Forchheim
Leichtathletik

"Alt" und "Jung" beflügeln sich

Das beste Abschneiden seit einem Jahrzehnt: Die LG Forchheim holt Doppel-Silber bei der "Bayerischen". Dominik Eckner macht es im Weitsprung spannend.
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Ein perfekter Wechsel: Jan Schindzielorz übergibt den Staffel-Stab an Marcel Springwald, am Ende durfte sich das 4x200-Meter-Quartett der LG Forchheim über die Silbermedaille freuen.  Foto: Sportfoto Kiefner
Ein perfekter Wechsel: Jan Schindzielorz übergibt den Staffel-Stab an Marcel Springwald, am Ende durfte sich das 4x200-Meter-Quartett der LG Forchheim über die Silbermedaille freuen. Foto: Sportfoto Kiefner
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Für Spitzenergebnisse sorgte die LG Forchheim bei den bayerischen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in Fürth. Mit dreimal Silber und einmal Bronze sowie zwei sechsten und zwei siebten Plätzen war die LG so erfolgreich wie schon seit langem nicht mehr.

Zum Auftakt sorgte das Herrenquartett der 4x200m-Staffel erneut für Furore. Mit Moritz Hecht, Jan Schindzielorz, Marcel Springwald und Dominik Eckner setzte sich das Quartett im zweiten Zeitlauf gegen die Herzogenauracher durch und heftete sich an die Fersen der bärenstarken LG Stadtwerke München. Mit perfekten Wechseln und viel Herzblut liefen die Forchheimer zu einer neuen Bestzeit von 1:30,66 Minuten und mussten sich nur den Sprintern aus der Landeshauptstadt geschlagen geben. Damit ließen sie weitere Favoriten wie die LG Erlangen oder LAC Quelle Fürth hinter sich und jubelten zurecht über die Silbermedaille.

Im Steilflug befindet sich auch Dominik Eckner. Der 18-Jährige startete nach der Staffel in der Männerkonkurrenz im Weitsprung und machte es wieder einmal spannend. Im sechsten und letzten Versuch katapultierte er sich mit der Weite von 6,67 Metern vom letzten auf den dritten Platz.

Svenja Heidecke (16) startete bei ihrer ersten Landesmeisterschaft über ihre 60m-Parade-strecke in der U18 und sorgte für eine Überraschung, indem sie sich mit neuer Bestzeit im Vorlauf von 8,03 Sekunden problemlos in den Zwischenlauf sprintete, hier mit einem dritten Platz überraschte und damit ins Finale kam. Hier kämpfte sie sich mit 8,11 Sekunden auf den sechsten Rang.

Wegen Erkrankungen von Katharina Eckner und Christine Priegelmeier musste das Staffelquartett der Damen den Start absagen. Die Dritte im Bunde, Janina Buck, kam nach überstandener Erkältung immerhin mit 8,19 Sekunden über 60m in den Zwischenlauf. Lina Ende, eher über 400m zuhause, verbesserte ihre Bestleistung über diese kurze Distanz auf 8,33 Sekunden und ließ immerhin zehn Starterinnen hinter sich.

Keine Steigerung hatte Jano Schubert im Hochsprung zu verzeichnen. Mit 1,82m hatte er zwar einige ordentliche Versuche hinter sich gebracht, die Anzahl war aber wohl zu kräftezehrend. Damit blieb ihm Rang 6.

Moritz Hecht ging gewohnt routiniert in die 60m-Konkurrenz und haute bereits im Vorlauf mit 7,08 Sekunden eine neue Bestzeit raus. Im stark umkämpften Zwischenlauf kam er in einem Wimpernschlagfinish mit 7,09 Sekunden erstmals in den Endlauf einer "Bayerischen". Hier lagen die Männer im stark besetzten Feld alle so dicht beieinander, dass das Zielfoto entscheiden musste. Die Top 3 lag nur ein Hundertstel auseinander, der Forchheimer kam mit 7,11 Sekunden auf den sehr guten siebten Rang.

Einen Tag später durfte Hecht ein weiteres Mal antreten und hatte es dort auf der 200m-Strecke mit Patrick Schneider vom LAC Quelle Fürth zu tun, dem Olympiateilnehmer von Rio de Janeiro. Mit reichlich Selbstvertrauen hängte sich der 19-Jährige an den Fürther und saugte sich auf den ersten 100m sogar an ihn heran, erst auf den letzten 50m musste er Schneider ziehen lassen. Der Abstand von 25 Hundertstel ist kaum der Rede wert, Hecht durfte sich in diesem Herzschlagfinale über Rang 2 in 22,54 Sekunden freuen.

Die Silbermedaille hatte sich zuvor bereits Jan Schindzielorz umhängen lassen dürfen. In seinem angekündigten letzten Hürden-Wettkampf bei den Männern wollte der 38-Jährige der jungen Konkurrenz noch einmal zeigen, was Senioren so drauf haben. Im Vorlauf noch auf Sicherheit bedacht, ließ er es im Finale richtig krachen und sprintete zu einem neuen Seniorenrekord von 8,19 Sekunden und wurde damit Zweiter hinter Sebastian Barth (23) von der LG Stadtwerke München.

Mit guten Sprüngen nach einer langen Verletzungspause landete Veronika Prell zum Abschluss im Dreisprung der Frauen mit 10,10 Metern auf dem siebten Platz und rundete damit das gute Gesamtergebnis der Forchheimer ab.

Mehr Infos unter www.lg-forchheim.de/ergebnisse me
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