Langensendelbach
Gemeinderat

Seniorenwohnungen anstelle des Bauhofs in Langensendelbach?

Auf dem bisherigen Bauhof-Areal in Langensendelbach könnten Seniorenwohnungen mit Tagespflege gebaut werden.
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Im Hintergrund ist der alte Bauhof, der demnächst  in den neuen Standort am Rand von Langensendelbach umzieht. Der Platz  mit 4200 Quadratmetern wäre nach Ansicht der Räte prädestiniert für eine  Seniorenwohnanlage mit Tagespflege. Foto: Karl Heinz Wirth
Im Hintergrund ist der alte Bauhof, der demnächst in den neuen Standort am Rand von Langensendelbach umzieht. Der Platz mit 4200 Quadratmetern wäre nach Ansicht der Räte prädestiniert für eine Seniorenwohnanlage mit Tagespflege. Foto: Karl Heinz Wirth

Seniorengerechtes Wohnen mit Ärztehaus und Tagespflege beschäftigte die Langensendelbacher Gemeinderäte. Wie Bürgermeister Oswald Siebenhaar (UWB) erläuterte, würde bei Bürgern der ausgeprägte Wunsch bestehen, möglichst lange in ihrem Heimatort zu bleiben. Sie wollten Tagespflege vor Ort. Wenn der neue Bauhof bezugsfertig ist, verfügt die Gemeinde mit dem alten Bauhof über eine Grundstücksflache in zentraler Lage von 4200 Quadratmetern, die sich für den Bau von Seniorenwohnungen mit Tagespflege hervorragend anbieten würde. Damit der Gemeinderat sich eine Vorstellung eines solchen Objektes machen konnte, hatte die Gemeinde das Unternehmen Bayerncare mit Geschäftsführer Robert Wießner und Stefan Werner eingeladen. Das Unternehmen baut Seniorenwohnungen und Pflegeeinrichtungen und ist nur in Bayern tätig. "Unser Anspruch ist", sagte Wießner, "dass die Bewohner ihr Leben so normal und individuell wie nur möglich führen können." Stefan Werner ergänzte: "Tochterunternehmen aus den Bereichen ambulante Pflege, Catering sowie Reinigungs- und Servicedienstleistungen runden das Versorgungsangebot für ältere und pflegebedürftige Menschen ab." Gemeinderat Hans Knetzger (FW) fragte nach, ob die Wohnungen auch zum Kauf angeboten werden. "Wir entwickeln neben klassischen Pflegezentren auch Seniorenwohnanlagen mit Ärztehaus und Tagespflege, die zum Kauf angeboten werden", bejahte Werner. Die Ein-, Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen haben eine Größe von 45 bis 80 Quadratmetern. Wie hoch die Quadratmeterpreise seien, wollten die Räte wissen. "Hier können wir nur Circa-Preise nennen", meinte Werner, da viele Faktoren bei der Berechnung zu berücksichtigen seien. "Man muss von circa 4000 Euro pro Quadratmeter ausgehen" sagte Wießner. Simon Berninger (SPD) meinte: "Wir sollten, bevor wir Bauträger einladen, erst einen Grundsatzbeschluss fassen, wie die Gemeinde das Grundstück verwerten möchte." Dem mochte Bürgermeister Siebenhaar nicht unbedingt zustimmen. Er ist vielmehr der Meinung, da die demografische Entwicklung immer schneller voranschreitet: "Wir sollten den Wunsch unserer Bürger nach barrierefreien seniorengerechten Wohnungen ernsthaft in Betracht ziehen. Man kann nicht alle Senioren stationär unterbringen. Wir brauchen andere Wohnformen und auch eine Tagespflege für unsere Senioren in ihrem Wohnumfeld. Wenn dann noch ein Ärztehaus integriert ist, wäre das optimal." Allerdings werde das Zeitfenster für eine Verwirklichung nicht immer geöffnet sein, sagte der Bürgermeister. Die Räte nahmen nach reger Diskussion die Ausführungen zur Kenntnis.

Turnraum in Bräuningshof

Der noch leerstehende Turnraum im Kindergarten Bräuningshof muss mit entsprechenden Spielgeräten ausgestattet werden. Dazu wurde der Verwaltung eine Aufstellung verschiedener Spielgeräte vorgelegt, wobei die Kiga-Leitung sich die Neuanschaffung einer Kletterwand mit Fallmatten wünscht. Alternative Spielgeräte müssen aus Sicherheitsgründen an der Decke montiert werden. Der Gemeinderat beauftragte die Kämmerei, 10.000 Euro im Haushaltsplan einzustellen.

Bedarf im Kindergarten

Aufgrund von Abfragen im Kindergarten Langensendelbach und Bräuningshof wurde eine Bedarfsermittlung für einen Waldkindergarten durchgeführt. Dabei kristallisierte sich heraus, dass in Langensendelbach 15 Eltern und in Bräuningshof zehn Eltern Interesse daran bekunden. In der Diskussion wurde darauf hingewiesen, dass sich die Kinder überwiegend in der Natur aufhalten und mit dem spielen, was sie im Wald vorfinden. Bei schlechtem Wetter bieten Zelte, Bauwagen und Hütten Unterschlupf zum Malen, Basteln und Frühstücken. Die Räte stellten nach intensiver Diskussion einen Bedarf von 16 Waldkindergartenplätzen fest.

Anbau ans Feuerwehrgerätehaus

Kreisbrandmeister Willibald Hofmann legte den Räten die Notwendigkeit eines Anbaus an das Feuerwehrgerätehaus in Bräuningshof dar. Die Feuerwehren würden in regelmäßigen Abständen besichtigt und festgestellte Mängel gemeldet, erklärte Hofmann. In Bräuningshof wird schon zum wiederholten Mal die Unterbringung des Feuerwehrautos bemängelt, die nicht ordnungsgemäß sei. Da in den nächsten Monaten wieder eine Begehung ansteht, wird vorgeschlagen, das Feuerwehrgerätehaus mit einem eingeschossigen Anbau von circa 60 Quadratmetern Größe zu erweitern. Die Räte erteilten ihr Einvernehmen für den Anbau. Die Verwaltung wurde beauftragt, die entsprechenden Finanzmittel vorzusehen.

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