LKR Forchheim
Fußball-A-Klassen

A-Klassen: Spieltag der Superlative

Der Spielplan hat es so gewollt: Sowohl in der A-Klasse 3 als auch in der A-Klasse 4 und A-Klasse 5 treffen die zwei besten Teams aufeinander. In der A-Klasse 2 steht das Verfolger-Duell zwischen Pautzfeld und Neuhaus an.
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Andreas Mürschberger (M.) und dem SV Langensendelbach, hier eingeklemmt zwischen den Muggendorfern Michael Endres und Stefan Neubauer, steht am Wochenende das Topspiel in der A-Klasse 3 gegen die SpVgg Dürrbrunn ins Haus.  Foto: Leo Hühnlein
Andreas Mürschberger (M.) und dem SV Langensendelbach, hier eingeklemmt zwischen den Muggendorfern Michael Endres und Stefan Neubauer, steht am Wochenende das Topspiel in der A-Klasse 3 gegen die SpVgg Dürrbrunn ins Haus. Foto: Leo Hühnlein
Wenn schon, dann richtig: Gleich in drei A-Klassen (3, 4 und 5) des Spielkreises Erlangen/Pegnitzgrund trifft der Tabellenführer auf seinen ärgsten Verfolger, da lohnt sich ein genauerer Blick. Angesichts dieser Topspiel-Dichte fällt die A-Klasse 2 fast ein wenig ab, doch auch hier ist im Verfolgerduell zwischen der DJK Pautzfeld und dem TSV Neuhaus einiges geboten.


A-Klasse 2 ER/PEG

DJK Pautzfeld (4.) - TSV Neuhaus (6.)
Nach einem starken Saisonstart war bei der DJK Pautzfeld in den letzten Wochen etwas Sand im Getriebe. In vier Spielen setzte es drei Niederlagen, umso wichtiger war der jüngste Sieg im Verfolgerduell gegen Großenseebach II (4:3). "Insgesamt sind wir mit dem Verlauf zufrieden", erklärt Abteilungsleiter Friedrich Haas. "Wir haben den ein oder anderen Punkt leichtfertig verschenkt, andere Punkte wiederum glücklich geholt.
Das hält sich die Waage." In einer starken Liga sieht er die Kreisliga-Reserven der SpVgg Heßdorf und des SC Adelsdorf als Topfavoriten an. Ob deren Möglichkeiten, sich aus dem Kader der ersten Mannschaft zu bedienen, sei es schwer, sie zu schlagen. Doch nun steht das Heimspiel gegen den TSV Neuhaus auf dem Programm, Haas erwartet ein Duell auf Augenhöhe. "Neuhaus ist ein direkter Konkurrent um die oberen Plätze. Wir werden sie nicht unterschätzen. Das Ziel zuhause sind dennoch drei Punkte." mho


A-Klasse 3 ER/PEG

SV Langensendelbach (1.) - SpVgg Dürrbrunn (2.)
Das nennt man wohl einen Lauf: Mit der perfekten Ausbeute von zwölf Siegen aus zwölf Partien geht Langensendelbach mit breiter Brust in das Spitzenspiel am Sonntag (14.30 Uhr). "Wir wollen unsere weiße Weste bis zur Winterpause beibehalten", legt SVL-Spielleiter Christian Derfuß die Marschroute fest und freut sich, dass Trainer Dieter Stettner nach mehrwöchigem Krankheitsausfall wahrscheinlich wieder am Spielfeldrand stehen kann. Die Gastgeber erzielten bisher stolze 65 Tore, bekommen es aber mit der besten Defensive der Liga zu tun. Diese musste erst sechs Gegentreffer hinnehmen, die Hälfte davon aber allein bei der schmerzhaften Niederlage gegen den Verfolger SV Pretzfeld am letzten Spieltag. Dennoch geht man voller Angriffslust in das Topspiel. "Wir wollen Langensendelbach den ersten Punktverlust der Saison zufügen, schließlich muss jede Serie ein Ende haben", sagt SpVgg-Spielertrainer Michael Taschner. zme


A-Klasse 4 ER/PEG

FC Leutenbach (2.) - SV Bieberbach (1.)
Beste Abwehr gegen besten Angriff heißt es beim Spitzenduell in der A-Klasse 4 (Samstag, 14.30 Uhr). Der SV, der bisher nur neun Gegentore hinnehmen musste, reist mit nur einer Saisonniederlage und acht Punkten Vorsprung auf den Gastgeber an. Klaus Krügel, Vorstand und Abteilungsleiter der Gäste, betont die tolle Kameradschaft und mannschaftliche Geschlossenheit in der Truppe unter der Führung von Spielertrainer Frank Krasser, sagt aber auch: "Jeder einzelne Spieler muss am Samstag 120 Prozent abrufen." Trotz einiger Verletzungssorgen gibt sich auch die Heimmannschaft, die schon 50 Tore erzielen konnte, kämpferisch - auch weil man in der letzten Saison beide direkten Vergleiche verloren hat. "Wir wollen den Anschluss an Bieberbach nicht verlieren und sind bemüht, die drei Punkte zu Hause zu behalten", sagt FC-Trainer Walter Horsch und hofft auf ein attraktives Spiel mit vielen Zuschauern. zme


A-Klasse 5 ER/PEG

FC Dormitz (2.) - ASV Forth (1.)
Warum steht der FC Dormitz in dieser Saison in der Tabelle so gut da? Diese Frage hat sich Trainer Michael Popp auch schon gestellt und sagt überraschend: "Eigentlich dürfte es bei uns gar nicht so gut laufen." Der junge Coach spricht von einem unglaublichen Personal-Roulette, das sich jeden Sonntag bei seiner Mannschaft aufs Neue dreht. "Wir haben keine Konstanz im Kader. Wenn die einen wieder gesund werden, verletzten sich die nächsten. Einige Spieler laufen angeschlagen auf und wieder andere fehlen manchmal aus anderen Gründen." Das große Plus der Dormitzer sieht Popp im Zusammenhalt des Teams. "Wir haben eine super Stimmung und zurzeit das nötige Quäntchen Glück. Vier Mal haben wir einen Rückstand noch in einen Sieg umgebogen, was ich als eine moralische Stärke ansehe." Am Sonntag heißt der Gegner ASV Forth, mit dem Dormitz punktgleich auf dem ersten Tabellenplatz steht. Der Kreisklassen-Absteiger hat seine Mannschaft auf vielen Positionen umgebaut und setzt nun sehr erfolgreich auf junge Eigengewächse aus dem eigenen Verein. "Ich habe den Gegner schon drei Mal gesehen", sagt Popp. "Als Eindruck ist bei mir hängengeblieben, dass die Forther eine geschlossen gute Mannschaft und einen breiten Kader haben. Das Niveau ist gut, deswegen stehen sie berechtigterweise da oben." Personell hofft Popp, dass hinter einigen seiner Spieler aus dem Fragezeichen bis Sonntag noch ein Ausrufezeichen wird. Wer dann am Ende tatsächlich spielt, entscheidet sich in Dormitz bekanntermaßen ja immer recht kurzfristig. uwke

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