Weißenohe
Kommunalwahl

"Schönes Lillachtal": Michael Neubert will Bürgermeister werden

Michael Neubert stellt sich als Bürgermeister-Alternative in Weißenohe zur Wahl. "Schönes Lillachtal" ist Name und Motto seiner geplanten Liste für die Kommunalwahl 2020.
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Michael Neubert Foto: privat
Michael Neubert Foto: privat

Mit seiner Interessengruppe "Schützt das Lillachtal" hat Michael Neubert bereits auf sich aufmerksam gemacht. Er war es, der bei den Hochwasserereignissen nachhakte, wann der Hochwasserschutz umgesetzt werde. Nun macht er wieder von sich reden: Er stellt sich für das Bürgermeisteramt in Weißenohe zur Wahl und sucht Unterstützer für seine Liste.

Wann und warum haben Sie sich dazu entschieden, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren?

Michael Neubert: Der Gemeinderat hat kürzlich beschlossen, ein weiteres Baugebiet zu erschließen und den Ort zu Groß-Weißenohe auszubauen. Dabei wird weiter massiv Natur zerstört und aus unserem Ort ein Stadtviertel gemacht, was vielen gar nicht bekannt ist. Die Zerstörung unseres Lillachtals wird im Gemeinderat von allen dort vertretenen Parteien und Wählergruppen oder Listen getragen. Dazu muss es eine Alternative geben, auch beim Kopf der Verwaltung, dem Bürgermeister. Dafür stehe ich zur Verfügung. Dorfhaus und Weißenohe haben die Wahl.

Warum sollten die Leute Sie wählen?

Bislang haben mir meine Heimat und die Natur gefallen. Leider ist sich der derzeitige Gemeinderat einig, den Ort nachhaltig zu verunstalten und die Lebensqualität vor Ort mit Füßen zu treten. Darin kann ich nur finanzielle Gründe in einer Grundstücksspekulation sehen. Jeder darf davon ausgehen, dass ich den Leuten nicht nur zuhöre, sondern deren den Ort verschönernde Anregungen aufnehme und soweit möglich auch umsetzen werde. Zugeparkte Einfahrten und Gehsteige sowie verdreckte Straßen und Gehwege und nicht sichere Kinderspielplätze sind für alle ein Ärgernis. Erleichterungen für Gewerbetreibende und Landwirte sollten Priorität haben.

Wie viel politische Erfahrung haben Sie?

Für mein bisheriges ehrenamtliches Engagement für Weißenohe und den Erhalt des Lillachtales wurden meine Familie und ich bereits beleidigt und verleumdet. Ich weiß also, auf was ich mich einlasse. Als Doktor der Staatswissenschaften sind mir die politischen Spielarten vertraut. Dennoch glaube ich daran, dass sich der Einsatz für das Gemeinwohl für alle Bürger lohnt, auch wenn eine Kandidatur Angriffsfläche bietet. Weißenohe hat noch einen idyllischen Dorfcharakter am Rande der Fränkischen Schweiz. Diesen kann man mit dem nötigen Willen auch erhalten und behutsam entwickeln.

Sie möchten eine Liste für die Kommunalwahl am 15. März 2020 erstellen. Welche Unterstützer benötigen Sie?

"Schönes Lillachtal" ist Name und Motto unserer Liste. Jeder, der die Lebensqualität in unserem Ort erhalten und ausbauen will, kann mitmachen und mithelfen. Am besten, indem sich auch junge Menschen bereits ab 18 Jahren für den Gemeinderat auf unserer Liste aufstellen lassen. Dann können sie sehen, dass sie selbst die Entwicklung unseres Ortes kritisch mitgestalten können. Frische Ideen werden gebraucht. Dabei ist keine politische Couleur gefragt, sondern die Liebe zu unserer Heimat, der Natur und dem Schönen, die in praktischen Projekten mündet. Für unsere Trinkwasserversorgung wünsche ich mir eine chlorfreie Alternative, für die öffentlichen Gebäude und Denkmäler eine originalgetreue Restaurierung ohne Kunststeine, für die Straßen eine schlaglochfreie Fahrt ohne künstliche Hindernisse, für die Touristen ein Terrassen-Bistro-Café mit Laden für regionale Produkte, wo auch wir uns treffen können, und den Erhalt der letzten Grünflächen und Bachauen der Lillach, statt zuzubetonieren, wo es geht.

Wann und wo findet die Aufstellungsversammlung statt?

Die Aufstellungsversammlung findet am Montag, 9. Dezember, im Hause Neubert in der Dorfhauser Straße 18 in Weißenohe statt. Jeder kann mich per Telefon 09192/994840 und per an E-Mail top@riopress.net kontaktieren oder mir schreiben. Einfach vorbeischauen, sich informieren und engagieren. Davon haben wir alle etwas. Jeder wahlberechtigte EU-Bürger ab 18 Jahren kann mitmachen und sollte sich auch angesprochen fühlen, gleich welcher Nationalität.

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