Forchheim

Schülerin überfahren: Aufwändige Ermittlungen

Am Donnerstag ist eine 17-jährige Schülerin am Forchheimer Bahnhof von einem Bus überfahren worden, das Mädchen verstarb noch an der Unfallstelle. Jetzt kündigte die Staatsanwaltschaft aufwändige Analysen an, um diesen tragischen Tod rekonstruieren zu können.
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Die Forchheimer Polizei hat ihre Ermittlungsergebnisse vor Ort an die Staatsanwaltschaft weiter gegeben. Foto: Hofbauer
Die Forchheimer Polizei hat ihre Ermittlungsergebnisse vor Ort an die Staatsanwaltschaft weiter gegeben. Foto: Hofbauer
Nur eine Frage bewegte am Freitag die Menschen in Forchheim: "Wie konnte es zu dem schrecklichen Unfall am Donnerstag auf dem Busbahnhof kommen, bei dem eine 17-jährige Schülerin der Ritter-von-Traitteur-Schule von einem Bus überrollt und auf der Stelle getötet wurde?"

Fest steht: Der Busfahrer ist nicht rückwärts gefahren. Der Begriff Wendemanöver habe sich darauf bezogen, dass der Fahrer eine 180-Grad-Wende zurücklegen muss, um in seine Parkbucht zu gelangen.

Aussagen, wonach der Fahrer am Ende der westlichen Fahrbahn bremsen musste, weil das Mädchen unmittelbar vor dem Bus die Fahrbahn querte, wollte der Forchheimer Polizeichef Rainer Schmeußer "weder bestätigen noch dementieren."

Nach Augenzeugenberichten wurde das Mädchen, das sich im so genannten "toten Winkel" befand, vom Bus erfasst und von den hinteren Zwillingsreifen überrollt. Der Busfahrer hatte nichts mitbekommen. Er nahm wohl an, die junge Passantin wartete auf der Halteinsel. Ein verhängnisvoller Irrtum.

Zeuge erlebt den Unfall mit

Ein Mann, der das schreckliche Szenario miterleben musste, hämmerte mit den Fäusten an die Fahrzeugtür, um den Busfahrer zu warnen. Doch es war bereits zu spät. Der Zeuge wurde nach unbestätigten Berichten mit Verdacht auf einen Herzinfarkt ins Klinikum eingeliefert, war am Tag des tragischen Unfalls nicht vernehmungsfähig.

Ob das Mädchen deshalb nichts wahrnahm, weil sie Ohrhörer trug und auf ihrem Heimweg von der Schule womöglich laute Musik hörte, mochte Polizeisprecherin Beate Weiß vom Polizeipräsidium Oberfranken ebenfalls nicht bestätigen. "Das Unfallopfer hatte so genannte "In-ear-Stecker" dabei, ob sie diese auch benutzt hatte, müsse die Staatsanwaltschaft klären", verdeutlicht die Sprecherin. Laut Gutachter seinen umfangreiche Analysen notwendig, um den exakten Unfallhergang rekonstruieren zu können.

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