Forchheim
Genuss

Schlemmen auf dem Annafest 2018 in Forchheim

Auf dem Annfest locken wieder zahlreiche Stände hungrige Besucher mit teils außergewöhnlichen Leckereien an.
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Zum Annafest gehören kulinarische Köstlichkeiten einfach dazu. Foto: Josef Hofbauer
Zum Annafest gehören kulinarische Köstlichkeiten einfach dazu. Foto: Josef Hofbauer
Wer durch die vielen Essens-Buden im Kellerwald schlendert, der kann neben Klassikern wie Bratwurst, Pizza und Zuckerwatte auch ungewöhnliche Köstlichkeiten entdecken. Kennen sie zum Beispiel schon vegane Zigarren oder Räuberspieße?

Auf der Speisekarte von "Süß & pikant" kommen Vegetarier und Veganer voll auf ihre Kosten. Sabrina Wittnebel aus Altendorf ist auf die "fleischlose" Idee gekommen. "Dabei sind wir selbst Fleischesser", verrät die Köchin schmunzelnd. Vor Jahren lief sie über das Annafest, um herauszufinden, welches Essen es noch nicht gab. "Dann haben wir ausprobiert und die Gerichte ausgesucht, die sowohl Fleischessern als auch Vegetariern gut schmecken." Wittnebel bietet unter anderem Gemüsepfannen, Kartoffeleintopf mit Lauch und Kokos-Curry, vegetarisches Chili oder glutenfreien Mandelkuchen an. Besonders kurios: Ihre "veganen Zigarren" - das sind in Teigblätter eingewickelte Gemüse-Rollen. "Das vegetarische Essen kommt total gut an. Wir haben Gäste, die holen sich woanders ein Steak und dann unser Gemüse noch dazu."

Eine einzigartige Annafest-Speise serviert auch Ana Grauberger mit ihren Räuberspießen. Nachdem sie das marinierte Hähnchenbrustfilet mit Brezelteig umwickelt, wird das Ganze frittiert. Danach träufelt die gebürtige Venezolanerin noch eine der selbst gemachten Soßen aus Avocado, Curry oder Knoblauch darüber. Außer Hähnchenfilet gibt es die Spieße auch mit Gemüse, Käse oder Falafel. Vor sechs Jahren ist die Lateinamerikanerin nach Fürth gezogen, ihre Räuberspieße serviert sie seit 2015 auf jedem Annafest. Leider sei das Wetter heuer zu warm, so dass die Besucher weniger heiße Speisen essen würden. Aber: "Die Leute kommen immer wieder zu mir, daran sieht man, das die Spieße schmecken."


Lebensmittelkontrollen auf dem Annafest-Gelände

23 Bierkeller, 45 Essens- und Getränkestände und circa 10 Buden, die Tabak, Spielwaren oder Schminke verkaufen, müssen die Lebensmittelüberwacher des Landratsamtes während der elf Tage Annafest kontrollieren. Generell laufen die Kontrollen im Kellerwald genauso ab wie bei anderen Gastronomiebetrieben auch, erklärt Pressesprecher Holger Strehl. "Kontrolliert wird dort, wo Speisen und Getränke, Süßwaren, Tabak, Spielwaren und Kosmetik angeboten werden." Mit den Nachkontrollen, zum Beispiel bei Verstößen, müssen innerhalb von zwei Wochen Annafest circa 100 Kontrollen mehr als sonst durchgeführt werden, so Strehl. Auf etwaige Verstöße möchte der Pressesprecher nicht näher eingehen.

Auch außerhalb des Annafestes finden natürlich Kontrollen in den Kellern statt. "Aufgrund einer Risikoanalyse wird die Kontrollfrequenz bei den Dauerkonzessionen ermittelt", so Strehl. Bei den sogenannten Gestattungen - bei Buden und Ständen, die zum Beispiel nur am Annafest da sind - werden die Verkaufsstellen am Beginn des Festes kontrolliert. Die Kontrolleure prüfen, vor allem ob die Ständebetreiber die Hygienevorschriften einhalten.

Konkret bedeutet das zum Beispiel, dass die Mitarbeiter schauen, ob die Essens- und Getränkeverkäufer einen Spuckschutz installiert haben. Außerdem kontrollieren sie, ob die Kühlkette der Lebensmittel nicht unterbrochen wurde. Auch die Kühl- und Lagerräume werden gecheckt. Zudem müssen beispielsweise die Allergene richtig ausgewiesen werden.


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