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Seniorenbeauftrage im Kreis Forchheim: Anker für die Arbeit mit älteren Menschen

Ein Treffen der Seniorenbeauftragten fand in Hausen statt. Wie und mit wem organisieren sie ihre Arbeit?
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Romy Eberlein bittet die Seniorenbeauftragten, auf einer Landkarte einzuzeichnen,  mit wem sie zusammenarbeiten können. Foto: Carmen Schwind
Romy Eberlein bittet die Seniorenbeauftragten, auf einer Landkarte einzuzeichnen, mit wem sie zusammenarbeiten können. Foto: Carmen Schwind
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Zum Treffen der Seniorenbeauftragten des Landkreises Forchheim hatte Gerda Wagner nach Hausen eingeladen. Zuerst besuchten die Teilnehmer die Kirche und das Museum der Gemeinde, danach trafen sie sich zum Austausch im Bürgerhaus. Dessen Nutzung war vor einem Jahr noch Streitpunkt zwischen Bürgermeister Gerd Zimmer (SPD) und der Seniorenbeauftragten Gerda Wagner gewesen. Bei dieser Veranstaltung lobte der Bürgermeister jedoch das Engagement der Seniorenbeauftragten, und Gerda Wagner bedankte sich für Zimmers Unterstützung und meinte: "Hier ist nicht alles so schlecht wie man liest. Hausen ist ein schöner und ruhiger Ort." Gerd Zimmer stellte den Teilnehmern kurz die Gemeinde vor und erzählte von der Sage, dass Pontius Pilatus in Hausen geboren sein soll. Gerda Wagner zeigte auf, dass sie viel für die Senioren organisiert. Einmal im Monat gibt es eine Veranstaltung im Bürgerhaus, zu der bis zu 60 Senioren kommen, und es gibt Ausflüge. "Wie mache ich das? Das fängt an mit einer schön großen Anzeige im Amtsblatt", trug die Seniorenbeauftragte vor. Danach werde ein Bericht über die Veranstaltung veröffentlicht. Und sie habe ein Budget: "Das ist es auch wert, dass die Gemeinde etwas für Senioren macht." Außerdem scheue sie sich nicht, Firmen um Spenden zu bitten.

Romy Eberlein, zuständig im Landratsamt für Senioren, bat die Seniorenbeauftragten, in kleine Karten vom Landkreis einzutragen, welche Gemeinden mit welchen anderen Gemeinden zusammenarbeiten könnten. Das soll ausgewertet werden.

Briefe verteilt

Nach einem kleinen Workshop berichtete Edeltraud Zubrod, dass Dormitz ebenfalls viele Veranstaltungen anbiete. Der Seniorenkreis habe 60 Briefe an ältere Menschen verteilt und diese eingeladen. Drei Leute seien nur gekommen. Jetzt arbeitet Dormitz mit Kleinsendelbach zusammen, um ein gemeinsames Programm anbieten zu können. Die meisten der anwesenden Seniorenbeauftragten gehen ähnlich wie Gerda Wagner vor. Allerdings bekommen sie im Amtsblatt nicht so viel Platz. Außerdem bieten in vielen Gemeinden unterschiedliche Institutionen Programme an, so dass die meisten Seniorenbeauftragten weniger eigene Veranstaltung organisieren, sondern sich vernetzen und die vorhandenen Angebote koordinieren.

Erfahrung aus Kleinsendelbach

Alfred Wölfel aus Kleinsendelbach berichtete, dass zu dortigen Veranstaltungen etwa 40 Senioren kommen. Erika Schneider bietet 14-tätige Termine und hat auch immer volles Haus. Sie und Heidi Förtsch aus Egloffstein suchen verzweifelt Nachfolger. Walter Hofmann machte Werbung für den Integrativen Mehrgenerationenspielplatz in Obertrubach. Ulli Götz informierte über das umfangreiche Programm in Kirchehrenbach, das sehr gut angenommen werde.

30 Ortsteile betreuen

Jürgen Kränzlein hat in Gößweinstein das Problem, dass es 30 Ortsteile gibt, in denen eigene Seniorenarbeit geleistet wird. Außerdem ging er darauf ein, dass Senioren Angebote wie Bürgerbusse nicht nutzen würden. Horst Schulenburg berichtete, dass in Forchheim viele Vereine Veranstaltungen für Senioren anbieten. Reinhard Schuhmann trug vor, dass den Senioren in Weißenohe Spaß und Lebensfreude vermittelt werden soll. Oswald Siebenhaar berichtete über die Veranstaltungen des Helferkreises in Langensendelbach. Zum Abschluss bedankte sich Landrat Hermann Ulm (CSU) bei den Seniorenbeauftragten und bezeichnete sie als "Anker für die Seniorenarbeit".

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