Hausen
Brauchtum

Schon die Jüngsten üben die Kerwa-Riten

Darüber, dass Kirchweih-Bräuche in Vergessenheit geraten könnten, müssen sich die Hausener derzeit keine Sorgen machen.
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50 Kinder beteiligten sich beim Aufstellen des Kinderkirchweihbaumes, der stolze 17 Meter misst. Fotos: Mathias Erlwein
50 Kinder beteiligten sich beim Aufstellen des Kinderkirchweihbaumes, der stolze 17 Meter misst. Fotos: Mathias Erlwein
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Vor einigen Jahren hat der Kirchweihverein "Deutschen Brüder" das Kinderkirchweihbaum-Aufstellen ins Leben gerufen, der sich großer Beliebtheit erfreut. Jahr für Jahr beteiligen sich immer mehr Kinder daran. Heuer gab es einen neuen Rekord.

Mehr als 50 Mädchen und Jungen zwischen sechs und zwölf Jahren waren dabei, als es erst zum Ausgraben des Baumes in den Wald ging, der anschließend in der Ortsmitte mit musikalischer Begleitung mit viel "Hauruck" aufgestellt wurde. Die Fichte der Kinder war immerhin etwa 17 Meter lang. Zur Belohnung verteilte Zweiter Bürgermeister Bernd Ruppert Süßigkeiten an den Nachwuchs.

Ausgraben, nicht absägen

Das "Original" wurde dann zwei Stunden später von den ausgewachsenen, kräftigen Burschen der "Deutschen Brüder" an der Kronenwirtschaft unter dem Kommando von Daniel Nickel in die Senkrechte gehievt. Der 30 Meter lange Baum - einer der größten Kirchweihbäume im Landkreis - wurde der Tradition gemäß im Wald nicht einfach umgesägt, sondern samt Wurzelwerk ausgegraben. So wie es auch schon die Kinder lernen. Erst vor dem Aufstellen wird der Baum mittels einer alten Zugsäge von seiner Wurzel befreit.

Eierringtanz in Tracht

Ein prächtiges Bild bot sich auch am Kirchweihmontag beim Eierringtanz am Dorfplatz. Die Kerwasmädchen tanzen in Hausen nämlich noch in der historischen Dorftracht. Neun Tanzpaare waren unter großem Beifall der zahlreichen Zuschauer angetreten, zum Gewinnerpaar wurden Selina Cipriano und Fabian Heilmann gekürt.

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