Neunkirchen am Brand
Marktgemeinderat

Sofortmaßnahme für Brandschutz in Grundschule

Zwei Räume im Keller der Grundschule Neunkirchen am Brand wurden zu einer Küche umgebaut. Dabei ist der Brandschutz nicht gewährleistet.
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Die Grundschule in Neunkirchen am Brand Foto: Petra Malbrich
Die Grundschule in Neunkirchen am Brand Foto: Petra Malbrich
Zwei Räume im Keller der Grundschule, die bisher Lager und Nebenraum waren, wurden zur Küche umgebaut. Das ist eine Nutzungsänderung, die genehmigt werden muss. Eine Besichtigung, bei der auch der Architekt dabei war, fand deshalb statt. Dass der Brandschutz für das 1962 entwickelte Gebäude nicht den heutigen Richtlinien entspricht, war dabei festgestellt worden.

Das Landratsamt Forchheim hat sich daraufhin das gesamte Schulgebäude angeschaut und verschiedene Maßnahmen gefordert. Bürgermeister Heinz Richter (FW) belastet die Situation stark. "Dort unten sind unsere Kinder. Wir werden alles aufs Schnellste tun, was wir können", sagte er.

Handwerker sind derzeit nicht so leicht erreichbar, aber der Bauhof habe bereits ein Provisorium angelegt. Bemängelt wurden im Untergeschoss die Fenster-Notausstiege. Aufstiegshilfen innen und außen sind zu montieren, da die Brüstung der Fenster zu hoch ist. Zudem behindere die Akustikdecke im Speiseraum die Fensteröffnung.

Im Erdgeschoss sollen innen an den Fenstern die Aufstiegshilfen verbessert und freigehalten werden. Den zweiten Rettungsweg über Notleitern auszubilden, wurde als wenig zielführend betrachtet. Das Landratsamt forderte, die Aufstiegshilfen an den Fenstern durch Treppen zu ersetzen, die Rettungswege und Klassenzimmer durch miteinander vernetzte Rauchmelder zu überwachen und beispielsweise einen Getränkeautomaten im Flur, der eine Gefahrenquelle darstellt, zu entfernen.

Provisorische Treppen wurden an den Fenster-Notausstiegen im Unter- und Erdgeschoss angebracht. Die Notleiter an der Außenfassade wird durch eine provisorische Gerüsttreppe ersetzt. Ein Gerüstbauer wurde bereits beauftragt. "Das eine oder andere werden wir übergangsweise mit einem Baugerüst machen müssen, da wir auf die Schnelle keine Metalltreppe erhalten", erklärte Richter. "Wir arbeiten daran wie die Wilden, um eine sichere Sache zu haben", beteuerte Richter.


Sonderprogramm für Schulen

Neben dem Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) werden finanzschwache Kommunen unterstützt. Nun wurde mit dem KIP-S nachgelegt, um bei der Verbesserung der Schulinfrastruktur finanzschwacher Kommunen finanziell zu unterstützen. Zuschüsse bis zu 90 Prozent seien möglich, informierte Bürgermeister Richter. Förderfähig seien Sanierung, Umbau, Erweiterung und bei Beachtung der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit auch ein Erweiterungsbau. Da die Grundschule erweitert oder neu gebaut werden muss, reichte der Markt die Bewerbung ein, lässt jedoch parallel dazu von einem Büro die Kosten der vier Möglichkeiten zum Thema Grundschule berechnen, darunter auch ein Abriss des jetzigen Gebäudes und ein Neubau der Grundschule am jetzigen Standort oder Abriss und Erweiterungsneubau am Standort Mittelschule.
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