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Höchstadt a. d. Aisch
Eishockey

Die Höchstadter Alligators gehen in Memmingen Eis-Baden

Mit der längst sicheren Qualifikation für die Zwischenrunde im Rücken fehlte dem Höchstadter EC in Memmingen der letzte Biss. Die Gastgeber wahrten dagegen ihre Chance auf einen der ersten fünf Plätze von 13 Mannschaften in der Eishockey-Bayernliga.
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Viel zu tun hatte der Höchstadter Keeper beim 3:7 in Memmingen. Foto: Picturedreams
Viel zu tun hatte der Höchstadter Keeper beim 3:7 in Memmingen. Foto: Picturedreams

ECDC Memmingen  - Höchstadter EC 7:3

Mit dem Wissen, dass nur ein Sieg sicher für die Zwischenrunde reicht, begann Memmingen stürmisch. "Die haben Druck gemacht ohne Ende", sagte HEC-Pressesprecher Stefan Hobner, dessen Team Glück hatte, nach zehn Minuten nur 0:1 zurückzuliegen. Die erste Schrecksekunde überstanden die Gäste, als Vanek den HEC-Goalie Ronny Glaser zwar überwand, wegen Torraum-Abseits aber zurückgepfiffen wurde (4.). Egal, dachten sich die "Indians" und gingen noch in derselben Spielminute während eines Powerplays in Führung: Baker eroberte den Puck im Mittelfeld, durchlief die Höchstadter Abwehr und behielt vor Glaser die Nerven.

Als die Mittelfranken ins Spiel gefunden hatten, ergab sich eine aussichtsreiche Gelegenheit: zwei Minuten lang doppelte Überzahl nach Zeitstrafen für zwei Memminger.
Doch weder Spielertrainer Daniel Jun, noch Ales Kreuzer brachten die Scheibe im gegnerischen Tor unter, sodass das 1:0 bis zur ersten Pause bestand hatte.

Das zweite Drittel begann bis auf einen Jun-Schuss (21.) gemächlich. Doch dann ging es Schlag auf Schlag. Ein erneutes Powerplay der Schwaben nutzte Vanek auf Vorarbeit von Rott und Baker zum 2:0 (27.). Nun setzten sich die Panzerechsen im Memminger Drittel fest, doch nach einem Konter über Rott und Pfalzer führte Dominik Zimmermann eine Vorentscheidung in diesem Bayernliga-Duell herbei (29.).

Und für Höchstadt kam es noch schlimmer: Richard Stütz wurde erst mit einer Zehn-Minuten-Strafe bei zweiminütiger Unterzahl für sein Team belegt, dann bekam er vom Schiedsrichter das vorzeitige Ende verordnet und musste zusehen, wie seine Kollegen fünf Minuten lang einen Mann weniger auf dem Eis hatten (35.). Der ECDC erhöhte durch Vanek auf 4:0 (39.) und gab den Gästen das Motto Schadensbegrenzung mit in die Kabine.


Memmingen legt 7:0 vor

Das gelang nur bedingt. Denn Vanek überraschte die Gäste 24 Sekunden nach Anpfiff mit seinem dritten Treffer. Miettinen auf Zuspiel von Pertl machte das halbe Dutzend voll (44.), ehe Pertl selbst in doppelter Überzahl für Memmingen das 7:0 markierte (55.). Erst jetzt wurde es den Panzerechsen zu wild. Kreuzer auf Vorarbeit von Kna up (57.), Thilo Grau nach Pass von Jun (59.) und Tomas Urban im Zusammenspiel mit Kreuzer und Jun drei Sekunden vor der Sirene sorgten für die Höchstadter Ehrentreffer und ein 3:3 im Abschlussdrittel.

Die höchste Saisonniederlage verhinderten die Franken, die das Hinspiel im Oktober noch mit 4:1 gewonnen hatten, damit aber nicht. Der ECDC kann mit Siegen aus den ausstehenden zwei Spielen aus eigener Kraft den Sprung unter die besten fünf Teams schaffen, denn der drei Punkte vor Memmingen platzierte ESV Buchloe hat einmal spielfrei und das direkte Duell mit den Schwaben verloren.


Zwischenrunde steht an

Für die Höchstadter heißt es dagegen, Mund abwischen und in den Begegnungen mit Nürnberg (auswärts, Freitag) und Landsberg (zu Hause, Sonntag) neues Selbstvertrauen für die am 16. Januar beginnende Zwischenrunde zu sammeln.
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