LKR Forchheim

BFV-Sozialstiftung - kleine Hilfe in großer Not

Seit 2012 gibt es die Sozialstiftung des BFV, die in Not geratene Menschen und Vereine unterstützt - wie den ATSV Forchheim oder den TSV Marloffstein.
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Im Februar brannte die Sportheim-Hütte des TSV Marloffstein ab, über die BFV-Sozialstiftung bekam der Verein eine Unterstützung über 2000 Euro für neue Einrichtungsgegenstände.  Foto: news5.de
Im Februar brannte die Sportheim-Hütte des TSV Marloffstein ab, über die BFV-Sozialstiftung bekam der Verein eine Unterstützung über 2000 Euro für neue Einrichtungsgegenstände. Foto: news5.de
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Das Jahr 2016 begann für Johannes Grün und den ATSV Forchheim gleich mit einem Schrecken. Einbrecher drangen kurz vor Dreikönig ins Sportheim ein, zerstörten Fensterschreiben, Rollos und nahmen mit, was sich irgendwie zu Geld machen lässt: Laptop, Drucker oder Getränke. "Das war für uns ein Schock", sagt der ATSV-Vorsitzende. Vor allem bedeutete der Einbruch aber einen finanziellen Schaden, auf dem der Verein zu großen Teilen sitzen bleiben würde.

Oder auch nicht. "Die Sozialstiftung des BFV kannten wir bereits", so Grün: "Uns war in diesem Moment aber nicht klar, dass sie auch Vereinen bei derartigen Angelegenheiten eine finanzielle Unterstützung bieten kann." Erst Alexander Männlein, der Kreisehrenamtsbeauftragte des Spielkreises, gab den Tipp, sich an die BFV-Sozialstiftung zu wenden.

Neben der Hilfe für in Not geratene Menschen können nämlich auch Vereine einen Antrag auf einen Zuschuss stellen. Dies tat der ATSV. "Ein ganz toller Ablauf, es gab überhaupt keine Probleme", sagt Grün: "Über das Formular war es eine bürokratiearme Angelegenheit, die Zusage kam sehr schnell." Am Ende durfte sich der Verein aus der Kreisklasse 2 über eine Zuwendung von 500 Euro freuen. "Das hat den Schaden immerhin abgefedert", sagt Grün.

Ähnlich verhielt es sich bei der DJK Wimmelbach, auch hier wurde ins Sportheim eingebrochen, auch hier gewährte die BFV-Sozialstiftung einen Zuschuss. Oder bei der DJK Weigelshofen, in deren Sportheim nicht nur eingebrochen wurde, irgendjemand drehte zusätzlich noch Runden mit einem Auto auf dem Sportplatz. "Ich bin froh, dass mich ein Vorstandskollege auf die Sozialstiftung aufmerksam gemacht hat", sagte Vorstand Jochen Löffelmann: "Sonst hätten wir aus Unwissenheit die Möglichkeit wohl nicht in Anspruch genommen."

Noch gravierender als die geschilderten Einbrüche war dagegen der Brand beim TSV Marloffstein, dessen "Sportheim-Schuppen" im Februar abgefackelt wurde. Der Schaden ist mit bis zu 80 000 Euro immens, die Hütte ist längst abgerissen, nächstes Jahr soll sie wieder neu aufgebaut werden. "Wir dachten ja anfangs auch, dass sich die BFV-Sozialstiftung auf Einzelschicksale bezieht", sagt Norbert Knoesel, der Vorsitzende. Diesmal war es der Kreisvorsitzende Max Habermann, der den Verein ermunterte, einen entsprechenden Antrag an die Sozialstiftung zu stellen. "Die Versicherung für das Inventar hat leider nicht alles abgedeckt", so Knoesel. Die von der Sozialstiftung freigegebenen 2000 Euro hat der Verein nun auf Halte und wird sie für neue Einrichtungsgegenstände aufbringen. "Es ist ja alles unbrauchbar. Das Geld werden wir unter anderem für eine neue Bestuhlung verwenden", so Knoesel.

Neben bedürftigen Vereinen richtet sich die Sozialstiftung auch an in Not geratene Privatpersonen aus "der bayerischen Fußball-Familie", wie auf der Homepage (bfv-sozialstiftung.de) nachzulesen ist. Einer Familie aus Uttenreuth, die den Verlust des Vaters zu verkraften hatte, konnte so geholfen werden.


Ein Euro kann viel bewirken

Aus dem Spielkreis Erlangen/Pegnitzgrund flossen im Kalenderjahr 2016 insgesamt 6000 Euro in Richtung der Sozialstiftung, wie Alexander Männlein berichtet. 2500 Euro kamen über Spenden zusammen, 3500 Euro über den sogenannten Sozial-Euro, der bei Entscheidungs- und Relegationsspielen auf den Eintrittspreis aufgeschlagen wird. Seit der Saison 2015/2016 leisten auch Funktionäre und Schiedsrichter diesen Beitrag, obwohl sie eigentlich freien Eintritt genießen.

Die überwiesenen 6000 Euro sind aber nicht irgendwo versandet, rund 12 000 Euro sind an finanziellen und materiellen Hilfen - etwa durch Fußball-Schuhe oder Regenjacken im jeweils zweistelligen Bereich - wieder in die Gegenrichtung geflossen. "Es ist ein Geben und Nehmen und eine rundum gute Sache, weil das Geld den Betroffenen in unserer Region direkt zu Gute kommt", sagt Männlein.


Die BFV-Sozialstiftung

Hintergrund: Die BFV-Sozialstiftung möchte durch ihr soziales Engagement als Stütze und Hoffnungsträger fungieren. Die Unterstützung in Notsituationen aller am Leben der bayerischen Fußballfamilie beteiligten Menschen sowie die Unterstützung des Partnerprojekts in Mosambik bilden die Schwerpunkte der Arbeit.

Anträge: Wenn Sie Unterstützung für ein gemeinnütziges Projekt, das den Förderungsrichtlinien und den Zielen der BFV-Sozialstiftung entspricht, benötigen, können Sie einen Antrag auf Förderung bei der Stiftung stellen. Gemäß der Satzung wird der Antrag schnellstmöglich und gewissenhaft vom Stiftungsvorstand und der Geschäftsführung geprüft.

Online: Die entsprechenden Antragsformulare sowie weitere Informationen zur BFV-Sozialstiftung finden Sie im Internet unter bfv-sozialstiftung.de

Ansprechpartner: Neben der BFV-Sozialstiftung in München stehen die Ehrenamtsbeauftragen der Vereine für weitere Auskünfte zur Verfügung. Diese erteilt auch der Kreisehrenamtsbeauftragte Alexander Männlein (Tel: 09194/ 9634, 0171/5048583, E-Mail:
alexander.maennlein@freenet.de)
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