drittel beginnt nach der Pottensteiner Reserve, die ein Polster von sechs Zählern auf die zweite Garnitur aus Troschenreuth hat, und wohl jenseits von Gut und Böse rangiert. Die Alarmsirenen läuten außerdem in Obertrubach und Egloffstein. Die Überlebenschancen für die beiden Abstiegsplatzinhaber Bronn und der Reserve aus Gößweinstein stehen nicht besonders gut.

Während die Burschen aus dem Wallfahrtsort erst einen Punkt auf die Habenseite brachten und das Abenteuer A-Klasse bereits nach einer Saison mit dem direkten Wiederabstieg beendet sein dürfte, keimt zumindest in Bronn noch ein kleines Fünkchen Hoffnung. Daran sind aber nicht ausschließlich die eigenen Leistungen verantwortlich, sondern eher die ebenfalls mäßigen Ergebnisse der Mitstreiter, wie eben das 1:7 der Obertrubacher gegen Bieberbach. Die verpasste Entlastung für die SpVgg lag laut Trainer Gregor Neidhart vor allem am fast körperlosen Zweikampfverhalten seines Teams, was eine einzige Verwarnungskarte im Derby belege. Hier müsse dringend nachgebessert werden, sonst geht der Weg Richtung B-Klasse.


A-Klasse 5 ER/PEG: Stöckach hat trügerisches Pölsterchen

Im Spitzenquartett der Fußball-A-Klasse 5 befinden sich mit Tabellenführer Stöckach, dem Dritten aus Dormitz und Nachzügler Pettensiedel gleich drei Mannschaften aus dem alten Spielkreis Forchheim, die um die beiden Aufstiegsplätze rittern. Während zwischen Stöckach und Platz 3, dem ersten Nichtaufstiegsplatz, ein Polster von sieben Punkten liegt, steht der Rest, zusammen mit der Eckenhaider Reserve und dem TSV Röthenbach noch aussichtsreich im Rennen um den Vizetitel.

Röthenbach kann vorbeiziehen

Der Tabellenzweite FC Röthenbach könnte den Spitzenreiter bei Siegen in den beiden Nachholspielen um einen Punkt überholen, was für das breite Verfolgerfeld ein Fiasko wäre, weil deren Chancen deutlich schwänden.
Ein schwacher Zwischenspurt im September verhinderte für Dormitz eine weitaus bessere Position, denn seit Oktober verlor der FC in neun Partien nicht mehr und ließ darin nur zwei Unentschieden zu.

Die Dritten müssen wohl runter

Am Tabellenende scheint der Abstieg für die dritte Mannschaft der Spielgemeinschaft aus Simonshofen und dem SK Lauf nur noch Formsache, der bislang in 15 ausgetragenen Partien noch kein Punktgewinn gelang.
Aber auch die Reserve aus Forth darf sich als Aufsteiger wohl nach einem Jahr wieder in die B-Klasse verabschieden, mit erst zwei Siegen und einem Remis liegen die ASVler fünf Punkte hinter dem rettenden Ufer, das derzeit der Türkische SK aus Röthenbach innehat.

Reserven schwer einzuschätzen

Dennoch bleibt, wie in den anderen Klassen auch, vor allem bei den Reserven immer ein Fragezeichen übrig, da diese an spielfreien Tagen ihrer ersten Garnituren manchmal verstärkt das Zünglein an der Waage gegen vermeintliche Favoriten sein können. Von den acht Reserve-Mannschaften der Klasse zieren, bis auf Eckenhaid, alle anderen die untere Hälfte der Tabellen, darunter Ermreuth und Weingarts, die aber faktisch sicher stehen.


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