Weißenohe
Kooperation

Spatenstich für neuen Bauhof

An ihren beiden Ortsgrenzen errichten Igensdorf und Weißenohe einen gemeinsamen Bauhof.
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Spatenstich zu einem Projekt, von dem sowohl Weißenohe als auch Igensdorf profitieren sollen.  Foto: Petra Malbrich
Spatenstich zu einem Projekt, von dem sowohl Weißenohe als auch Igensdorf profitieren sollen. Foto: Petra Malbrich
Beherzt griffen die Männer auf dem 4500 Quadratmeter großen Acker zu den Schaufeln. Pünktlich hatte der Dauerregen eine Pause eingelegt. Zum ersten Spatenstich des gemeinsamen Bauhofs von Weißenohe und Igensdorf haben sich die beiden Bürgermeister, Wolfgang Rast (IU) für Igensdorf und Rudolf Braun (FW) für Weißenohe, Gemeinderäte, die Vorstände des neuen gemeinsamen Kommunalunternehmens "Im Steinbühl" und Vertreter der ausführenden Firmen getroffen.

Das Gelände entsteht in der Ziegeleistraße, an der Ortsgrenze zwischen Igensdorf und Weißenohe. Nachdem eineinhalb Jahre mit dem Wie, Wo und Wann verbracht worden sind, geht es nun endlich ans Werk: "Wir graben ein bisschen und stellen die Halle hin", sagte Rast. Die Halle wird 620 Quadratmeter messen, das Büro und der Aufenthaltsraum 480 Quadratmeter. Rund 1,6 Millionen Euro wird das Bauvorhaben kosten.


90 000 Euro Förderung

Im April dieses Jahres wurden 90 000 Euro Förderung von der Regierung Oberfranken bewilligt: "zur Gründung eines neuen, vorbildhaften Kooperationsprojekts im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit", wie die Regierung in ihrem Bewilligungsbescheid erläuterte. Um diese staatliche Förderung zu erhalten, musste nachgewiesen werden, dass es in den ersten Jahren ein Einsparpotenzial gibt Mit 15 Prozent wurden diese angegeben. Schon im Juli 2015 hatte die Idee des gemeinsamen Bauhofs Formen angenommen, als die beiden Gemeindechefs einen öffentlich-rechtlichen Vertrag zur Durchführung des gemeinsamen Projekts unterzeichnet haben.
Eine Steuerungsgruppe, bestehend aus Vertretern beider Gemeinderäte, erarbeiteten die Grundlagen für den gemeinsamen Bauhof. Einen Monat später wurde in Weißenstadt das Gemeinsame Kommunalunternehmen (GKU) besichtigt, um die gewonnenen Erkenntnisse im eigenen Vorhaben einzubringen.

Noch vor dem Jahresende 2015 konnten die Beratungsleistungen an die Firma Rödl & Partner in Nürnberg vergeben werden. Der erste Januar 2017 wurde von der Steuerungsgruppe als Gründungsdatum für das GKU ins Auge gefasst. Rechtskräftig wurde die Satzung am 18. Januar 2017, das gemeinsame Kommunalunternehmen im Steinbühl gegründet.

Der Name des Bauhofs geht auf den alten Flurnamen des Grundstücks zurück. Der Verwaltungsrat des gemeinsamen Unternehmens besteht aus Vertretern beider Gemeindeseiten. Im Vorsitz des Verwaltungsrats setzen sich im zweijährigen Wechsel die Bürgermeister Wolfgang Rast und Rudolf Braun ab.
Uwe Reisberger, der bisher in der technischen Bauverwaltung im Markt Igensdorf arbeitete, leitet als Vorsitzender das Unternehmen, Iven-Greiner-Fuchs, der bisherige Leiter des Igensdorfer Bauhofs, ist sein Vertreter.
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