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Forchheim
Verpackungsunternehmen

Schumacher Packaging will 130 Millionen investieren

Hendrik Schumacher, Mitinhaber des gleichnamigen Verpackungsunternehmens, ist nicht nur als Judoka sportlich unterwegs: Die Firmengruppe, die seit 2010 auch in Forchheim ein Werk betreibt, will in den nächsten drei Jahren 130 Millionen Euro investieren.
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Sportsgeist beweisen Firmenchef Hendrik Schumacher (r.) und sein Forchheimer Werksleiter Volker Hummel - beide sind begeisterte Judokas. Fotos: Oswald
Sportsgeist beweisen Firmenchef Hendrik Schumacher (r.) und sein Forchheimer Werksleiter Volker Hummel - beide sind begeisterte Judokas. Fotos: Oswald
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Wir kennen sie alle, die bunten Verführer in den Regalen: Verkaufsverpackungen. Sie vermitteln in der Regel den ersten und damit kaufentscheidenden Eindruck! Doch kaum jemand weiß, dass die verlockenden Hüllen bekannter Markenprodukte in Forchheim produziert werden: bei Schumacher Packeging. Hier entstehen edle Tragetaschen für Joop, in schillernder Hologrammfolie geprägte Kartons für den Softwarehersteller Kaspersky, bunte Pralinenschachteln für Piasten und vieles mehr. Das 2010 erbaute Werk ist spezialisiert auf Verpackungen aus Vollpappe und auf hoch veredelte Faltschachteln!

Im Unternehmen steckt Herzblut
Forchheim ist einer von momentan zehn Standorten des familiengeführten Unternehmens, das mittlerweile in Greven (NRW) ein elftes Werk plant. "Die Ansiedlung in Forchheim war uns wichtig", erklärt Hendrik Schumacher. Denn der alte Standort in Nürnberg sei zu klein geworden und es habe dort keine Möglichkeit für einen "Befreiungsschlag" gegeben, wie es der Kampfsport treibende 36-jährige Unternehmer formuliert. Man hätte freilich auch nach Sonneberg verlegen können. Das hätte nur neun Millionen gekostet - anstatt einer Investition von 18 Millionen in Forchheim.

Aber ausschlaggebend war für die Geschäftsführung die Nähe zu Nürnberg: "Denn wir wollten den Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, weiter bei uns zu arbeiten", erklärt Hendrik Schumacher die Entscheidung, die - wie er zugibt - rein wirtschaftlich betrachtet anders hätte getroffen werden müssen. Aber: "Wir sind ein familiengeführtes Unternehmen. Da steckt Herzblut drinnen. Da hat man Kontakt zu den Mitarbeitern - und auf lange Sicht ist es nur gut, wenn sich die Belegschaft mit dem Unternehmen identifiziert", betont Hendrik Schumacher. Bei einem Aktienunternehmen, so gibt er zu bedenken, sei man in erster Linie abhängig vom Erfolg an der Börse.

Regional verwurzelt
Zielsetzung seines Unternehmens sei es, "unabhängig zu bleiben, um seine Vorstellungen schnell und flexibel umsetzen zu können." Damit entspreche man den Erwartungen der Kunden, denen es wichtig sei, dass sich Schumacher Packaging mit seiner Produktion schnell geänderten Rahmenbedingungen anpassen könne. "Bei uns sind keine 25 Meetings nötig, wenn's drauf ankommt entscheiden wir sofort."

Das bestätigt auch Werksleiter Volker Hummel: "Herr Schumacher ist immer ansprechbar und erreichbar - Entscheidungen werden schnell und abschließend getroffen. Man weiß, wie man dran ist. Das macht es für mich und meine Mitarbeiter angenehm hier zu arbeiten." Inzwischen stammen bereits 50 der 130 Beschäftigten aus Forchheim und der Region - mehr als ursprünglich geplant. Und es werden Auszubildende gesucht. Für die verschiedensten Bereiche - von der Mediengestaltung, über Druckerei und kaufmännische Abteilung bis zum Packmittel-Technologen.

In Forchheim Frieden gefunden
Dass die Standortsuche in Forchheim mit lokalpolitischen Querelen bei der zunächst geplanten und dann doch gescheiterten Ansiedlung in Kersbach begonnen hatte, hat Hendrik Schumacher inzwischen ad acta gelegt. Das Industriegebiet Pilatusfeld, direkt an der Südumgehung, sei der ideale Standort. Hendrik Schumacher versichert: "Wir habe unseren Frieden hier gefunden."
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