Forchheim
Fußball-Landesliga

Budenkönig Jahn trifft auf Torminimalisten

Die SpVgg Jahn Forchheim hat mehr als sieben Mal so viele Treffer erzielt wie ihr Gegner am Samstag, doch der weiß, wie man damit punktet.
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In Kitzingen blieben Sandro Gumbrecht (li.) und die SpVgg Jahn Forchheim zum zweiten Mal in Folge ohne Gegentor. Gegen Schwebenried, das erst drei Treffer erzielt hat, könnte das erneut klappen. Gumbrecht rückt für den aus privaten Gründen fehlenden Dominic Leim wahrscheinlich in die Innenverteidigung.  Foto: Sterzbach
In Kitzingen blieben Sandro Gumbrecht (li.) und die SpVgg Jahn Forchheim zum zweiten Mal in Folge ohne Gegentor. Gegen Schwebenried, das erst drei Treffer erzielt hat, könnte das erneut klappen. Gumbrecht rückt für den aus privaten Gründen fehlenden Dominic Leim wahrscheinlich in die Innenverteidigung. Foto: Sterzbach
Was der Baiersdorfer SV seit Saisonbeginn der Landesliga-Nordost ist, will die SpVgg Jahn Forchheim in der Nordwest-Staffel noch werden: Tabellenführer. Der Jahn muss dafür gegen Schwebenried gewinnen, das zwar erst drei Tore - eins weniger als die Gastgeber der Krenkicker - erzielt, damit aber sieben Mal so viele Punkte geholt hat. Für Baiersdorf lauert die Gefahr in Veitsbronn im Trainerwechsel, nach dem der Vorletzte seinen bislang einzigen Zähler holte.


Landesliga-Nordwest: SpVgg Jahn Forchheim (2.) - DJK Schwebenried/Schwemmelsbach (6.)

4:0 gegen Kahl, 5:0 in Kitzingen, dazwischen ein 4:1 im Verbandspokal beim FSV Erlangen-Bruck - die SpVgg Jahn Forchheim scheint in der Saison angekommen zu sein. Der Abstieg ist längst abgehakt.
Angst, dass seine Schützlinge abheben, hat Trainer Michael Hutzler nicht: "Die Jungs wissen, dass wir unser Ziel noch lange nicht erreicht haben und werden Vollgas geben."

Gegen die Mannschaft mit dem langen Namen könnte das am Samstag um 15 Uhr nötig sein, denn die DJK hat erst fünf Gegentore kassiert, davon vier im letzten Spiel gegen den FC Coburg. "Ich schätze, dass Schwebenried-Schwemmelsbach eine gute Abwehr hat und wahrscheinlich defensiv stehen wird", sagt der 46-Jährige.


Drei Stürmer fallen aus

Adem Selmani, Patrick Titzmann und Felix Burkel werden nicht helfen können, den vermuteten Abwehrriegel zu durchbrechen. Alle drei befinden sich im Urlaub. Auch Tobias Eisgrub (Oberschenkelverletzung), für den Sebastian Schäferlein oder Steffen Müller auf die linke Abwehrposition rücken dürften, und Innenverteidiger Dominic Leim, der von Sandro Gumbrecht ersetzt werden könnte, fehlen. Angesichts von erst drei Treffern - die wenigsten der Liga - sollte der zuletzt zwei Mal schadlosen Jahn-Abwehr aber nicht bange sein.

Mit den drei Toren hat das Team von der Autobahn 7, knapp 40 Kilometer nördlich von Würzburg, immerhin schon sieben Punkte in nur vier Partien gesammelt. Wo der Verein genau liegt und ob die SpVgg im Rückspiel auf dem Sportgelände in Schwebenried oder in Schwemmelsbach antreten muss, wird Hutzer erst Anfang März interessieren.


Landesliga-Nordost: ASV Veitsbronn-Siegelsdorf (17.) - Baiersdorfer SV (1.)

Veitsbronn hat etwas geschafft, das dem Tabellenführer nicht gelungen ist: einen Punkt gegen den TSV Kornburg zu holen. "Da kann man viel reininterpretieren", sagt BSV-Coach Thomas Luckner zu der kuriosen Konstellation, denn die Gastgeber stehen mit diesem einen Zähler auf dem vorletzten Platz, haben mit vier Toren die wenigsten der Spielklasse erzielt. Ob das erste kleine Erfolgserlebnis dem ASV Auftrieb gibt, wie Luckner spekuliert, oder ob der Neuer-Trainer-Effekt damit schon verpufft ist, zeigt sich am Samstag ab 16 Uhr.

"Ich schätze den Gegner besser ein, als die Tabelle aussagt", erklärt Luckner. Gegen die starken Teams wie ATSV Erlangen, TSV Buch oder SC Schwabach hat Veitsbronn nur knapp verloren. Im Duell der Siegelsdorfer mit seinen Spitzenreiter-Akteuren erwartet er, dass die Mannschaft des neuen Trainers Markus Hütter auf Konter spielt. "Ich kenne seine Taktik nicht, die Spielertypen hat er jedenfalls dafür", erinnert sich Luckner an die vergangene Saison, als der BSV erst mit 0:3 verlor, um sich im Rückspiel mit 2:0 zu revanchieren.


Kornburg ist aus dem Kopf

Der Gästetrainer ist jedenfalls froh, dass die Kornburg-Sache erledigt ist. "Der Sieg gegen Pegnitz war für den Kopf wichtig, auch wenn wir nicht berauschend gespielt haben", sagt der 37-Jährige.
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