Kirchehrenbach
Gemeinderat

Schulsanierung in Kirchehrenbach kostet 5,2 Millionen Euro

Die Architekten stellten dem Gemeinderat die Kosten für die Schulhaus-Sanierung vor. Kirchehrenbach muss mit rund einer Million Euro Ausgaben rechnen.
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Die Mittelschule in Kirchehrenbach soll saniert werden. Foto: Barbara Herbst/Archiv
Die Mittelschule in Kirchehrenbach soll saniert werden. Foto: Barbara Herbst/Archiv
"Eine bis eineinhalb Millionen Euro werden an der Gemeinde hängenbleiben", fasste Kämmerer Bastian Holzschuh (CSU) zusammen. Bei der Sondersitzung des Gemeinderats Kirchehrenbach präsentierte Architekt Udo Freitag (Ingenieurbüro Eis aus Bamberg) die Gesamtkosten für die geplante Schulsanierung: Die bauliche Sanierung schlägt mit 2,53 Millionen Euro zu Buche. Zusammen mit der technischen Ausrüstung kommt die Sanierung auf Gesamtkosten von 5,2 Millionen Euro.

Das zweigeschossige Gebäude der Grund- und Mittelschule in der Straße zur Ehrenbürg wurde 1967 fertig gestellt und soll nun teilsaniert werden. Laut dem Architekten sind am Schulhaus umfangreiche Abbruch- und Entkernungsarbeiten notwendig. Außerdem müssen unter anderem Erdarbeiten durchgeführt, Türen erneuert und Wasserleitungen neu verlegt werden. Im Inneren sollen LED-Lichter und Luftsysteme in den Klassenräumen eingebaut werden. Das Schulhaus muss zudem energetisch saniert werden, um dem geltenden EnEV-(Energiesparverordnung)-Standard zu entsprechen. "Die Schule muss auch auf asbesthaltige Baustoffe untersucht werden", betont Freitag.


Rund 60 Prozent Förderung

Der Fördersatz liege bei 50 bis 60 Prozent und könne auf die meisten Arbeiten angewendet werden, so Holzschuh. Mit dem bayerischen Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) wird die Sanierung zudem mit 400 000 Euro gefördert. Die übrigen rund 2,5 Millionen Euro teilen sich die Gemeinde Kirchehrenbach und der Schulverband.

"Wenn wir unsere Schule zukunftsfähig machen wollen, bleibt uns nichts anders übrig", meinte Bürgermeisterin Anja Gebhardt (SPD). Die Gemeinderäte beschlossen einstimmig das Projekt Teilsanierung weiter voranzubringen. Ein kompletter Neubau war für das Gremium keine Alternative.
Die jetzige Schule hat eine Nutzfläche von rund 3000 Quadratmetern. "Wenn sie jetzt ein neues Gebäude für diese Schulgröße bauen, würden sie nur eine Förderung für 2000 Quadratmeter Nutzfläche bekommen", betonte Freitag. Ein Neubau (für den der Architekt rund acht Millionen Euro ansetzten würde), wäre demnach ein Drittel kleiner als die bisherige Schule. Außerdem müsste die Gemeinde freie Baufläche finden und erwerben sowie eine neue Nutzung für das alte Gebäude finden.

Gut die Hälfte der Kosten, die nun bei der Teilsanierung anfallen, ist die elektrotechnische Aufrüstung des Schulhauses gedacht. "Technisch ist es eigentlich einen Generalsanierung", meinte Architekt Andreas Popp (Ingenieurbüro Krug, Schmidt, Röthig aus Rödental).



Entwicklung in der Medientechnik

"Allein in der Medientechnik ist die Entwicklung explodiert. Eine Schule vor zehn Jahren ist noch anders saniert worden, als heute." Sowohl Telefon-, Durchsage- und Brandmeldeanlagen müssten erneuert werden. Statt Schiefertafeln wünschten sich die Lehrer sogenannte Whiteboards mit Lautsprechern und Beamern. Jedes Klassenzimmer hat zudem WLAN-Zugang.

Die Architekten haben eine Pellet-Heizung für das Schulgebäude geplant. Das Heizhaus entsteht nahe des Sportplatzes. Der Gemeinderat wollte sich jedoch noch nicht auf die Heizart festlegen. Deshalb sollen die Planer nun im Auftrag des Gemeinderats prüfen, ob andere Arten wie Wärmepumpenheizung oder Hackschnitzel eine Alternative sind.


Kleine Änderungen gewünscht

Auf Anfrage der Lehrer sind zudem kleinere Änderungen in den Bau eingeflossen. Es entstehen zusätzliche Archiv- und Lagerräume im Untergeschoss. Für den Hausmeister ist noch eine abgeschlossene Werkstatt und ein Fahrradkeller geplant. Im Rektor- und Konrektorzimmer werden Archivregale eingebaut. Im Lehrerzimmer entsteht eine kleine abgeschlossene Lehrerbibliothek.
Das Landratsamt hat eine zweite Fluchttreppe angeregt, um so einen direkten zweiten Rettungsweg aus dem Obergeschoss zu schaffen.

Das Architekten-Team plant mit einem Baubeginn 2019. "Anstatt ursprünglich vier Jahren wollen wir die Arbeiten in zwei Jahren durchführen. Das ist schon eine Mammut-Aufgabe", so Popp. Die Sanierung in zwei Bauabschnitten soll parallel zum Schulbetrieb passieren. Der Ausbau wäre Anfang 2021 fertig. Der Bau der neuen Turnhalle in Kirchehrenbach ist anschließend geplant und soll 2023 abgeschlossen werden.
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