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Bankenwesen

Sparkasse Forchheim modernisiert und schließt Geschäftsstellen

Die Sparkasse Forchheim will einerseits Geschäftsstellen modernisieren und ausbauen, andererseits werden auch Standorte geschlossen.
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Die Zentrale der Sparkasse in Forchheim Foto: Josef Hofbauer
Die Zentrale der Sparkasse in Forchheim Foto: Josef Hofbauer

Um weiterhin den Kundenbedürfnissen gerecht zu werden und den geänderten Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen, richtet sich die Sparkasse Forchheim laut Pressemitteilung neu aus. Hierzu werden neben dem Ausbau der Geschäftsstelle Effeltrich zum Kompetenz-Center unter anderem die Geschäftsstellen Obertrubach und Kersbach modernisiert. Außerdem werden zum 1. Mai 2019 an drei Standorten in Stadt und Landkreis Forchheim die Leistungen durch benachbarte Geschäftsstellen beziehungsweise von Kompetenz-Centern übernommen.

Zusammenlegungen

Der Verwaltungsrat hat auf Vorschlag des Vorstands beschlossen, folgende Geschäftsstellen zum 1. Mai zusammenzulegen: Wiesenthau mit Kirchehrenbach, Kleinsendelbach mit Neunkirchen am Brand und Poxdorf mit Effeltrich. Die bisherigen Berater werden ihre Kunden in den neu zugeordneten Filialen in der Nachbarschaft in Empfang nehmen.

Die Sparkasse wird danach neben ihren modernen Zugangswegen an 31 Standorten im Geschäftsgebiet präsent sein - persönlich und in Form von Selbstbedienungsbereichen.

Online-Banking nimmt zu

"Mit dem Zukunftskonzept der Sparkasse Forchheim sehen wir diese für die nächsten Jahre sehr gut gerüstet", fasst Vorstandsvorsitzender Ewald Maier die Neuausrichtung zusammen. Hintergrund für die Anpassungen sei ein über Jahrzehnte verändertes Kundenverhalten. Waren in den 60er und 70er Jahren die Geschäftsstellen noch stark frequentiert, kamen in den 80er Jahren die ersten Selbstbedienungsgeräte auf. Seit etwa zehn Jahren ersetzt Online-Banking für einen immer größer werdenden Kundenkreis den Besuch der Filiale. Mittlerweile besitzen laut Sparkasse 50 Prozent der Privat- und nahezu 75 Prozent der Geschäftskunden ein onlinefähiges Girokonto - beides mit nach wie vor hohen Zuwachsraten. Die Internetfiliale der Sparkasse Forchheim wurde demnach im Dezember von rund 600.000 Kunden besucht. Täglich verzeichnet das Forchheimer Kreditinstitut circa 7000 Anmeldungen im Online-Banking. Auch die Sparkassen-Apps würden von rund 4000 Kunden regelmäßig genutzt. Rund 22.000 Kunden erhalten ihre Kontoauszüge in das elektronische Postfach. Und jeden Monat werden es rund 200 mehr.

Die Nutzerzahlen der modernen Zugangswege zur Sparkasse wachsen weiter stark an, während gleichzeitig die Kundenbesuche in den Geschäftsstellen zurückgehen. "Deshalb haben wir alle Geschäftsstellen einer detaillierten Analyse unterzogen und nehmen nur an den Standorten Anpassungen vor, die von unseren Kunden nicht mehr ausreichend frequentiert werden", erklärt Vorstandsmitglied Harald Reinsch.

Veränderte Rahmenbedingungen

Darüber hinaus haben sich laut Pressemitteilung auch die anderen Rahmenbedingungen in der gesamten Finanzbranche stark verändert und tun dies weiter. Die zunehmende Regulatorik stelle immer höhere Anforderungen an das Eigenkapital der Banken und Sparkassen und somit auch an das Betriebsergebnis. Damit müssten alle Kostenbereiche kritisch betrachtet und das Geschäftsstellennetz regelmäßig auf Wirtschaftlichkeit überprüft werden. Die anhaltende Niedrigzinsphase belaste die Ertragslage sehr stark und zwinge zum Handeln.

Geschäftsstellennetz

Über 31 Standorte verfügt die Sparkasse Forchheim künftig: 27 mit Mitarbeitern besetzte Geschäftsstellen, darunter zwölf Kompetenz-Center, und vier Selbstbedienungs-Standorte. Der Trend gehe unaufhaltsam hin zu den digitalen Kommunikations- und Vertriebskanälen. Deshalb investiere die Sparkasse beispielsweise in die Videoberatung oder in neue Funktionen der Sparkassen-Apps wie die Fotoüberweisung oder das Bezahlen per Smartphone.

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