Edisu Getachew vom BTS Bayreuth heißt der Gewinner des diesjährigen Fränkischen Schweiz Marathons, der mit seiner 15. Auflage ein kleines Jubiläum feierte. Viel hätte zudem nicht gefehlt und er hätte die Bestzeit pulverisiert. Einen neuen Streckenrekord gab es dagegen bei den Handbikern. Thorsten Purschke vom Otto-Bock-Team rollte in 1:04:52 Stunden als Erster über die Ziellinie und unterbot damit den bisherigen Streckenrekord um fast drei Minuten.

Ebenfalls schnell unterwegs war Edisu Getachew (BTS Bayreuth), der seit drei Monaten in Auerbach lebt: Nur 2:31:22 Stunden brauchte der Äthiopier für die 42,195 Kilometer. Lange Zeit lag er gleichauf mit Christian Strauch, setzte sich aber kurz vor der Wendeschleife an der Sachsenmühle ab und kam dort mit einem Vorsprung von rund zwei Minuten an. Am Ende reichte es aber nicht für die Einstellung des Streckenrekordes aus dem Jahr 2013 (2:26:45 Stunden). Zweiter wurde Christian Strauch mit einer Zeit von 2:35:09 Stunde, dicht gefolgt von Sebastian Apfelbacher (Minzuno Runbird/TG Kitzingen/2:50:09 Stunden). Schnellste Frau im Marathonfeld war Kristin Hempel, die nach 3:07:16 im Ziel die Arme in die Höhe reißen durfte.

Bei den Skatern siegte der amtierende Europameister Felix Rijhnen, der mit einem deutlichen Vorsprung als schnellster männlicher Inliner ungefährdet ins Ziel kam (1:09:59) und bereits nach der Hälfte der Strecke einen ordentlichen Vorsprung herausgefahren hatte. Bereits auf den ersten 16 Kilometern hatte sich das Skaterfeld weitestgehend zerschlagen, was darauf hindeutete, dass bereits auf der ersten Etappe hart gekämpft wurde. Ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich Katja Ulbricht (TS Bayreuth) und ihre Konkurrentin Katharina Rumpus (Powerslide-Matter-World-Team) fast über die gesamte Strecke. Am Ende musste sich die deutsche Meisterin von 2013 knapp geschlagen geben. Rumpus (1:23:37) gewann mit dem hauchdünnen Vorsprung von nur einer Sekunde vor Ulbricht.

Über die 16-Kilometer-Lauf-Distanz siegte Markus-Kristan Siegler vom TB Erlangen in 57:13 Minuten. Den Sieg bei den Frauen holte sich über diese Distanz Christina Schönfeld (1:08:24, TSV Ebermannstadt), die vor ihrer Schwester und Vereinskollegin Babinia Wirth (1:08:25) ins Ziel kam.Bei den Handbikern verbesserte Thorsten Purschke den alten Streckenrekord (1:07:29) um gleich 2:37 Minuten auf 1:04:52 Stunden.

30 000 Zuschauer an der Strecke

Zu den verschiedenen Laufwettbewerben waren insgesamt 1702 Teilnehmer gemeldet. Über 450 Helfer von Feuerwehr, THW und Rettungsdiensten sowie unzählige Freiwillige bei den Versorgungsstationen stellten einen reibungslosen Ablauf mit nur wenigen Hilfseinsätzen sicher. Über 30 000 Personen feuerten die Sportler am Rande der Strecke an und besuchten die zahlreichen Straßenfeste mit ihren verschiedenen Attraktionen.