Hiltpoltstein
Marktgemeinderat

Schulsanierung in Hiltpoltstein ist größter Brocken im Haushalt

Die bevorstehende Schulsanierung in Hiltpoltstein, der größte Brocken im Haushalt, macht eine - allerdings einmalige - Schuldenaufnahme notwendig.
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Die  Containeranlage wird  das Ausweichquartier für die Schüler in Hiltpoltstein. Foto: Petra Malbrich
Die Containeranlage wird das Ausweichquartier für die Schüler in Hiltpoltstein. Foto: Petra Malbrich
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2.581.000 Euro kostet die Schulsanierung in Hiltpoltstein, die im Finanzplanungszeitraum der Marktgemeinde bis 2022 läuft. Zwar sind etliche Zuschüsse geflossen, aber die Zahl weist auf die Dimension hin, die der Haushalt der Kommune aufweist. "Es ist der größte Haushalt bisher", sagt Kämmerer Ernst Steinlein zu dem über sechs Millionen Euro umfassenden Zahlenwerk. 2,77 Millionen Euro stehen im Verwaltungshaushalt, 3,23 Millionen im Vermögenshaushalt. Um eine Million Euro ist der Haushalt im Gesamtvolumen gestiegen. Die Einnahmen im Vermögenshaushalt bestehen meist aus Zuschüssen von Bund und Land. Die Gewerbesteuer umfasst 310.000 Euro. Eine stabile Größe ist die Einkommenssteuer: Mit 1.008.400 Euro könne fest gerechnet werden. Auch die Schlüsselzuweisungen sind sehr gut, werden künftig aber etwas sinken.

Größte Ausgaben

Ein großer Ausgabeposten sind die Personalkosten mit 788.000 Euro. "Primär ist das durch den Kindergarten bedingt", erklärt der Kämmerer. Neun Beschäftigte kümmern sich um durchschnittlich 50 Kinder. 29 davon sind Regelkinder, 20 Krippenkinder. Über die Hälfte der Erzieherinnen und Pflegerinnen sind in Vollzeit beschäftigt. Die Einnahmen dazu bestehen aus den Gebühren und den staatlichen Zuschüssen. 19 Schulkinder besuchen die Gräfenberger Schulen. Als Schulumlage muss der Markt 45.980 Euro leisten. Sehr positiv hob Kämmerer Steinlein den Schuldenstand der Gemeinde hervor. Dieser konnte wieder reduziert werden, auf 200.477 Euro. Das macht eine Pro-Kopf-Verschuldung von 132,50 Euro. Neue Schulden muss die Gemeinde heuer noch nicht machen.

Kreditaufnahme

Dennoch wird mit einer Kreditaufnahme im Jahr 2020 (470.000 Euro) geplant. Das sei jedoch eine einmalige Geschichte, meinte der Kämmerer. "Wir haben dann aber auch große Brocken erledigt", betonte Gemeindechefin Gisela Schulze-Bauer (BfH). "Vor einigen Jahren hätten wir nicht gedacht, dass wir das schaffen und haben davon überhaupt nicht zu träumen gewagt", sagte Schulze-Bauer. Die großen Brocken sind neben der Schulsanierung samt Containeranlage als Ausweichquartier die Restarbeiten am Bauhof (30.200 Euro), die Straßenbeleuchtung (5000 Euro), die Hausanschlüsse (5000 Euro) und die Dorferneuerung Hiltpoltstein (552.800 Euro). 12.000 Euro werden noch für die Gehwegsanierung an der B 2 eingestellt.

Hackschnitzelheizwerk

Eine Werkstatt in der Scheune wird von einem Bürger bereits über ein eigenes Hackschnitzelheizwerk mit Nahwärme versorgt. Nun möchte er sein Haus auch damit heizen und dazu die vorhandenen Leitungen verlängern. 83 Meter kämen hinzu. Der Marktgemeinderat sollte das Einverständnis dazu geben. Das Problem: Die Marktgemeinde hat keine Satzung für solche Sondernutzungen. Bürgermeisterin Gisela Schulze-Bauer stellte nun eine mögliche Behandlung dieser Aufgabe vor. So könnten ein jährliches Entgelt berechnet werden oder der Antragsteller gehe in Vorleistung und zahle eine einmalige Gebühr. Im Markt gibt es noch ein weiteres Anwesen, das über Nahwärme Energie bezieht. "Die Entscheidung, die wir treffen, ist eine, wie wir mit allen Fällen dann umgehen", meinte Schulze-Bauer. Sinnvoll wäre deshalb, gleich eine Satzung auszuarbeiten. Damit der Antragsteller keinen Zeitverlust hat, erteilte der Rat das Einverständnis, allerdings mit der Prämisse, dass sich die Gebühren nach der künftigen Satzung richten, wenn es auch für den Antragsteller eine gewisse Planungsunsicherheit bedeute. "Wir wollen solche Projekte unterstützen und uns deshalb in einer niedrigen Kostenspanne bewegen", versprach die Bürgermeisterin.



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