Eggolsheim
Wirtschaft

SPD sieht Amazon-Ansiedlung in Eggolsheim in zwei Punkten kritisch

Zur Ansiedlung des Online-Versandhändlers Amazon auf dem ehemaligen Lidl-Gelände in Eggolsheim nimmt die SPD im Landkreis Forchheim Stellung.
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Richard Schmidt Foto: privat
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Die Sozialdemokraten begrüßen es demnach generell, wenn mit Amazon ein global agierender Konzern im Landkreis Forchheim neue Arbeitsplätze schaffe. Zudem befürwortet die SPD es im Sinne der Nachhaltigkeit ausdrücklich, wenn mit dem ehemaligen Lidl-Gelände bereits bestehende Infrastruktur und Flächen genutzt werden anstatt neue Flächen zu versiegeln.

"Wir stehen Amazon jedoch in zwei Punkten kritisch gegenüber", erläutert Richard Schmidt, Vorsitzender der SPD Hausen, "das sind zum einen die Arbeitsbedingungen, die an einigen anderen Standorten mehrfach in der Kritik standen, und zum anderen die Steuervermeidungspraktiken des Unternehmens."

Die SPD im Landkreis Forchheim, so der Kreisvorsitzende Laurenz Kuhmann, fordere Amazon dazu auf, sich im Sortierzentrum am Standort Eggolsheim an die in Deutschland üblichen Standards und Regularien in den Bereichen Arbeitszeit, Tarifbindung und innerbetrieblicher Mitbestimmung zu halten. Zudem weist er darauf hin, "dass wir die von Amazon praktizierten Steuervermeidungspraktiken nicht billigen. Gegen ebendiese setzen wir uns auf europäischer Ebene für eine Harmonisierung der Wirtschaftspolitik und damit einhergehend europaweite Mindeststeuersätze auf die Gewinne von Unternehmen ein".

"Es darf nicht passieren, dass eine Bäckerei in Eggolsheim steuerlich benachteiligt wird, weil ein Großkonzern sich nebenan breitmacht, dem ganz andere Kapazitäten zur Verfügung stehen, um weltweit Steuerschlupflöcher zu suchen", ergänzt Lea Wolter, Beisitzerin der Kreis-SPD.

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